• So steht es in Wikipedia:

    Zitat

    Für die Gründungsversammlung am 30. Mai 2009 wurde aus symbolischen Gründen das Hambacher Schloss gewählt, das wegen des Hambacher Festes als Ursprungsort der Demokratiebewegung in Deutschland gilt.


    Zitat

    Vor allen aber sei es eins in Liebe untereinander, und immer sei es eins gegen den auswärtigen Feind.

    Selbst das ist ja nicht gegeben. Bis heute haben die Deutschen ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Nation. Mir ist aufgefallen, dass man sich gerne mit seiner Region identifiziert, andere Regionen hingegen verspottet für ihren Dialekt, und behauptet, dies seien garkeine Deutschen. Bayern, Schwaben, Sachsen usw. Aber nie würden sie auf Deutschland stolz sein oder andere Länder verspotten. Und das ist krank. z.B. redet kaum jemand über den ESM, durch den ja Geld an andere Länder gezahlt wird; aber wie oft hört man die Westdeutschen über den Soli fluchen? Und das ESM-Kontingent ist so hoch wie der Soli bis heute gekostet hat. Also: Solidarität nur international, nicht aber fürs eigene Volk (wenn Ostdeutsche überhaupt als Teil dessen anerkannt).
    Und Österreicher werden erst recht nicht als Deutsche empfunden, auch nicht Schweizer und Südtiroler. In Österreich selbst hat man seit 1945 versucht sich einzureden, eine eigene Nation zu sein, nannte das allen ernstes "Willensnation". Kann man da von Liebe untereinander sprechen, wenn die Menschen ihre eigenen Volksgenossen verleugnen? :stick:

    Zitat

    Es sei von Inland und Ausland unter deutschen Staaten überhaupt keine Rede mehr.

    okay, das wär ein Anfang, lasst uns anerkennen, dass Österreich und die Schweiz nicht nur deutschsprachige, sondern deutsche Staaten als Teil der deutschen Nation sind, und sie auch nicht als Ausland bezeichnen. :beer:

    Zitat

    eins, daß mein Reisekoffer durch alle sechsunddreißig Staaten ungeöffnet passieren könne. Es sei eins, daß der städtische Reisepaß eines weimarischen Bürgers von dem Grenzbeamten eines großen Nachbarstaates nicht für unzulänglich gehalten werde, als der Paß eines Ausländers.

    Man muss aber dazu sagen, dass dies erst seit 1995 so ist, als Österreich der EU beigetreten ist. Zwischen 1945 und 1995 liegen immerhin 50 Jahre, in denen man nichts für eine Vereinigung getan hat, obwohl man ja auch nicht ahnen konnte, dass es sich auf dem Umweg der EU erfüllen würde.

    Zitat

    Es sei eins, daß der deutsche Taler und Groschen im ganzen Reich gleichen Wert habe

    das sogar erst seit 2002. Und die Schweiz gehört nicht zur EU, also andere Währung und Grenzkontrollen. :search:

  • Das Gedächtnis der Menschen reicht nur bis zu seiner Geburt. Folglich ist es ein Segen wenn Menschen aus den Fehlern der nicht selbst erlebten Vergangenheit lernen.


    Ein Wort zur Organtheorie des Staates (bei dem Goethetext angesprochen). Diese Theorie stammt aus den griechisch/römischen Staatswesen und wurde benützt um die Sklavenhaltung und Diskriminiereung von Bevölkerungsgruppen zu rechtfertigen. Wozu diese Organtheorie diehnt sollte jedem klar sein, der sich unserer heutiges Staatswesen anschaut.


    Hegel fand großen Anklang an der Organtheorie und das Hegel´sche Staatssystem baut auf einen starken hierachischen Staat mit einer kleinen elitären Lenkergruppe. Es ist ebenfalls kein Zufall das unserer heutiges System ein starker Ausdruck und Folge Hegel´schen Denken ist. Zitat Hegel: »Die Ungleichheit des Reichtums macht es, daß er gegönnt wird, wenn große Abgaben gegeben werden.«


    Als ein befürworter Kant´s kann ich hier nur warnen, nicht dem Gift der großen Namen zu erliegen und seinen Verstand selbst zu gebrauchen. Noch dazu, das von Löwe, Frederic Bastiat genannt hatte(!), der als der große Entlaver der Staatsfiktion gelten könnte. In Bastiats Worten "Der STAAT ist die große Fiktion, nach der sich JEDERMANN bemüht, auf Kosten JEDERMANNS zu leben."

  • Ein Nachtrag zum Soli (da das Wesen des Soli´s anscheinend immer noch unbekannt ist):


    1. Der Soli wird von jedem in Ost und West gezahlt.
    2. Er ist nicht zwecksgebunden und wandert ungefiltert in den Staatshaushalt
    3. er gelangt prozentual in jeden Teil der Staatsausgaben.
    4. Der Soli wurde noch nie zwecksgebunden den Aufbau Ost verwendet.
    5. Die eingenommen Summen sind eine schlichte Mehrsteuer für jeden von uns an den Bundeshaushalt.


    Die Moralkeule Solidarität mit den "armen neuen Staatsgenossen" ist das Feigenblatt für eine simple Steuererhöhung. Als Ostdeutscher kann ich nur dringend für die Abschaffung dieses "Solidaritätszuschlages", nein das wäre das falsche Wort, für diese Steuererhöhung sein.

  • Ich verstehe kein Wort. Was ist die Organtheorie??? Und was hat unser heutiges Staatswesen und Frederic Bastiat damit zu tun?

  • Der Bezug war der Text Goethes von Adrian Schmitz.
    Die Organtheorie meint, das der Staat einem Körper ähnelt. Es gibt das Herz, das Gehirn, das zum Beispiel die Arme und Beine steuert und versorgt. Entsprechend gibt es im Staat einen Gruppe aus Staatslenkern, die die Arbeiter (Hände und Füße) in die richtigen Zielsetzungen befielt. Nach dieser Theorie ergibt sich ein natürlicher Machtanspruch der höheren Organe über die niederen, da diese geführt werden müssen. Zur Ehrenrettung wird immer angeführt, das natürlich einzelne Organe nicht lebensfähig sind und nur in Summe funktionieren.


    Ich sehe daher Goethe in dem erwähnten Zusammenhang sehr kritisch.



    Unser heutiges Staatswesen hat leider sehr wenig mit Bastiat zu tun. Ich hatte mich nur gefreut das er aufgeführt wurde.

  • das könnte für die freie Wirtschaft schlecht sein wenn die Kommunen alles selbst bestimmen können: Zölle, Bürokratie, Auflagen. Denn man darf 1. nicht davon ausgehen, dass in den Stadträten überall eine PDV-FDP-Koalition regiert, 2. dass den Bürgern umfassende Mitbestimmung gewährt wird und 3. Die Bürger mehrheitlich gegen Interventionen stimmen. Weil sie es nicht besser wissen, könnten die Kommunen Schutzzölle einführen, um regionale Arbeitsplätze zu schützen oder zu schaffen. Auf diese Weise erlebt dann der gesamte deutsche Wirtschaftsraum eine neue Pervertierung.

    Wieso? Wenn Köln den Sozialismus einführt, freut sich Düsseldorf über qualifizierte Zuwanderer - und so hoch kann man den Zoll auf Kölsch garnicht ansetzen, daß es sich rentieren würde, jeden Bierlaster zu kontrollieren, der die A57 oder die A59 oder die A3 raufkommt - die Einrichtung der Checkpoints wäre schlicht unwirtschaftlich.


    Löwe, Du tust die ganze Zeit so, als wäre die Reichsgründung durch Bismarck 1871 ein Glücksfall für die deutschen Länder gewesen. Das war nur in militärischer Hinsicht so. In Sachen "Dichter und Denker" wurde die Gründerzeit recht bald danach durch Geldmonopol, Patentmonopol, Eisenbahnmonopol, reichsweit einheitliches, restriktives Copyright, usw ect pp abgewürgt...
    ... lauter Dinge, die sich in einem zentralistischen Reich leichter durchziehen lassen als in dem lose verbundenen Flickenteppich, der sich "Deutscher Bund" nannte.


    Die NRW-Landesregierung hat der Stadt Remscheid verboten, ein Factory-Outlet-Center anzusiedeln. Der Stadt Wuppertal wurde verboten, einen IKEA-Home-Park anzusiedeln. Die SPD-Landesregierung schaut lieber auf ihre Klientel im Ruhrgebiet. Im Grunde wäre das Bergische Land ein perfekter Kandidat für eine Sezession: die Städte könnten vernünftig entscheiden, ohne sich vom Land reinreden zu lassen. Nur wird die schwarz-rote Koalition im Stadtrat nie den nötigen Mumm entwickeln.

  • das sogar erst seit 2002. Und die Schweiz gehört nicht zur EU, also andere Währung und Grenzkontrollen. :search:

    Umgekehrt. Zu Goethes Zeiten gab es den gleichen Sch... wie heute:nominal die gleiche Währung, aber herausgegeben von verschiedenen Banken. Genau wie sich heute langsam zeigt, daß ein € mit Eule hinten drauf irgendwie doch weniger wert ist als einer mit Adler, zeigte sich damals, daß es Reichstaler gab, die weniger Silber enthielten als der in Hamburg geprägte. Die "Mark Banco", in der die Hamburger Bank ihre Konten führte, löste dies Problem lange vor der Reichsgründung: wer immer einen Scheck dieser Bank einlöste, wußte, daß auf dem entsprechenden Konto in Hamburg tatsächlich für jede Mark 8g Silber hinterlegt waren. Und von 1949 bis 1999 wiederum war die DM auch bei einem österreichischen Geldwechsler / Bankier exakt gleich viel (z.B. Silber) wert wie bei einem Hamburgischen oder Schweizerischen.


    Die Idee, daß ein Dutzend Zentralbanken alle die gleiche Währung herausbringen, war schon vor 200 Jahren gescheitert.

  • Zitat

    Löwe, Du tust die ganze Zeit so, als wäre die Reichsgründung durch Bismarck 1871 ein Glücksfall für die deutschen Länder gewesen.


    Zumindest was die Freizügigkeit angeht. Und vor der Reichsgründung haben sich die Länder wohl kaum aus der Wirtschaft rausgehalten. Ich bin eben der Meinung, dass der Staat sich unabhängig von seiner Fläche aus der Wirtschaft raushalten soll und auch kann. Dass das Bismarcksche Reich nicht liberaler ausgerichtet war, heißt nicht dass es so kommen musste. Guck dir Amerika an: das zweitgrößte Land der Welt, und trotzdem DAS Land der Freiheit und des Kapitalismus. Sonst müssten ja auch alle großen Länder arm und alle kleinen Länder reich sein, was ja mit nichten so ist.


    Außerdem ist mir noch was aufgefallen. Es ist wohl kaum ein Zufall, dass das Parteiprogramm der PDV am 17. Juni beschlossen wurde, dem Gedenktag der deutschen Teilung. Und es endet mit der Aussage "Wir sind das Volk", was ja auch aus der friedlichen Revolution bekannt ist.

  • Wie groß ein Land ist spielt auch keine Rolle solange das Land libertär und subsidiär von unten nach oben aufgebaut ist. Mit dem Individuum als oberstem Souverän über sich selbst und der Kommune an zweiter Stelle. Darüber können dann noch weitere Ebenen folgen (Bundesland, Bund, internationaler Staatenbund etc.). Müssen sie aber nicht! Wichtig ist, dass die politische Macht von unten nach oben hin abnimmt und nicht andersrum. Alles was die oberen Ebenen zu entscheiden haben, sind die Dinge die untere Ebenen freiwillig zu ihnen nach oben delegiert haben. In so einem System kann es natürlich ruhig eine EU geben oder sogar eine Weltregierung, aber die hätten nur sehr wenig zutun weil untere Ebenen das meiste selbst regeln würden. Überspitzt ausgedrückt würden in Brüssel nur ein paar Leute sitzen die 95% des Jahres mit Däumchen drehen beschäftigt sind. Größere Mengen Steuergelder würden nur dann mal soweit von unten nach oben geleitet werden, wenn ein großes übernationales Projekt realisiert werden soll (selbstverständlich auch von unten in Auftrag gegeben!)

  • Zumindest was die Freizügigkeit angeht. Und vor der Reichsgründung haben sich die Länder wohl kaum aus der Wirtschaft rausgehalten. Ich bin eben der Meinung, dass der Staat sich unabhängig von seiner Fläche aus der Wirtschaft raushalten soll und auch kann. Dass das Bismarcksche Reich nicht liberaler ausgerichtet war, heißt nicht dass es so kommen musste. Guck dir Amerika an: das zweitgrößte Land der Welt, und trotzdem DAS Land der Freiheit und des Kapitalismus.

    Diejenigen Fürsten des Deutschen Bundes, bei denen die Industrie boomte, hielten sich sehr wohl aus den Details der Unternehmensführung heraus - teils, weil die Fürsten sich garnicht erst eingebildet haben, etwas davon zu verstehen, teils, weil sie es als unter ihrer Würde betrachteten, sich mit diesem "Krämerkram" zu beschäftigen. Was die Freizügigkeit betraf, war diese für all jene gegeben, die nicht als leibeigene Bauern "an die Scholle gebunden" waren. Jeder Fürst freute sich über jeden Einwanderer, denn eine "Einwanderung in die Sozialsysteme" war vor Bismarck nirgends zu befürchten - die ehrenamtlichen Armenhelfer z.B. des "Elberfelder Systems" kannten ihre Klienten persönlich, damals war "fördern und fordern" noch keine leere Floskel.


    Was die USA betrifft: im Zuge des Krieges gegen die Südstaaten hat Lincoln erhebliche Machtbefugnisse nach Washington DC geholt, die vorher ausschließliche Zuständigkeit der Bundesstaaten waren. Dennoch sind die USA heute noch föderaler und subsidiärer organisiert als die EU, die in Brüssel grundsätzlich all das regelt, wofür sie gerade NICHT zuständig sein sollte. (Wofür ist ein Staatenbund nützlich? Verteidigung nach außen, aber dafür ist bei den meisten EU-Ländern die NATO zuständig...)

  • Zitat

    Dennoch sind die USA heute noch föderaler und subsidiärer organisiert als die EU

    Eben. Deswegen kann man auch nicht pauschal sagen, dass sich Deutschland nach Anschluss der umliegenden deutschen Sprachgebiete automatisch zentralisieren würde.

  • Eben. Deswegen kann man auch nicht pauschal sagen, dass sich Deutschland nach Anschluss der umliegenden deutschen Sprachgebiete automatisch zentralisieren würde.

    Die USA sind zentralistischer geworden, nachdem Abe Lincoln die Unabhängigkeit der Südstaaten verweigert und diese im Bürgerkrieg wieder annektiert hat. Jede Annexion von Gebieten hat in der Geschichte zu mehr Zentralismus geführt, vergleiche nur die Bonner Republik 1949-1989 mit dem heutigen, vermerkelten Deutschland. Deutschland ist wieder preußischer geworden, und das ist der Grund, warum es die PDV braucht und die alte Tante FDP nicht mehr reicht.

  • Der BRD GmbH Quark ist stuss. Wir leben in einem Staatsgebilde, Staaten sind immer künstliche Konstrukte, immer. Desweiteren ist das deutsche Reich Geschichte und in Deutschland will es auch mit Sicherheit keiner zurück. Kriege gehen verloren und die neue Generation schaut nach vorne, zieht ihre Kinder auf und diese haben mit der Vergangenheit im Grunde nichts mehr zu schaffen.
    Wir sollten uns auf das heute, hier und jetzt konzentrieren und nicht alten Zeiten nachheulen.^^


    Freimaurer lenken die Welt? Auf jedenfall lenken einflussreiche Personen und Familien extrem die weltgeschichtliche Entwicklung. War doch immer so. Im alten Rom haben sich die Patrizier auch in ihren Villen getroffen und gegeneinander konspiriert. Nur wenn das große Spiel in Gefahr war, ging man kurzzeitig Hand in Hand. Das ist heute nicht anders. Die Masse der Menschen wird als "Nutzvieh" betrachtet und gelenkt, Medien sei dank.
    "Nichts in der Welt passiert zufällig!"


    Zum Thema:
    Gibt es ein deutsches Volk? Ich sage nein, es gibt deutsche Völker, aber kein Volk für sich. Und wen dann ist es halt auch wieder ein künstliches Konstrukt. Es gibt Schwaben, Bayern, und Sachsen, aber keine Württember oder Schleswig-Holsteiner. Das sind Benennungen nach dem Herkunftsgebiet. Und Gebietsgrenzen wurden ja auch künstlich erschaffen.


    Was ist des deutschen Vaterland? Ist es Preussenland oder Schwabenland?
    ...
    Was ist des Deutschen Vaterland?
    So nenne mir das große Land!
    So weit die deutsche Zunge klingt
    Und Gott im Himmel Lieder singt,
    Das soll es sein!
    Das, wackrer Deutscher, nenne dein!


    Solange sich Schweizer für Schweizer halten und Österreischer für Öschis gibt es kein "Einiges deutsches Volk". Davon abgesehen, hängt das persönliche Glück von der größe des Landes und der Bevölkerungsmasse ab?

  • Löwe
    ??


    was hat das mit der italiänischen Sprache zu tun?
    Es ging mit beim Video primär um die Entwicklung der heutigen italiänischen Sprache, da es ein von dir gebrachtes Beispiel war, welches bei genauerer Betrachtung nicht wirklich haltbar ist.
    Der Zusammenhang des Video´s ist für mich unrelevant, da es mir darum nicht geht.
    Bitte bei Fakten bleiben.

  • soviel zum Thema PDV und Verschwörungstheorien. Glaubst du etwa auch, dass die BRD eine GmbH ist und du Bürger des Deutschen Reiches bist? :lol: Und dann noch diese altbackenen Klischees über Freimaurer. :D

    Zuerst ignorierst Du sie, dann lachst Du über sie, dann bekämpfst Du sie und dann verlierst Du...


    Von so einem altbackenen Pseudo-Bildungsbürger hätte ich ein wenig mehr Forenkultur erwartet.

  • @sockrattes: was hat das Lied mit deiner Meinung zu tun? Es entstand zu Zeiten Napoleons aus der Bürgerrechtsbewegung, und beschäftigt sich mit der Frage, welche Gebiete in ein angestrebtes deutschen Reich gehören. Keineswegs ist die Botschaft, dass man auf staatliche Einheit verzichten und es bei Einheit/Gemeinsamkeiten im Geiste belassen soll. In dem Lied komen übrigens auch die Passagen vor "Ist´s Land der Schweizer ist´s Tirol? Das Volk und Land gefiel mir wohl" und "Gewiss es ist das Österreich, an Taten und an Siegen reich" und "Ist´s Bayerland, ist´s Staierland?"

    Zitat

    Es ging mit beim Video primär um die Entwicklung der heutigen italiänischen Sprache, da es ein von dir gebrachtes Beispiel war, welches bei genauerer Betrachtung nicht wirklich haltbar ist.

    Dieses Video ist so unseriös, dass ich auch dieser Behauptung nicht traue. Dort geht es nur darum eine Verschwörung von Freimaurern, "Republikanern" und Nationalstaatlichkeit zu unterstellen, welche in Wahrheit ja allesamt aus der Aufklärung hervorgingen, sodaß man sich als Libertärer fragen sollte, ob man diesen Verschwörungstheoretikern auch nur ein Wort glauben sollte; wobei die meisten hier anscheinend nicht viel von der Aufklärung halten, obwohl aus ihr die geistigen Wurzeln der PDV und des Liberalismus stammen.


    Im Übrigen mache ich keinen Hehl daraus, dass sich die deutsche Hochsprache erst im Laufe der Zeit als Konsens relativ verschiedener Dialekte entwickelt hat, und das wird im Italienischen ähnlich gewesen sein. Schlimmer ist wohl was z.B. Frankreich, England und Spanien gemacht haben, durch Eroberung und Volkspädagogik ihre Sprache/Kultur auszuweiten, was ja teilweise heute noch sichtbar ist (Basken, Katalonier, Korsen, Bretonen, Elsässer, Waliser, Schotten, Nordiren). In Deutschland und Italien hingegen hat nicht der Staat das Volk geschaffen sondern umgekehrt. Und dass sich die Dialekte mit Entwicklung der Medien, Kommunikation etc. angleichen, ist völlig normal.

  • Hi Löwe, nun die Befreiungskriege haben den Nationalismus und Patriotismus extrem beflügelt. Vielleicht kann man diese Zeit, Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Hochzeit dieses Strebens ansehen. Und damals wurden viele Lieder und Gedichte verfasst welche die deutsche Nation in Rosen schmückten und als was "Überlegenes" darstellten. Wir dürfen nicht vergessen, Waterloo wurde durch deutsche Soldaten gewonnen. Wellington hatte sehr viele deutsche Truppen befehligt und die Preussen unter Blücher (Marschall Vorwärts) gaben Napoleon den Rest.
    Aber ich persönlich sehe mich eher als Schwabe, den als Deutscher. Meine Heimat ist da wo ich lebe, nicht worüber andere singen. Woanders kommt man sich so verloren und Fremd vor.


    Die Schweizer wollen für sich sein, die Österreicher ebenso. Wir hatten mal einen großes, sehr starkes Land (1871 - 1918), aber was ist daraus geworden? Alles ist vergänglich. Die nationale Selbstbestimmung ist mir auf jedenfall lieber als diese EU-Faschisten. Aber auf Zentralregierungen hätte ich absolut keinen Bock mehr. Mir ist es nach kommunaler Selbstverwaltung und größtmöglichster Freiheit des Individuums.
    Achja, meine "Deutsche" Einstellung: In Friedenszeiten sind wir Sachsen, Bayern, Schwaben usw. Sobald uns aber ein anderer Böses will, sollten wir zusammenrücken und als "Deutsche" das verteidigen woran wir glauben und die die wir lieben.


    Wenn die Schweizer und Österreicher mit uns einen Bund eingehen wollten, dann sollten sie es dürfen. Aber soviel ich weis haben die Schweizer eine teilweise sehr schlechte Meinung von Deutschen. Ein Freund von mir arbeitet als Techniker in der Schweiz und meinte, viele Schweizer wollen nicht daß ihre Töchter einen deutschen Freund haben.