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Dienstag, 18. November 2014, 09:06

Auswirkungen der Schweizer Golddeckung Initiative

In knapp 2 Wochen wird in der Schweitz über eine teilweise Golddeckung abgestimmt. Die SNB soll 20 % Ihre Aktiva in Gold halten. Das behagt den Wohlfahrtsstaatlern und Zentralbankern nicht. Die meines Erachtens mit verstärktem FUD arbeieten. (Angeblich soll die SNB, von falschen Vorraussetzungen sprechen)

Nehmen wir mal an die Schweizer würden für eine "partielle" Golddeckung eintreten. Dann ist m.E. die Frage wie könnte diese Goldeckung hergestellt werden und wie wird sich der Kurs des CHF bewegen. Grundsätzlich einmal kann die SNB wie jede Zentralbank beliebig Geld erzeugen. Also kann Sie auch das Geld erzeugen um damit das Gold in den nächsten 5 Jahren zusammenzukaufen.

Wenn man verschiedenen Blogs folgt, soll heute schon ein ziemlicher Kaufkurs von zumindest 3 Zentralbanken im Gange sein. China, Russland, Indien. In China allein soll mehr als die Jahresproduktion (rund 2700 t) im Jahr gekauft werden. Was ja nur heißt irgendjemand muß sich derzeit wohl von seinem Gold trennen. Für mich derzeit die wahrscheinlichsten Goldquellen sitzen irgendwo in den USA. Sei es die FED oder aber die großen Banken. Es war ja in den letzten beiden Jahren nicht zu übersehen wie die Banken das Gold schlecht redeten. Ist schon klar wenn man unter der Hand bessere Preise erzielen kann als nach dem Fixing, bleibt bei einigen Tonnen sicherlich auch etwas bei den armen bedürftigen Banken hängen. Durchaus denkbar, daß die Banken Ihr Gold aus der Ukraine bezogen (http://www.zerohedge.com/news/2014-11-18…s-its-gold-gone) Immerhin konnte die Ukraine 43 t von dem überflüssigen gelben Metall losbekommen. Wäre in Euro ein Wert von grob
1 290 000 000 also ganz grob ein Zehnterl von dem Geld was die EU da runter geschickt hat. (siehe unter anderem: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.…schuldendienst/)

Das ist zugegeben, reine Spekulation. Aber egal. wie auch immer wird die SNB verpflichtet Gold zu halten ist es mit der endlosen Druckerei irgendwann Essig. Die derzeitige Goldmenge beträgt grob
166 000 t. (siehe http://www.gold.de/artikel,397,Goldmenge…l-wirklich.html) In CHF gemessen ein Wert von 166000 * 1000 * 37000 (siehe http://www.finanzen.net/rohstoffe/goldpreis/chf)
Also ganz grob in CHF gemessen: 614 200 000 000. Erstaunlich wenig im Verhältnis zu den Schulden weltweit (mehr als 50 Billionen USD (siehe https://goldsparplan.wordpress.com/tag/schuldenkrise/) rund 50 / 0.96 = 52 Billonen CHF (Stand 2010/2011)
Man kann also sagen mit allem Gold dieser Erde können gerade ein 1 % der Schulden bedient werden (rein rechnerisch).

Mit dieser Spielerei könnte man weitermachen, das lass' ich jetzt aber erst mal. Nun ist die Frage was wird wohl mit den Geldflüssen passieren. Zunächst einmal könnte die SNB CHF drucken um damit das Gold zu kaufen, Sie könnte aber auch Ihre Bilanz verkürzen und EUR benutzen um das Gold zu kaufen. Die Frage die wirklich interessant ist: Wird die SNB den Kurs 1:1,2 halten können oder wird Sie dem Ansturm etwaiger Währungsnachfrager unterliegen?

Es gibt eine ganze Reihe Probleme mit dem Zufluss an Geld in den CHF. Erst einmal kann die relative kleine Volkswirtschaft Schweiz nicht einfach so einen plötzlichen Zuwachs an Geld produktiv umsetzen. Geld fließt sicherlich schneller als man irgendetwas produktives damit machen könnte. Somit wird der Geldzufluß die Zinsen herunterprügeln (und das bei einer Verzinsung schon dicht bei 0), und man darf damit rechnen, daß mit dem Geld in der Schweiz etwas gekauft wird. Darauf zu setzen es könnte Land und Immobilien sein, scheint sehr wahrscheinlich zu sein. Ergo dürfte auch das die Möglichkeit der SNB beschränken beliebig Geld zu drucken.

Aber dann bleibt "nur" noch ein Kurssprung des CHF Außenwertes, sprich der CHF muß aufwerten. Wer also derzeit CHF erwirbt dürfte mit Kursgewinnen gegen jede andere Währung rechnen. Nur gibt es auch da eine interessante Variante. Mit einem steigenden CHF Kurs können die Schweizer tatsächlich mehr Gold kaufen. Ob ich deren Käufe preissteigernd auswirken werden, ist m.E. noch offen, es ist hier die einfache Frage wer ist bereit wieviel Gold für welchen Preis an die SNB zu liefern?

Derzeit beseht die Bilanz der SNB bei einer Bilanzsumme von rund 500 Mrd mit einem Goldanteil von 38 Mrd. Also eine Deckung von grob 7,6 %. Umgerechnet in t müsste die Schweiz ungefähr
38 000 000 000 / 37000 * 1000 = 1027 t Gold besitzen. Sie müsste also grob 20 * 1027 / 7.6 - 1027 = 1600 t dazukaufen. Verteilt man das auf 5 Jahre jährlich rund 300 t oder gut 11 % der Weltproduktion.

Ich denke schon, daß dies die SNB schon sehr bindet. Egal wie der Entscheid ausgehen wird, es scheint ein Fehler zu sein, keine CHF zu besitzen. Wenn man heute für 1.2 kauft, dürfte man auch nach einem negativen (Also gegen Golddeckung) Entscheid nicht viel schlechter dastehen. Sollte es pro Gold sein, wird man sich womöglich über einen Kursgewinn freuen könne oder aber später auf die Einlösung in Gold. Ein weiterer Vorteil den man bekommt, eine gewisse Unabhängigkeit von der EZB und auch das kann ich nur positive bewerten.

Wie auch immer: Es tut sich was an der Geldfront, davon konnte man bis vor gar nicht langer Zeit nur träumen. Die Zukunft wird weisen ob es endlich wieder Geld geben wird oder aber die Zahlungsmittel uns von einer Katastrophe in die nächste führen werden.

Es wäre allerhöchste Zeit diesen Kreditwahn und Kreditgeld ein Ende zu setzen. Man kann als liberal/libertärer nur hoffen, die Schweizer fangen mit dem Anfang des Endes der Fiat-Währungen an. Aber wer will derzeit darauf wetten? Dem Enstehen ganz massiv die Politiker aller Parteien, die Zentralbank selber (die würde ja gebunden) und auch Teile der Wirtschaft (die Obsession mit dem "zu starken" Franken) entgegen. Die Schweizer haben aber ziemlich oft Ihren Delebets in die Parade gefahren. Hätte ich die Wahl, wäre für mich diese "Wahl" schon gelaufen. Alles was den Zentralbanken und deren politische Flankierung schadet kann von mir aus nur gut sein.

Interessant man lese mal das hier durch:
"Mit einem mehrheitlichen Ja würden die Eidgenossen nach Überzeugung von Experten die Lunte an den Weltmarktpreis für das Edelmetall legen. Die SNB wäre nämlich gezwungen, in den kommenden fünf Jahren rund 1800 Tonnen Gold aufzukaufen. "Diese Menge entspricht 67 Prozent der jährlichen globalen Goldförderung", rechnete die "Neue Zürcher Zeitung" vor und warnte: "Der Goldpreis würde sofort anziehen." "

Von http://www.manager-magazin.de/finanzen/a…-a-1003370.html
umgerechnet auf die 2700 t stimmt das, aber die Schweizer haben dafür 5 Jahre Zeit und belasten daher die jährliche Produktion nur um die hier aufgeführten Mengen. Man kann also die Zahlen schon so drehen, daß Sie "gefährlich" aussehen warum das wohl gemacht wird kann sich hier jeder selbst überlegen...

Auch andere machen sich so Ihre Gedanken: http://www.handelsblatt.com/finanzen/roh…10993766-2.html
Interessanterweise gleich mal wie man einen Entscheid pro Gold aushebeln kann, mit dem armseligsten aller Argumente: "Gold wird keine Zinsen" ab. So ein Bödsinn als ob die Rückzahlung davon abhängt in was man zurückbezahlt. Nur rein prinzipiell könnte man mal nach Goldleihe googlen. Das die vom Handelsblatt es nicht auf die Reihe bekommen, kann ich wieder nur bezeichnend finden.
Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.

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Donnerstag, 20. November 2014, 07:20

Scheinbar lassen sich die Schweizer einlullen:
http://www.finanzen.net/nachricht/rohsto…e-Falls-4032655

Sehr dumm den Sprüchen der Zentralbanker und Politiker und hauptsächlich exportierender Firmen zu Glauben. Gerade die Schweizer an der Grenze zu anderen Ländern sollten den Vorteil erkennen, wenn der CHF zulegt. Hint: Noch ist die Schweiz nicht eingemauert und zu allen Ländern hat die Schweiz Beziehungen.

Insgesamt zeigt sich aber vielleicht auch bei den Schweizern, daß die Meisten zu viel Vertrauen in ihre staatlichen Organe legen. Wenn das selbst im liberalsten europäischem Land der Fall ist, gehen wir ganz miesen Zeiten entgegen.
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Montag, 24. November 2014, 13:20

Ok, hier geht es weiter
http://www.wsj.de/nachrichten/SB11401573…94?mod=WeltFeed

Nehmen wir die Argumentation von dort auf. Ich schrieb ja es wird sich entscheiden ob die SNB weiter 1,2:1 verteidigen will oder nicht. Das ich von dieser "Verteidiung" grundsätzlich erst mal gar nichts halte, habe ich hoffentlich deutlich genug gemacht. Wenn die Schweiz weiter Euro kaufen sollte, muß Sie bei einem positiven Referendum auf jeden Fall auch Gold kaufen. Alles Gold der Erde hat einen CHF Wert von 614 Mrd CHF. Das wäre also bei keinem Preisanstieg die maximale Menge die man theoretisch erreichen könnte. Daraus könnte eine Summe von 5 * 614 Mrd grob 3 Bio CHF begeben werden.

Es gibt also grundsätzlich erst mal eine rein physische Grenze für die Begebung der CHF. Realistischerweise wird die CHF ohne großen Preisanstieg wahrscheinlich nur 1/10 von dem theoretische vorhandenen Gold kaufen können wir wären also bei einem Wert von 61,4 Mrd, derzeit hat die Schweiz grob 40 Mrd in Gold, Sie müsste also für 20 Mrd nachkaufen können, ohne großen Preisanstieg, die maximal zu begebenden Noten wären dann grob 300 Mrd, derzeitiger Stand (siehe http://www.snb.ch/de/iabout/cash/id/cash_circulation) 50 Mrd. Nun ja wie groß der inflationäre Druck werden könnte, weiß man nicht.

Im Endeffekt wird sich die Bindung an Gold folgendermaßen bezahlt machen. Die SNB kann auf Dauer den 1,2 : 1 Kurs nicht verteidigen. Da Sie damit ja im Prinzip auf den Preis für Gold in Euro ebenfalls einen Deckel ziehen können müsste. Bei aller Macht der Zentralbank ich glaube nicht das 8 Mio Schweizer alleine 350 Mio Europäer "bändigen" könnte. Somit bleibt für mich nur eine realistische Möglichkeit. die Bilanzsumme muß verkürzt werden. Somit muß die SNB das Gold hauptsächlich mit Euro kaufen, und damit wird natürlich der SNB Kurs hochgehen. Was im Endeffekt die Kaufkraft der Schweizer weltweit erhöht. Oder anders herum ist der Schweizer Franken mehr wert können die Schweizer in anderen Ländern günstiger einkaufen.

Diese willkürliche Begrenzung des Außenwertes, hat eine ganz bestimme Zielrichtung. Man will "nur" den Export fördern, das damit jeder Schweizer im Prinzip im Ausland billiger einkaufen könnte spielt dabei keine Rolle. Das die Einkaufspreise sinken auch nicht.

Tatsache ist, in dem Artikel wird aufgezeigt, wie diese 2 fache Bindung in die Binsen gehen muß. Es ist ein ähnliches Problem wie bei einem Doppelgelsstandard mit fixen Verhältnissen zwischen den beiden Währungen siehe z.B. USA. Die SNB kann beide Ziele auf Dauer nicht erreichen. Im Zweifel gehe ich davon aus, wird der CHF einfach stärker aufwerten. Die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer wird ja auch durch einen Bindung an Gold nicht geringer. Die SNB wird auch auf Dauer gegen eine verstärkten Zufluß an ausländischen Geldanlegern verlieren. Daher sollte man es "gleich" richtig machen und nicht versuchen die 1,2: 1 Grenzen zu verteidigen. Das hätte die SNB meiner Meinung nach sowieso lassen sollen. Es ist m.E. absehbar, daß die SNB Verluste mit den EUR einfahren wird wenn Sie diese veräußert.

Was man aber auch sehen kann wie es Konsequenzen aus der Behinderung von Marktkräften kommt. Hypothetisch hätte die SNB Ihre Bilanz nicht aufblähen müssen, wenn Sie nicht einfach nichts gemacht hätte, dann wären wir heute sicherlich bei einem weitaus niedrigeren Kurs SNB/EUR. Und die Kaufkraft der Schweizer hätte massiv zugenommen, womit Sie dann in derLage gewesen wären auch im Ausland neue Produktionskapazitäten aufzubauen oder zu erweitern. Der Verlust der Schweizer hat im entfernten etwas mit den Erfolgen der SNB zu tun. Sollte die SNB Verluste eingefahren haben, müssen diese natürlich durch den Schweizer Staat ausgeglichen werden. Und wie kann ein Staat nur an Geld kommen? Entweder durch Steuern oder durch Schulden. Auch die Schweiz hat schon eine merkliche Schuldenlast.....

Sieht so aus als ob ich mit meiner Meinung nicht ganz alleine dastehe: http://www.zerohedge.com/news/2014-11-24…ed-consequences

Weiter geht es wieder auf zerohedge: http://www.zerohedge.com/news/2014-11-25…-missing-debate . Auch das wurde von mir denke ich dargelegt. Die künstliche Grenze des Kurses, hat im Grunde die SNB immobil werden lassen. Sie behauptet ja, man hätte reagieren müssen. Aber das ist alles andere als stichhaltig und als "Voraussetzung" erst einmal in dieser Form eines Zirkschllußes. Es fällt in die gleiche Kategerie wie die Sprüche der aktuellen VWLer, die
a) den ganzen Schlamassel nicht haben kommen sehen

b) immer noch meinen es besser zu wissen

Der Zirkelschluß der aktuellen VWLer ist: "Hätten wir nichts getan wäre alles viel Schlimmer gekommen". Es ist DIE BANKROTTERKLÄRUNG aller derzeitig führende VWLer. Erst einmal müssen Sie eingesetehen, es ist nicht so gelaufen wie Sie es TROTZ der von ihnen empfohlenen Vorgehensweisen gefolgert hätten. Aber das ganze sind nur Marginalien, weil man trotzdem etwas erreicht hätte. Das Problem der aktueleln VWL ist ein Problem der Umsetzung von Gleichungen auf das Verhalten von Menschen. Wie uns von Mises aber in Human Action schon mitteilte. Entscheidet ein Mensch nicht UNBEDINGT immer gleich. Niemand kennt den inneren Zustande eines Anderen, aber natürlich weiß man wie jemand "üblicherweise" handelt, wir sind aber immer überrascht wenn das Verhalten von der "Normalität" abweicht. Nur eben passiert das immer wieder mal. Und selbst wenn man 100 mal auf eine Art reagiert hat, kann es vorkommen, daß bei der 101-ten Reaktion anders vorgegangen wird.

Es kann tatsächlich bei den Menschen auch ein Lernprozeß einsetzen ;). Kann ich jedenfalls von mir behaupten, warum sonst wäre ich sonst in die PdV eingetreten ;)

Zu der törichten "Verteidigung" von 1,2: 1 meinen auch andere: http://www.metallwoche.de/offizielle-ste…-goldinitiative. Das es für Steuerzahler teuer wird, ist unzweifelhaft. Das die Bilanz der SNB bedenklich aufgeblähgt ist (mit angeblichen Aktiva EUR) muß man wohl auch so sehen die SNB hält derzeit 2 x das BIP der Schweiz. Zum Vergleich selbst in der EU sind es 13 Bio zu 4 Bio. Also gerade mal 1/3. Es kann nur gut sein wenn die Bilanz der SNB auf erträgliche Maße zusammenschrumpft. Daher bleibt es bei meiner Empfehlung die Goldkäufe durch EUR und USD zu finanzieren und die Verteidigung zu vergessen. Das kann mit der Golddeckung zusammen nicht funktionieren!

Und was lese ich heute auf zerohedge? http://www.zerohedge.com/news/2014-11-26…gold-referendum
Die Schlußfolgerungen sind hingegen sehr zweifelhaft. Auch wenn der CHF steigen sollte, muß die Notenbank ja ihre Bilanz nicht verlängern. Die SNB hat derzeit irgendwo um 180 Mrd an EUR Devisen dafür könnte sie beim heutigen Preise rund 6000 t Gold kaufen. Selbst wenn sich der Preis verdoppelte wären es immer noch 3000 t. Gebraucht werden aber "nur" 1600 t. Auch bei eine Vervierfachung des Goldpreises reichten dafür die bestehenden EUR Noten aus. Der Notenumlauf beträgt "nur" 50 Mrd, dafür braucht die Schweiz gar kein Gold kaufen. Was allerdings durchaus nicht in Ordnung ist, die SNB soll gar keini Gold mehr verkaufen dürfen, das kann man mit 20 % der Aktiva in Gold nicht gleichzeitig haben. Entweder man lässt auch mehr als 20 % zu. (was allemal besser als 20% sind, korrekterweise müsste jeder Franken zu 100 % mit Gold gedeckt sein, dazu darf es keine MIndestreserve das es sich ja hier um Multiplikatoren handelt, jede ausgeliehene Franc müsste gedeckt sein. All das will die Zentralbank ja nicht, denn was wäre eine Zentralbank ohne ungedeckte Versprechen?

Das Ganze Problem fing für die Schweizer mit der Entscheidung der willkürlichen 1,2:1 Grenze an. Da kommt man wahrscheinlich ohne Verluste nicht heraus, aber die Verluste werden immer kommen und je mehr ungedeckte Versprechungen in der Bilanz der SNB zu finden sind umso härter wird der Absturz. Das sollte die SNB erkennen. Vielleicht tut sie es ja und hat deswegen Angst, daß nun die Zeit kommt diese Verluste wirklich zu realisieren.
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Mittwoch, 26. November 2014, 08:38

Und dem hier wäre vorgebeugt

http://www.ef-magazin.de/2014/11/21/5978…igt-das-bargeld

Nach Fiat-Währung wird die virtuelel Währung kommen, eine die man nicht mehr "handhaben" kann sondern die nur noch zu Tranfers von Computer zu Compute "übertragen" werden. 100 % Transparenz für die Ausbeuter aller Länder 0 % Transparenz über eben die Ausbeuter....

Man möchte bei so viel Gemeinheit schreien, was machen die meisten Deutschen?

Auch klar was die "Österreicher" dazu meinen: http://www.rottmeyer.de/gold-ist-geld-ko…old-initiative/
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Montag, 1. Dezember 2014, 06:23

Auch di e Schweizer

haben es noch immer nicht verstanden. Jedenfalls diejenigen die gegen eine partielle Golddeckung gestimmt haben. Wie ich woanders schrieb, hatte ich gehofft, aber gegen besseres Wissen. Es wurde der Zentralbank geglaubt. Nun ja 200 Mrd Gründe sind schon sehr gewichtig, eine Bilanzsumme in der Höhe des BIP ist weltweit wahrscheinlich "einmalig" - einmalig schlecht alle mal.

Der Wert einer nicht beliebig vermehrbaren Währung ist offenbar wirklich nur einer verschwindend kleinen Minderheit geläufig. Und diese Minderheit, wird derzeit auch noch kleiner.

Aber auch hier gilt m.E. Weiter geht's. Man kann verlieren, nur muß man deswegen noch lange nicht aufgeben. Das Ende ist uns sowieso allen bekannt. Und die Realität überholt im Endeffekt alle Wolkenkucksheime.
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Montag, 1. Dezember 2014, 14:51

Das baut wieder ein wenig auf. Ich fand das sehr deprimierend gestern.
Aber man kann das auch so sehen: schon über 22% Prozent haben es offenbar durchschaut.

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Montag, 1. Dezember 2014, 18:26

Wer nicht lernen will, muß fühlen....

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/gbure…s-papiergeldes/

Es ist leider bezeichnend - finde ich. Und es ist abzusehen, es wird auch diesesmal mit dem "neuen Menschen" nicht funktionieren. Ich denke, es gibt wahrscheinlich kaum jemanden in der PdV der gegen eine teilweise Golddeckung gestimmt hätte. Weil man eben weiß, Geld in Staatshand bedeutet im Endeffekt nichts Gutes. Und jeder hier weiß, daß die Geldgeschichte eine Geschichte der Inflation und Verwässerung des Wertes einer Währung ist.

Man schaue einfach mal aus Spaß in die römische Geschichte.
http://books.google.de/books?id=03BdAwAA…esterze&f=false

Das alte Rom wird ja immer als so "beispielhaft" dargestellt. Nun beispielhaft war auch der Untergang und auch da scheint nichts gelernt worden zu sein. Die USA sind auf dem Weg dem "römischen" Vorbild zu folgen.

Fakt ist: Für Staaten ist das Währungsmonopol eines der ganz verlockenden Dinge. Man schreibt so als ob man sich nur um die Belange der Bevölkerung kümmerte. Die Wahrheit ist, Sklavenhaltung ist dümmer als die Unterjochung mit Hilfe des Geldes und der Freiheitsillusion.....
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Mittwoch, 3. Dezember 2014, 15:40

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Noch mal als Video

So um die Minute 20 herum....
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