Die Schweiz als Vorbild

  • Ich sehe ja auch öfter, dass sich die PdV die Schweiz zum Vorbild nimmt was die Organisation des Staates angeht. Andererseits:


    http://www.tagesanzeiger.ch/sc…-mit-Trick/story/26097253


    "Das Ende der Glühbirne ist längst beschlossen. Bereits im März 2008 erliess der Bundesrat entsprechende Vorschriften. Seither verschwinden die kugeligen Lichtspender stufenweise aus den Verkaufsregalen: Anfang September 2009 kam das Aus für die 100-Watt-Glühbirne, 2010 folgte das Verbot für 75-Watt-Birnen, letztes Jahr traf es die 60-Watt-Birne und ab 1. September gehören die 40-Watt-Modelle der Vergangenheit an. So zumindest sieht es das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vor, das seinen Zeitplan von der EU übernommen hat."


    Das bedeutet, die Schweizer gehen ähnlich von oben herab vor wie die EU auch. Und ich glaube nicht, dass das irgendein Wähler so gewollt hat, dass Glühbirnen gesetzlich verboten werden.



    MfG

  • Als Deutscher der seit über 5 Jahren in Zürich lebt, denke ich, kann ich die Frage sehr gut beantworten. Unsere politischen Eliten, die sich von den Mitteparteien bis nach links ziehen, wollten ja während der Wirtschaftskrise in den 90er Jahren einen möglichst schnellen EWR bzw EG/EU-Beitritt. Nur mit Müh und Not und Dank fulminanten Einsatz der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS) unter Christoph Blocher, konnte der Beitritt durch eine Volksabstimmung verhindert werden. Im Nachhinein wurden aber viele sogenannte „bilaterale Verträge“ abgeschlossen, welche auch des Öfteren eine Übernahme von EU recht vorsehen – wie hier mit dem Glühbirnenverbot. Es ist richtig, dass so, Stück für Stück, schon recht viel der Schweizer Souveränität verloren ging. Dies gilt unter anderem jetzt auch für das Bankgeheimnis, welches langsam löcherig wie ein Schweizer Käse geworden ist. Oder die Anbindung des Schweizer Franken an den Euro. Oder der Verkauf grosser Teile der Schweizer Goldreserven. Die ganz guten Jahre sind also vorbei, die „alte Schweiz“ gibt es in der Form nicht mehr. Auf der anderen Seite sind immer noch viele Elemente der direkten Demokratie intakt. Es gelingt immer wieder aberwitzige politische Beschlüsse über Volksabstimmungen zu verhindern bzw. Gesetzesinitiativen über Volksabstimmungen zu beschliessen. Der politisch-mediale Komplex, den es hier genauso gibt wie in Deutschland, hat bisher noch kein wirksames Mittel gegen dies gefunden. Dies zeichnet die Schweiz immer noch aus. Und hier ist die Schweiz ein würdiges Vorbild für andere Länder! Nicht vergessen: Viel was in der Schweiz schief läuft hat nicht mit der Schweizer Verfassung bzw. der Partizipation der Bürger zu tun sondern mit dem Unvermögen, bos. bzw. „Bilderberghaftigkeit“ des politisch-medialen Komplexes, mit vielen Köpfen darin die von einer „gendergerechten Neuen Weltordnung“ träumen und eine souveräne Schweiz als Hindernis dabei ansehen, dieses Ziel dabei zu erreichen.

  • Freilich nicht. Und wenn das BGE tatsächlich in der Schweiz eingeführt wird, dann werden wir Zeugen des rapiden Untergangs der Schweiz. Aber bevor das wieder alle merken, tritt die Schweiz der EU bei und die EU übernimmt das tolle Konzept des BGE EU-weit. :dash: