Das "Monopoly-Problem"

  • Also bei der Verweigerung der Transfergesellschaft im Falle Schlecker hat sich gezeigt, dass eine staatliche Intervention unrentabel ist. Schlecker ist einfach gegen die Wand gefahren worden. Da verbietet es sich aus marktwirtschaftlicher Sicht, mit Steuergeldern die Kette zu stützen.


    Der Staat darf korrigieren, aber nur im vernünftigen Rahmen. Wichtig wäre, den Staat schlank zu gestalten und ihn durch konsequente Konsolidierung aus der Abhängigkeit der Finanzmärkte zu entlassen. Dass Problem ist nur, dass Linke, Grüne und Sozialdemokraten durch ihre Schuldenpolitik diese immanente Abhängigkeit verursachen.

    ''Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst!''- Abraham Lincoln

  • Leider wird bei Diskussionen über den "bösen Kapitalismus" regelmäßig und völlig verfehlt Finanz- und Realwirtschaft in einen Topf geworfen. Man haut auf den (überregulierten) Kapitalismus, der Realwirtschaft drauf, der immer noch unseren Wohlstand generiert, wobei man eigentlich immer die außer Rand und Band geratenen planwirtschaftlich beeinflussten Finanzmärkte und das sozialistische Geldsystem meint, - das aber nie benamt wird.

    Das ist ein sehr guter und wichtiger Punkt.
    Die Finanzwirtschaft läuft ja nicht Kapitalistisch ab. Die Mindestreserve ist staatlich gedeckter Betrug und die Sozialisierung ihrer Verluste ist sozialistisch. Eine Zentralbank ist zentralistisch/planwirtschaftlich.
    Das Geldmonopol ist m.E. das bösartigste überhaupt und kapitalistisch betrachtet so nicht zulässig und am freien Markt auch nicht haltbar.

    Der Staat darf korrigieren, aber nur im vernünftigen Rahmen.

    Dieser Rahmen hat aus libertärer Sicht die Höhe Null und die Breite Null.
    Sprich: Der Staat darf nicht korrigieren. Bzw. er kann und wird dieses nie "vernünftig" machen.
    Daher fällt diese Option zur Monopolverhinderung aus.
    Der Österreichischen Schule kann man auch entnehmen, dass dies garnicht notwendig ist (wie weiter oben schon besprochen).

  • ... Unklarheit auf zwei Ebenen: a) als Hinterfragung eines Theorems oder b) als Meinungsaustausch. In keinem der beiden Fälle verstehe ich die Argumente der Foristen und frage mich deshalb, was der Forumsbeitrag bezwecken soll- wo ich sowieso den "Ursprungstext" zu 'Monopoly-Problem' von Zink nirgends finden kann... Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

  • ... Unklarheit auf zwei Ebenen: a) als Hinterfragung eines Theorems oder b) als Meinungsaustausch. In keinem der beiden Fälle verstehe ich die Argumente der Foristen und frage mich deshalb, was der Forumsbeitrag bezwecken soll- wo ich sowieso den "Ursprungstext" zu 'Monopoly-Problem' von Zink nirgends finden kann... Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?


    Hallo,
    der Threadersteller hat nach der Meinung der PDV zur Monopolbildung geftagt. Dabei führte er an, dass es wie bei Monopoly verlaufen würde, dass am schluss einer alles besitzt.
    Dass das so nicht stimmt wurde in den ersten beiden Antworten erklärt.
    Ich führte dann noch weitere Punkte an, die einer Monopolbildung in freier MW entgegenwirken.
    Davon wurde einem Punkt (Bürokratie) widersprochen und statt dessen Stabilität vs Effizienz als Punkt angeführt.
    Dann wurde die Frage gestellt, ob nicht zu große Geschäfte (Bauunternehmen) nur sehr schlecht Konkurrenz zulassen, weil sie hohen Aufwand erfordern. Das wurde behandelt.
    Nun kam noch die Frage auf, ob nicht der Staat doch besser ein bisschen eingreifen soll.
    Dem habe ich widersprochen.


    Soweit scheint mir das eine normale Diskussion zum Thema 'Monopol' zu sein, die mehrere Aspekte abdeckt.
    Was mit meinem 'Ursprungstext' gemeint ist verstehe ich grad nicht... Auf der ersten Seite dieses Threads habe ich den 4. Beitrag verfasst, wenn das gemeint ist.


  • Mit ''Der Staat darf korrigiern'' meinte ich auf gesetzlicher Basis, nicht auf wirtschaftlicher. Glaub mir, ich kenne die Theorien.


    Wenn ich vom Banken- und Zinssozialismus im System rede, schütteln die Leute immer ungläubig den Kopf. Was wir hier haben, ist kein sterbebereiter Kapitalismus, sondern ein Sozialismus, der um Gnadenschuss bittet. Das geht bei Bankenschulden weiter. Schulden privatisierter Banken werden vergemeinschaftet, womit der Steuerzahler in Haftung genommen wird. Solche Instrumente führen uns zur Erkenntnis, dass wir durch die ganzen Schulden mehr und mehr auf das Geld der Banken angewiesen sind. Damit werden weitere Schulden verursacht.


    Aber es gibt neben der bereits angesprochenen Vermengung von Real- und Finanzwirtschaft ein weiteres Problem. Da fordern SPD, Grüne und Linke eine Anhebung des Spitzensteuersatzes. Solche Steuern belasten bereits das 1,4 fache des Druchschnittseinkommens und belastet den in der SPD-Zeit ausgepressten Mittelstand wieder. Solch fiskalpolitischer Dilletantismus setzt sich immer stärker in den Köpfen der Menschen fest. Genauso wie die Utopie, dass eine Umverteilung durch Vermögensabgaben, die übrigens Eigenkapital angreifen, unsere strukturellen Probleme lösen.


    Ich mein, wer das beste Beispiel für Schulden und systemischen Sozialismus sehen will, kann sich die USA anschauen. Obama produziert immer neue Schulden und reitet damit den Staat in einen Sumpf, der durch die Fiskalklippe nur hinausgezögert, aber nicht trockengelegt wurde.


    Zu ihrem oben genannten Punkt: Wieso ist eine Mindestreserve Betrug?

    ''Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst!''- Abraham Lincoln

  • Hallo MiltonRotbart,
    dann hab ich das nur falsch verstanden.
    Ich glaub zwar nicht, dass wir das in diesem Thread vertiefen sollten (weil OffTopic), aber:
    Banken verleihen einen Teil der Sichteinlagen, die jederzeit vom Anleger abhebbar sind.
    Die Bank bewahrt diese Einlagen also nicht als Sichteinlage auf.
    So kann ein Anleger durch Spekulationen der Bank seine Sichteinlagen verlieren, obwohl es eigentlich jederzeit abrufbar sein müsste.
    Außerdem kann die Bank durch die MR die Geldmenge erhöhen (was vllt nicht unbedingt Betrug ist, aber schlecht).


    Da das eigentlich nicht zum Thema dieses Threads gehört sollten wir, falls gewünscht, einen anderen/neuen Thread dafür benutzen.