• Wie geht man als Libertärer mit sowas um? Denn eigentlich ist das eine staatliche Intervention. Andererseits glaube ich nicht, dass ein Ozonloch sehr gesund für die Menschen ist. Von daher, ist hier eine Staatsintervention gerechtfertigt oder nicht?



    MfG

  • Dass FCKW das Ozonloch nachhaltig zerstört stellen sehr viele in Frage. Ich glaube da persönlich nicht dran.


    edit: Ach ja zur frage selbst. Es muss dem Verbraucher überlassen werden ob er ein Produkt mit solch einem Inhaltsstoff kaufen will oder nicht.


    Entscheiden sich zu viele dagegen verschwinden solche Produkte von allein vom Markt.

  • Es stellt sich die Frage nach dem Eigentum. Fasst man die Ozonschicht als Gemeinschaftseigentum auf und ist es nachgewiesen, dass FCKW das Ozon zerstört, ist es wohl angebracht den Einsatz von FCKW zu verbieten oder derart zu besteuern, dass das zerstörte Ozon ersetzt werden kann. Es sei denn man einigt sich darauf, dass FCKW wichtiger ist als Ozon. Was ich persönlich allerdings nicht so sehe.


    Das Problem in unserer Gegenwart ist vor allem, dass die Gemeinschaftsvertretung (Staat/Politik) beim Schutz des Gemeinschaftseigentums versagt. Die Lösung Gemeinschaftseigentum in Privateigentum zu überführen lässt sich auf das Ozon leider nicht sinnvoll anwenden.


    Das Verbot von FCKW ist natürlich eine Intervention, aber eine zum Schutz von Eigentum. Also eine Maßnahme die ich als Libertärer begrüße.

  • Wenn es ein Produkt gibt, welches bei benutzung Nachteile für dritte erzeugt, darf es natürlich verboten werden. Weil dadurch ja die körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt wird. Also klarer Fall, wird die Schädlichkeit eines Produktes bewiesen darf man es auch verbieten.

  • Wenn es ein Produkt gibt, welches bei benutzung Nachteile für dritte erzeugt, darf es natürlich verboten werden. Weil dadurch ja die körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt wird. Also klarer Fall, wird die Schädlichkeit eines Produktes bewiesen darf man es auch verbieten.


    Nun, mit dem Argument könnte man auch das Rauchen in der Öffentlichkeit verbieten. Denn dieses schädigt Dritte bzw. es nötigt Dritte zu Ausweichverhalten ala Wegbleiben von bestimmten Orten.



    Grüße

  • Nun, mit dem Argument könnte man auch das Rauchen in der Öffentlichkeit verbieten. Denn dieses schädigt Dritte bzw. es nötigt Dritte zu Ausweichverhalten ala Wegbleiben von bestimmten Orten.



    Grüße


    Gut erkannt, der Nichtraucher hat die Möglichkeit sich dem schädlichem "passiv raucen" zu entziehen. Ob an einem Ort geraucht werden darf oder nicht entscheidet der Eigentümer. Ein nichtraucher muss sich an diesem Ort dann dem Eigentümer beugen.


    Bei einer allgemeinen Umweltschädigung sieht die Sache anders aus, man kann sich der schädigenden Auswirkung ja nicht entziehen. Allerdings sollte die Umweltschädigung auch bewiesen sein, und nicht an den Haaren heran gezogen sein wie das beim CO2 Schwindel oder dem FCKW Blödsinn der Fall ist.

  • Wie geht man als Libertärer mit sowas um? Denn eigentlich ist das eine staatliche Intervention. Andererseits glaube ich nicht, dass ein Ozonloch sehr gesund für die Menschen ist. Von daher, ist hier eine Staatsintervention gerechtfertigt oder nicht?



    MfG


    Hallo,
    ein Verbot sehe ich nicht gerechtfertigt.
    Unabhängig von der Frage ob FCKW in dem Zusammenhang schädlich ist oder nicht, wird ein Libertärer die Wahl bei den Menschen lassen, so wie es Pavel beschrieben hat.
    Sonst stellen sich wieder die üblichen Probleme der zentralen Verwaltung ein, wie:
    - ist FCKW grundsätzlich schlecht?
    - für was genau müsste man es verbieten?
    - bleibt die Situation so, dass die Verbote passen, oder muss dauernd nachgebessert werden?
    - ab wann kann man sich darauf verlassen, dass die schädliche Wirkung real ist?
    Außerdem wäre die Politik wieder manipulierbar. Wenn eine Lobby etwas verbieten will, müsste sie nur glaubhaft genug (oder mit genug Geld) auf die Politik einwirken.


    Aus der Freiheit der Menschen folgt ihre Macht und die ist verbunden mit der Verantwortlichkeit.

  • Wenn von der Benutzung eines Produktes eine Schädigung anderer nachzuweisen ist, kann, durch Richterspruch, die Schädigung dritter und somit die Benutzung des Produktes verboten werden. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist und bleibt nunmal ein Grundrecht!

  • Naja, ist wie beim Rauchen: wer keinen Hautkrebs will, sollte sich nicht im Januar in Südaustralien in die Sonne legen - es kann dort nämlich auch ab und zu ein Ozonloch durch rein natürliche Ursachen entstehen.


    Ist irgendjemandem aufgefallen, daß der Zusammenhang zwischen FCKW und Ozonloch just zu der Zeit konstruiert wurde, als die Patente für FCKW ausliefen und damit keine staatlich garantierten Gewinne mehr eingefahren werden konnten?

  • Naja, ist wie beim Rauchen: wer keinen Hautkrebs will, sollte sich nicht im Januar in Südaustralien in die Sonne legen - es kann dort nämlich auch ab und zu ein Ozonloch durch rein natürliche Ursachen entstehen.

    Da scheint etwas durcheinander geraten zu sein ;) "...Rauchen: ...Hautkrebs ... Sonne legen...". Aber trotzdem natürlich verständlich und auch richtig: Eigentverantwortlich an die Sache gehen und nicht nachher meckern, weils ungesund war.

    Ist irgendjemandem aufgefallen, daß der Zusammenhang zwischen FCKW und Ozonloch just zu der Zeit konstruiert wurde, als die Patente für FCKW ausliefen und damit keine staatlich garantierten Gewinne mehr eingefahren werden konnten?

    Mir ist das nicht aufgefallen (war wohl noch zu jung dafür).
    Was kann man daraus schließen? Dass eine Alternativtechnologie verkauft werden wollte, weil das andere Produkt nun der Konkurrenz ausgeliefert und wahrscheinlich billiger geworden wäre?