Das Zwangs-Geld-System - Verursacher der Wirtschaftskrise

  • Eine sehr verständliche Darstellung der wahren Ursachen:


    Das Zwangs-Geld-System Verursacher der Wirtschaftskrise



    Das Zitat am Schluss passt gut zu uns:


    „Es waren immer nur wenige Menschen, die sich für Ideen interessierten; die bereit und fähig waren, sie zu überdenken und sie ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile auszusprechen. Wenn Erkenntnis sich nicht ohne Mehrheit fortpflanzen könnte, hätte es nie irgendeinen Fortschritt gegeben. Denn es war immer leichter, durch Scharlatanerie, Doktrinarismus, Kriecherei, sanftes oder geschäftiges Schönreden berühmt zu werden oder Geld zu verdienen als durch logisches, furchtloses Denken. Nein – die Gründe, warum menschliche Erkenntnis sich in der Vergangenheit erweitern konnte und dies in Zukunft auch tun wird, ist, dass wahre Einsichten kumulativ sind und ihren Wert unabhängig von dem, was ihren Urhebern geschehen mag, behalten, während Moden und Sensationsmache ihren Impresarios unmittelbaren Profit bringen mögen, aber letztlich nirgendwohin führen, sich gegenseitig ausstechen und fallengelassen werden, sobald ihre Anstifter nicht mehr da sind oder die Macht verloren haben, die Schau weiter zu vollführen. Wir wollen jedenfalls nicht verzweifeln.“ - Stanislav Andreski :)

  • Hallo zusammen,


    wenn ich jetzt streitsüchtig wäre, könnte ich da spitzfindig ein paar Kommentare dazu abgeben? Ich hab jetzt noch nicht alle Kapital gelesen, aber Manches würde mir schon auf den Fingern brennen. Allerdings bin ich hier neu, und will da nicht gleich arrogant wirken. Obwohl ich dem Text im Großen und Ganzen natürlich zustimme :)


    Gruß Erwin

  • Egal wie sie das gemeint hat: Einsammeln bedeutet eine massive Rezession, daher wird das nicht möglich sein.


    Einsammeln wird wohl über die EZB laufen. Die hat ja "Schuldscheine" gegen frisch erzeugtes Geld eingetauscht. Wenn der Schuldschein nun wieder an den Schuldner abgegeben würde und der dafür das Geld zurückzahlt, dürfte das Geld nicht mehr herausgegeben werden, sondern wird aus der EZB-Bilanz ausgebucht/gelöscht. Das Problem ist nur: Keiner hat im Moment "das Geld übrig" um seine Schuldscheine bei der EZB wieder auszulösen. Und die, die könnten, wollen bestimmt nicht.

  • Ich beschäftige mich jetzt seit einem halben Jahr mit der Österreichischen Schule.


    Ich finde die Grundsätze der Freiheit absolut unterstützungswert. Ich denke die PDV ist die einzige Alternative, weil sie die richtigen Ansätze für Veränderung aufzeigt.


    Ich habe Baaders „Geldsozialismus“ gelesen.


    Mich beschäftigt das "Freie Marktgeld", also die Idee Geld im Markt wirken zu lassen = privats Geld. Dies ist ja gemäß der Austrians die Lösung unsere Probleme. Ich hab mir die Rezenssion des o.g. Buches durchgelesen. Insbesondere die Kommentarseiten 1 - 8. Dort bin ich auf eine kritische Disskussion gestoßen:


    hier: >>> klick


    Dort schreiben Kritiker zum Beispiel:
    Ist es nicht so, dass Giral-Geldschöpfung der Geschäftsbanken schon heute
    Marktmechanismen unterliegt? Die privaten Banken schöpfen Ihr eigenes privates
    Geld. Das Teilreservesystem ist quasi „im Markt“ entstanden und würde wohl auch
    in einem libertären System wieder stattfinden, weil es eben ökonomischer ist.


    Dann das:
    Kommentare Seite 7


    Kommentar Seite 6:

    Hat hier jemand diese Bücher gelesen?
    Und kennt jemand die Ansichten der Autoren Röpke und Rüstow?
    Wie ist das zu bewerten? Der Markt ist für das Geld "nicht zuständig".

  • Hallo jayem!

    Dort schreiben Kritiker zum Beispiel:
    Ist es nicht so, dass Giral-Geldschöpfung der Geschäftsbanken schon heute
    Marktmechanismen unterliegt?

    Nein. Der dargestellte "freie Marktmechanismus" entspricht in etwa denen von Kreditkartendieben, denen es ohne Strafverfolgung "frei" laubt ist, auf Kosten anderer Geld abzuheben und so zu bestimmen wo und was eingekauft und investiert wird. Wobei es den Opfern bei Strafe verboten ist, in anderer Währung ihre (Steuer-) Schuld zu zahlen, als in der Kreditkartenwährung, die sie von ihren Ausbeutern erbetteln müssen.

    Zitat

    Die privaten Banken schöpfen Ihr eigenes privates
    Geld. Das Teilreservesystem ist quasi „im Markt“ entstanden und würde wohl auch
    in einem libertären System wieder stattfinden, weil es eben ökonomischer ist.

    Klar gibt es immer wieder Betrug, - auch auf einem freien Markt. Aber auf einem freien Markt muss man diesen nicht akzeptieren und es ist schon gar nicht Sinn und Zweck eines freien Marktes Betrug entstehen zu lassen, sondern ihn sukzessive zu eliminieren, wenn er erkannt wird. Was an Betrug langfristig ökonomisch sein soll, kann ich nicht nachvollziehen, es sei denn dem Betrüger wird von außerhalb des Marktes vermittelt, das er mit der Beute davonkommt.


    In einem libertären System würde sich wohl kein Teilreservesystem lange halten können, genausowenig, wie die Konsumenten sich nicht dauerhaft halb leere Verpackungen als "Volle" verkaufen lassen, wenn sie nicht dazu gezwungen werden.



    Und wer bestimmt bitte, was das "Allgemeininteresse" ist? Diese 'Gemeinwohllüge': "Gemeinnutz vor Eigennutz" war ezentraler Puntk des Parteiprogrammes der NSDAP und findet sich (natürlich) auch an zentraler Stelle im Parteiprogramm "der Linken". - Genauso wie Mussolinis "Nichts außerhalb des Staates!"


    Die Behauptung, das sich Private nicht zu Projekten zusammenschließen würden, wenn es nicht um konkreten Gewinn sondern nur nutzbringend ist, ist einfach eine üble Farce. Es ist einfach menschlich, sich gegenseitig helfen zu wollen, man will sich nur nicht ausnutzen lassen. (So sind die allerersten Wasserleitungen in meinem Dorf von meinen Vorfahren in gegenseitiger Selbsthilfe verlegt worden, - bevor dann der Staat mit irgendwelchen (Hygiene-)Vorschriften, die Wasserversorgung zentralisierte und meine Vorväter die Brunnen schließen mussten)


    Völlig richtig - und völlig konträr zur obigen Behauptung, die Geldschöpfung der privaten Banken würde innerhalb eines freien (Geld-)Marktes geschehen. Erkennst Du die Widersprüche?


    Viele Grüße

  • "Die privaten Banken schöpfen Ihr eigenes privates
    Geld. Das Teilreservesystem ist quasi „im Markt“ entstanden und würde wohl auch
    in einem libertären System wieder stattfinden, weil es eben ökonomischer ist. "


    Das Teilreservesystem ist 1. vom Staat "erlassen" worden (ist also nicht am freien Markt entstanden) und dient 2. nur den Banken selbst zur Gewinnmaximierung. Daraus wird aber ein Schneeballsystem mit einer anfänglichen Scheinblüte und es endet immer im Crash. Kein vernünftiger Mensch, der sich 5 Min mit dem Thema beschäftigt und dem man die Wahl lässt, wird sich für ein solches Geld entscheiden.

  • Das Teilreservesystem ist 1. vom Staat "erlassen" worden (ist also nicht am freien Markt entstanden)

    Naja, ich dachte eher an die Goldverleiher im Mittelalter, die - wie oft erzählt wird - mehr Gold-Quittungen (Banknoten) ausgegeben haben als sie Gold im Tresor hatten, weil sie wussten, dass nicht alle Gold-Einleger auf einmal ihr Gold wieder abholten. Das ist ja quasi "im Markt" entstanden. (Oder hat das ein König erlaubt? ;) )


    Aber da gibt es wohl keine einheitliche Meinung, wie ich herausgefunden hab:


    -> Streit zwischen Österreichern: Freebanking mit oder ohne Teilreserve? (2.Teil)


    Ich nehme an die PDV lässt diese Frage auch offen bzw. den Markt entscheiden.


    PS:
    Dazu der 1. Teil des Autors:
    >>>klick

  • Ja, das sollen die Leute entscheiden, ob sie zu Lasten der Sicherheit ihres Geldes eine Bank mit Teilreserve verwenden wollen oder ob sie die Sicherheit ihres Geldes vorziehen.


    Die Geldverleiher im Mittelalter brauchten in gewisser Weise auch die Rückendeckung des zuständigen Fürsten oder Königs, denn ansonsten wäre auch das illegal und Betrug gewesen. Ich bin gerade nur überfragt, ob das damals wirklich öffentlich bekannt war oder ob das erst viel später rauskam. Ich gehe aber davon aus, dass das Teilreservesystem recht schnell gesetzlich legitimiert wurde, denn es kam den Herrschern extrem zugute (zumindest vermeintlich).

  • Zitat

    Naja, ich dachte eher an die Goldverleiher im Mittelalter, die - wie oft
    erzählt wird - mehr Gold-Quittungen (Banknoten) ausgegeben haben als
    sie Gold im Tresor hatten, weil sie wussten, dass nicht alle
    Gold-Einleger auf einmal ihr Gold wieder abholten. Das ist ja quasi "im
    Markt" entstanden. (Oder hat das ein König erlaubt? ;) )

    Wenn der Bankier seinen Kunden Gold-Quittungen gibt mit dem Versprechen die Quittung AUF JEDEN FALL gegen echtes Gold einzutauschen obwohl er ganz genau weiss dass er eventuell garnicht genug hat dann ist das in meinen Augen ein ganz klarer Fall von Betrug und gehört bestraft. Wenn seine Quittungen nur teilweise gedeckt sind, dann muss er das seinen Kunden natürlich sagen. Ob sein Geld dann noch marktfähig ist wird sich dann zeigen. Wahrscheinlich eher nicht weil es durch vollständig wertgedecktes Geld verdrängt werden würde. Verbieten sollte man diese Parxis aber nicht.

  • Hallo Thomas!

    Die Geldverleiher im Mittelalter brauchten in gewisser Weise auch die Rückendeckung des zuständigen Fürsten oder Königs, denn ansonsten wäre auch das illegal und Betrug gewesen. Ich bin gerade nur überfragt, ob das damals wirklich öffentlich bekannt war oder ob das erst viel später rauskam. Ich gehe aber davon aus, dass das Teilreservesystem recht schnell gesetzlich legitimiert wurde, denn es kam den Herrschern extrem zugute (zumindest vermeintlich).

    ...ja genau das ist der Punkt, -. weshalb das Reilreservesystem eben nicht so schnell wieder verschwindet, obwohl es Betrug ist.


    Und da muss ich sagen, dass das...

    Zitat

    Ja, das sollen die Leute entscheiden, ob sie zu Lasten der Sicherheit
    ihres Geldes eine Bank mit Teilreserve verwenden wollen oder ob sie die
    Sicherheit ihres Geldes vorziehen.

    wohl dann leider nicht so funkitioniert, obwohl ich es bislang immer auch so gesehen haben.


    Aber die Argumentation von Jesus Huerta de Soto im oben verlinkten Artikel hat mich überzeugt: Das Teilreservesystem sollte 'verboten' werden, genauso wie Diebstahl und die "Mafia" verboten ist. Es dauert einfach 'zu lange', bis der Betrug aufgedeckt wird, von dem sich viel zu viele Leute blenden lassen. Denn wenn Betrug zu lange gut geht, ohne das er sanktioniert wird, zieht es "noch Krimninellere" an, (wie z.B. "den Staat"), die dann das ganze Betrugssytem vom Fuß auf den Kopf stellen und es 'zum Prinzip' erklären und das Recht selbst beugen.


    Grüße

  • Ja, da ist was dran. Aber das ist ein generelles Problem. Solange es wirtschaftlich gut läuft, alle genug Wohlstand haben, wird über kurz oder lang immer ein Prozess einsetzen, der die bestehenden Strukturen "mit gutem Grund" aushöhlen wird. Da braucht es leider immer die Wachsamkeit freier und denkender Bürger um soetwas zu verhindern. Nicht umsonst hat die Menschheit aus ihrer Geschichte so wenig gelernt. Das schmerzlich Erfahrene wird einfach über die Generationen vergessen und kein dauerhafter Schluss daraus gezogen.


    Das Verbot der Teilreserve würde auch irgendwann ausgehebelt werden. Und ein solches Verbot wiederspricht prinzipiell der freien Enscheidung und der daraus resultierenden Eigenverantwortung des Individuums. Ein weiteres Argument: Jede Teilreservewährung wertet innerhalb weniger Jahre spürbar ab gegenüber "harten Währungen". Es ist also nicht so, dass dies wirkich lange Zeit funktionieren kann, ohne dass die Leute es spitz kriegen.

  • Hallo Wilfried!

    Aber wenn der Bankkunde doch eindeutig darauf hingewiesen wird dass die Bank mit einem Teilreservesystem arbeitet und darüber aufgeklärt wird was das für ihn bedeuten könnte, dann handelt die Bank doch moralisch völlig korrekt. Wenn der Kunde dann auf die Nase fällt, selber schuld! So wäre es kein Betrugssystem sondern völlig korrekte Vertragsfreiheit. Aber aufgeklärte Menschen würden so einen Vertrag freiwillig selten akzeptieren und stattdessen lieber zur besseren Konkurrenz gehen.
    Und der libertäre Minimalstaat der auf kommunaler und individueller Selbstverwaltung basiert, kann ja nicht mal eben schnell Unrecht zum Prinzip erheben.


    Ich finde auch das Argument, dass es gegen irgendein "traditionelles" römisches Recht verstoßen würde ziemlich willkürlich. Der Autor des eigentümlich frei Artikels hat das ja selbst schon angedeutet.

  • Hallo Matthias!

    Aber wenn der Bankkunde doch eindeutig darauf hingewiesen wird dass die Bank mit einem Teilreservesystem arbeitet und darüber aufgeklärt wird was das für ihn bedeuten könnte, dann handelt die Bank doch moralisch völlig korrekt. Wenn der Kunde dann auf die Nase fällt, selber schuld! So wäre es kein Betrugssystem sondern völlig korrekte Vertragsfreiheit.

    So einfach ist das nicht.


    Ausgangssituation:
    Das vom Sparer zur Bank gebrachte Geld ist durch eine moralische Handlung entstanden: Durch Arbeitsteilung unter Produktiven. Es bildet eine 'physikalischen Umstand' ab: Bereits geleistete Arbeit und/oder Ressourcen (Rohstofffe).


    Bank:
    In der Bank soll es verwahrt werden und evtl. dürfen die ersparten Ressourcen per Vereinbarung von der Bank weiterverliehen werden um Ertrag für den Sparer zu bringen, wenn die Ressourcen beim Schuldner ihrerseits zur Produktivitätssteigerung beitragen sollen.


    An keiner Stelle wird der moralische Handlungsstrang durchbrochen, der zu Wohlstand führt.


    Teilreservebank:
    Die Bank gibt mehr Berechtigungsscheine auf Ressourcen' aus, als sie selbst unter Verwahrung hat. Auf welcher Grundlage tut sie das?
    - Hat sie vom Sparer der Ressourcen die Erlaubnis dazu?
    - Wo kommen die zusätzlichen (physikalischen) Ressourcen her?


    Weder hat die Bank die Erlaubnis die Einlagen der Sparer durch überemmission zu gefährden, noch kann sie (moralisch erarbeitete) Ressourcen aus dem Nichts schaffen. (Selbst dann wenn die Einverständnis des Sparers vorliegt) Das ist Betrug - genauso wie beim "Kaisers neue Kleider". Dieser Umstand kann durch NICHTS geheilt werden.


    Auch nicht damit, indem die Bank den Kreditnehmer darauf hinweist (oder "aufklärt") was es mit dem Geld (des Kaisers Kleider) auf sich hat. Der Kreditnehmer wird allenfalls selbst auf a-moralische Weise korrumpiert, denn spätestens wenn er das Geld nimmt, wird er versuchen etwas damit zu kaufen - und dabei z.B. den Autohändler NICHT darauf hinweisen, dass das Geld nur teilgedeckt und durch Betrug entstanden ist! Ein typischen "Scharze Peter" Spiel also, bei dem versucht werden muss, den anderen "die Niete" unterzujubeln. Betrug wird nicht dadurch geheilt, indem man sich selbst daran beteiligt!


    Die einzige Möglichkeit moralisch einigermaßen einwandfrei aus der "Nummer" herauszukommen wäre, wenn man z.B. auf dem Teilreservegeld (das ja genau so aussieht wie das Vollgeld, das der Sparer in die Bank gebracht hat) einen Stempel oder Aufkleber der Art anzubringen, wie:


    - Achtung - dieses Geld ist durch Betrug entstanden!
    - Achtung - dieses Geld gefährdet ihren Wohlstand!
    - etc.
    (praktisch den "scharzen Peter" als solchen für alle sichtbar kennzeichnet)


    Nur dann wüssten alle Beteiligte worauf sie sich einlassen - und keiner würde am Spiel / an der a-moralischen Handlung teilnehmen. Den "Warnhinweis" aufzukleben kann man sich jedoch sparen, - wenn man es gleich verbietet. Dann vermeidet man wenigstens den moralisch zweifelhaften, (erlaubten) Versuch der Korruption.


    Das Teilreservesystem korrumpiert jeden der es nimmt, bzw. nehmen muss. Auch uns selbst, da moralische Handlungen immer mehr mit a-moralischen vermengt werden, ohne das man es gleich merkt - oder einfach nur "wahrhaben" will. Teilreservegeld MUSS bekämpft werden!


    Siehe auch Roland Baader: "Wir müssen uns konzentrieren auf den Schlachtruf: Weg mit dem Zwangs-Papiergeld!"
    http://www.youtube.com/watch?NR=1&feature=endscreen&v=i8tcqRBn3D4


    Viele Grüße

  • Hallo Wilfried,

    Die einzige Möglichkeit moralisch einigermaßen einwandfrei aus der "Nummer" herauszukommen wäre, wenn man z.B. auf dem Teilreservegeld (das ja genau so aussieht wie das Vollgeld, das der Sparer in die Bank gebracht hat) einen Stempel oder Aufkleber der Art anzubringen, wie:


    - Achtung - dieses Geld ist durch Betrug entstanden!
    - Achtung - dieses Geld gefährdet ihren Wohlstand!
    - etc.
    (praktisch den "scharzen Peter" als solchen für alle sichtbar kennzeichnet)

    Das ist genau der springende Punkt.
    Der Schein dürfte eben nicht direkt auf Gold/Silber/sonstwas lauten, sondern als Teilreserveschein eher sowas draufstehen haben wie: "Dieser Schein wird von der Bank XYZ dem Überbringer in Gold/Silber/sonstwas eingetauscht, wenn wir noch was davon auf Reserve haben".
    Da würde ich jetzt nicht sehen, warum das Unrecht sein soll (wie du auch schon geschrieben hast).
    Es würde sich natürlich nicht durchsetzen, weil es kein taugliches Wertaufbewahrungsmittel ist. Wenns nach mir gehen würde, könnte man gleich drauf schreiben "Wer das annimmt ist doof" oder "Schwarzer Peter" um bei deiner schönen Analogie zu bleiben ;)


    (Übrigens ist der heutige Betrug nicht der, dass Geschäftsbanken selbst Geld "drucken" könnten, denn das können sie nicht. Es ist noch nicht einmal das Problem, dass sie vom tatsächlichen gesetzlichen Zahlungsmittel, den Zentralbanknoten, nur eine Mindestreserve zurückhalten müssen, um daraus entsprechend Giralgeld[=Kreditgeld, Schuldgeld, kein gesetzliches Zahlungsmittel] "herzustellen". Der Betrug ist, dass das Versprechen lautet, dieses Giralgeld [welches verwirrenderweise auch in Euro geführt wird] wieder vollumfänglich in gesetzliches Zahlungsmittel [=Zentralbanknoten, Bargeld] umzutauschen. Das ist bei einer Teilreserve natürlich nie vollumfänglich möglich. Noch dazu kommt die unheilige Allianz mit der Zentralbank, welche im Notfall als "Gläubiger der letzten Zuflucht" so viel Zentralbankgeld nachschießt, dass die Geschäftsbank wieder auszahlen kann)

  • Sehe ich auch so. Wenn man nicht direkt mit Goldmünzen, Silbermünzen oder irgendeinem anderen realen Wert bezahlt sondern mit Papierquittungen auf reale Werte, dann muss logischer Weise auch drauf stehen in was die Quittung eintauschbar ist und wieviel davon. Z.B. könnte draufstehen: "Die XY Bank zahlt dem Einlieferer dieser Note 10g Gold". Und wenn das so drauf steht, dann muss das auch so sein. Immer! Egal was passiert! Auch bei einem Bank Run!
    Das heißt, eine Bank die soetwas auf ihre Banknoten schreibt, muss aufjedenfall eine 100% Reserve haben sonst macht sie sich eindeutig strafbar. Wenn eine Bank nur eine Teilreserve hat, dann muss auf ihren Scheinen natürlich sowas draufstehen wie "Die XY Bank zahlt dem Einlieferer dieser Banknote vielleeeeeeicht, wenn er Glück hat und wir gute Laune haben 10g Gold. Vielleicht machen wir's auch nicht... Mal gucken! :o)" Dann wäre die Bank ehrlich und alles wäre in Ordnung. So ein Geld würde sich aber nicht durchsetzen da es immer bessere Alternativen gäbe. Und auch der Dümmste würde irgendwann merken dass diese Währung immer mehr an Kaufkraft verliert, während vollgedeckte Währungen immer mehr an Kaufkraft gewinnen.

  • Hallo Wilfried!
    Ich habe versucht die Sache nochmal komplett durchzudenken. Ich habe ein kleines Spiel auf Papier gemacht mit ein paar Banken und Menschen die untereinander handeln. Einmal das Ganze mit Teilreserve und einmal mit Vollreserve.
    Jetzt weiß ich warum sich die Austrians nicht einigen können ob Teilreserve verboten werden muss oder nicht!
    Beim Vollreservespiel bin ich nie auf moralische Schwierigkeiten gestoßen. Da läuft alles problemlos ab. Beim Teilreservespiel wirds aber unter Umständen sehr kompliziert. Vielleicht habe ich nur Denkfehler gemacht, aber ich glaube es gibt in diesem System immer Teilnehmer die mehr oder weniger über den Tisch gezogen werden. Auch dann wenn einige Teilnehmer korrekte Verträge eingegangen sind. Die Teilreserve ist moralisch zumindest sehr fragwürdig. :fie:
    Ich bin zwar der Meinung dass sich die Teilreserve im freien Markt sowieso nicht durchsetzen könnte, aber alleine schon der Versuch einer Bank sowas einzuführen müsste natürlich verboten sein, wenn es umoralisch wäre und auf Betrug basieren würde.
    Kennt jemand noch gute Argumente die für oder gegen ein Verbot sprechen?