Wir leben in einer Demokratie sagt man. Aber eher in einer Diktatur der Freundlichkeit.

  • Ich hatte heute ein kleines Gespräch,wo ein Kollege meinte,das wir in einer Demokratie leben.
    Nun hatte ich ein kleinen Geistesblitz und antwortete wie folgt:


    "Wenn du in einer Demokratie leben würdest, wo hast du bist jetzt mitentschieden? ausser das du bei den Wahlen zwischen einigen Miseren (Parteien) wählen kannst.
    Es gibt ja auch in Dikaturen wahlen!
    Wir hier alle leben mehr in einer freundlichen Diktatur"


    Dann wurden wir beide etwas nachdenklich,und beendeten das Gespräch mit " joa,das kann hinkommen ".


    Das verfolgt mich nun etwas,und nun wollte ich euch mal fragen:


    Leben wir nicht eher in einer freundlichen Diktatur?
    Wo wurde bis heute die klassische Demokratie erfolgreich umgesetzt?


    Ich meine,in einer freundlichen Diktatur wird alles einfach ohne Gewalt durchgedrückt,egal ob das Volk will oder nicht!


    Echte Mitsprache/Mitbestimmung ist was anderes!

  • Den Begriff find ich gut, das kommt wirklich hin. Wobei freundlich auch nicht das richtige Wort ist. Freundlich ist diese Diktatur nur solage, wie man sich ihr nicht wiedersetzt. Ansonsten wirds eher unfreundlich. Ich glaube, Schafsdiktatur triffts dann doch besser.

  • Wenn du dir jetzt die einst mächtigen Diktaturen dieser Welt von Htiler, Stalin und Zedong als Vorbild nimmst, dann kann man schon sagen, dass wir in vergleich zu dennen in einer Freundlichen Diktatur leben. Aber im Grunde würde ich das ganze hier ehr als "scheinheilig" bezeichnen.


    Das die Regierung bisher keine Gewalt im großen Stiel angewand hat, liegt denke ich vorallem daran, dass die meisten Menschen es mit sich machen lassen.

  • Diktatur empfindet man auch nur dann, wenn man die bösen Zeiten erlebt. Wer hier hat schon im Dritten Reich, in Mao's China, oder in der UDSSR unter Stalin erlebt? Diese extremen Diktaturen haben auch nur wenige Jahre existiert. Trotzdem waren die wenigen Jahre verhehrend.


    Zurück zum Thema, ist Demokratie tatsächlich das Heilbringende? Hans Hermann Hoppe sieht das sehr kritisch. Es handelt sich dabei zwar nicht um die Diktatur eines Einzelnen, aber immerhin um die Diktatur der Mehrheit über die Minderheit. Das mag in Ordnung sein, solange es einen Rechtstaat gibt, aber hält sich der Staat überhaupt an Vertäge und Gesetze? Momentan erleben wir zumindest eine Auflösung des Rechtsbegriffs unter Bemühung des Begriffs "Alternativlos". Insofern sind wir von den extremen Zeiten des Staatsmonopols nicht mehr weit weg.


    Was sind die Alternativen? Es gibt viele Ansätze die das Staatsmonopol auf ein erträgliches Maß reduzieren wollen. Das Grundsatzprogramm der PDV zeigt hier den richtigen Weg auf. Vor allem ist dieses Konzept nicht alternativlos, da es jedem Einzelnen die Entscheidung überlässt.

  • Des Teufels größter Trick ist, dass niemand an seine Existenz glaubt.


    So könnte ich unsere Lage bezeichnen. Wir leben tatsächlich in einer Diktatur, da führt kein Weg drum rum, das Kind gilt
    es beim wahren namen zu nennen. Aber in dieser sind deren Grenzen für uns nicht sichtbar. Man macht Politik mit Absicht unnötig
    kompliziert und langatmig, sodass Politikverdrossenheit keine Seltenheit ist. Viele glauben nur Wort für Wort, was in Nachrichten
    und Schulbüchern steht, obwohl sie den Politikern, die den Inhalt bestimmen, misstrauen. Preise steigen und man kann sich immer
    weniger leisten, sodass man mehr arbeiten muss. In unserer Diktatur verschleiert man, wo der Kern des Problems liegt, wer der Feind ist,
    der die Freiheit beschneidet. Man schafft es sogar, unbemerkt die Menschen ihrer Freiheit zu berauben, sodass sie ihren derzeitigen
    ''Standard'' als hingegeben natürlich hinnehmen. Man schafft es sogar, den Menschen, die es nicht durchschauen, selbst die alleinige Schuld
    an ihrem Unglück anzulasten.


    So schafft man es, dass Menschen im Gegensatz zu früher nicht mehr erkennen können, dass sie in einer Diktatur leben. Wenn man nicht weiß,
    wer oder was der Feind ist, wie soll man sich noch wehren?


    Manchmal frage ich mich, wie hoch das Risiko eines erneuten Verlusts der Freiheit (in einem freiheitlichen Deutschland) wäre, wenn die
    Menschen sich an Freiheit gewöhnt haben und sie als was natürliches angewöhnen, wofür es nicht zu kämpfen gilt. Hier ist es zumindest
    bereits geschehen, dass weil die meisten glauben, wie würden noch in einer Demokratie leben, teilweise ignorieren oder nicht mit wachem
    Auge verfolgen, was vor sich geht. Dass nur weil es in Russland, China und Nordkorea viel schlimmer sei (obwohl es dort lediglich nicht verheimlicht wird)
    es bei uns keine Probleme gäbe, die sich nicht von allein wieder legen würden.


    Um diesem pessimistischen, depressiven Beitrag noch einen unterhaltsamen Mindestanteil von 10% beizugeben:
    Zumindest löst unser jetziges System sowie das der USA von allein sowohl das Übergewicht- als auch das Überbevölkerungsproblem,
    da man sich auf langer Sicht dazu kaum noch Essen oder sonstige lebensnotwendige Versorgung leisten kann (1 zu 0 für die Eugenik).

  • Zurück zum Thema, ist Demokratie tatsächlich das Heilbringende? Hans Hermann Hoppe sieht das sehr kritisch. Es handelt sich dabei zwar nicht um die Diktatur eines Einzelnen, aber immerhin um die Diktatur der Mehrheit über die Minderheit. Das mag in Ordnung sein, solange es einen Rechtstaat gibt, aber hält sich der Staat überhaupt an Vertäge und Gesetze? Momentan erleben wir zumindest eine Auflösung des Rechtsbegriffs unter Bemühung des Begriffs "Alternativlos". Insofern sind wir von den extremen Zeiten des Staatsmonopols nicht mehr weit weg.

    Das diese "Demokratie" kritisch ist, wird wohl jeder Libertäre unterschreiben. Lediglich im kleinen hat dieses System eine Chance gut zu funktionieren.
    Wenn ich mich recht erinnere, hat Schachtschneider einmal gesagt, dass eine Diktatur auch dadurch definiert ist, dass sie nicht auf Dauer angelegt ist(nur "vorübergehend" für den Ausnahmezustand...) und wir daher keine Diktatur sondern eine Tyrannis haben. So viel zur juristischen Betrachtung.
    Aber es wird diktiert, was getan werden darf/muss also ist es logisch gesehen eine Diktatur.


    Das mit dem Rechtsstaat ist ein Problem, dass diesem System inherent ist. Niemand trägt die Verantwortung für sein tun, da kann man dann auch die Regeln brechen. Das darf auch gerne bekannt sein (wie beim Lissabonner Vertrag/Maastrichtkriterien), denn niemand wird sie richten.
    Ich glaube also, dass dieses zentralistische Parteiensystem immer dazu neigt den Rechtsstaat zu verlassen.
    Noch dazu blickt mit sicherheit sowieso keiner mehr durch, was denn nun alles Gesetzlich geregelt ist und man vergisst einfach manche Gesetze zu beachten. "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" wird hier absurd, denn niemand (nicht einmal Fachanwälte der einzelnen Themengebiete) verstehen die Gesetze vollumfänglich.

  • Atlas Shrugged/Der Streik kann ich nur jedem empfehlen. Die Monologe über Geld und Freiheit - wären sie nicht so unendlich lange - könnte man jedem Systemling an die Mütze werfen.

  • Es gibt die Möglichkeit, ein Parteiverbot zu verhängen. Sagte ich ''Möglichkeit''? Ich meinte viel eher Knopf, eine Lizenz der Parteien im Bundestag, Konkurrenz auszuschalten.
    Für ein solches Verbot gibt es nicht mal eine Existenzberechtigung!

  • Ok, die Definition auf Knopfdruck, kann ich zugeben, klingt etwas übertrieben. Aber man kann dieses Verbot schon gegen uns anwenden,
    wenn sich auch nur ein Vertreter unserer Partei als ''verfassungs-/rechtswidrig'' erweisen sollte. Oder wenn wir ein ''aggressiv-kämpferisches Verhalten''
    gegen die derzeit bestehende ''Ordnung'' vorweisen sollten. Das kann man dann auf die gesamte Partei übertragen und als Grund nutzen,
    ein Parteiverbot gegen uns zu verhängen. Wieso sonst existiert so etwas undemokratisches wie ein Parteiverbot, wenn nicht um politische
    Konkurrenz für solche Gelegenheiten praktisch aus dem Weg zu räumen (und natürlich würden solche, die gerne ein solches Parteiverbot verhängen
    würden, geduldig warten, bis sich zufällig von selbst eben solche Gelegenheit bietet, sobald wir medial bekannter werden)? Das ist etwa so absurd,
    wie über 60% des deutschen Goldes überhaupt je im Ausland zu lagern.

  • Soweit ich weiß kann eine Partei nur dann verboten werden wenn ihr nachgewiesen werden kann, dass sie zwei Bedingungen erfüllt:
    1. Sie hat eine verfassungsfeindliche Gesinnung.
    2. Sie ist militant und versucht das GG mit Gewalt außer Kraft zu setzen.
    Dass die Parteien im Bundestag versuchen werden einer unliebsamen Konkurrenzpartei solche Gesinnungen zu unterstellen ist natürlich durchaus möglich. Die könnten sich ihrer "unabhängigen" Medien bedienen um die PDV in die rechte Ecke zu stellen. Dann werden in den Nachrichten Begriffe wie "rechtspopulistisch" benutzt werden und man wird "Die Möglichkeit eines Verbotsverfahrens prüfen lassen" etc.

  • Atlas Shrugged/Der Streik kann ich nur jedem empfehlen. Die Monologe über Geld und Freiheit - wären sie nicht so unendlich lange - könnte man jedem Systemling an die Mütze werfen.

    Hallo Thomas!


    ..aus diesem Grund habe ich mir bei etlichen Passagen Randnotizen gemacht und Sätze 'herausgefiltert' und "Reaktionen" erarbeitet, mit denen man die 'Plünderer' konfrontieren kann. Ich habe diesbezüglich schon sehr gute Erfahrungen gemacht: Es ist wie wenn man in einem dunklen Raum, in dem Verbrechen geschehen plötzlich das Licht anmacht. Die vormals scheinbar allmächtige Reden schwingenden "Vampire" schrumpfen plötzlich auf ihre wahre Größe (Kleinheit) und fangen das jammern an, wenn man nicht mehr bereit ist, die stillschweigende Einwilligung für das eigene Opfer zu geben.


    Es ist wie die anderen hier schon sagten und die Rezensionen bei Amazon nicht übertreiben. Das Buch von Ayn Rand kann 'Dein Leben' verändern.


    Es ist wie "Wyatts Fakel" - ein strahlendes Licht in dunkler Nacht. Vieles, was man immer nur "vermutetete", wird nun mit kristallener Klarheit, schneidender Schärfe und gleichzeitiger philosophischer Tiefe offenbar. Man kann einfach nicht mehr zurück, wenn man die Zusammenhänge einmal erkannt hat - und das tut man mit diesem (spannenden) Roman unausweichlich.


    Das Buch müssten noch viel mehr lesen und für jeden jungen Menschen zu Pflichtlektüre gehören bevor er von den Plünderer auf deren Altären ausgesaugt und verstümmelt wird.


    http://www.amazon.de/Der-Streik-Ayn-Rand/dp/3000370943/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1355685904&sr=8-1


    Viele Grüße

  • Angeblich haben über die Hälfte der Amerikaner das Buch gelesen... und anscheinend gleich wieder vergessen, was da drin stand. Wenn dem so ist dann kann ichs echt nicht nachvollziehen. Dennoch: Das Buch ist ein Muss und wenn die deutsche Ausgabe nicht so teuer wäre, würde ich sie zu jedem Anlass verschenken.

  • Ein freundliches Hallo an Alle,


    nach meiner Meinung leben wir in einer Parteiendiktatur und in einer Diktatur der "Politischen Correctness".


    Alle Meinungen die den Herrschenden nicht in den Kram passen werden über diese (politische correctness) mundtot gemacht.
    Hilfreich ist hierbei die mediale Landschaft, die politisch unterwandert und einseitig ist. Sh. "Die SPD-GmbH", die zahlreiche Medien beherrscht.
    Leider ist das so. Ich hege die Hoffnung das mit Hilfe neuer Parteien, auch der PdV, diese Stagnation und der Niedergang unseres Landes noch aufgehalten werden kann.


    Gruß