Dystopien = Kapitalismuskritik?

  • die beste Dystopie: 5

    1. 1984 (2) 40%
    2. eine andere (2) 40%
    3. Fahrenheit 451 (1) 20%
    4. Brave New World (0) 0%
    5. Soylent Green (0) 0%
    6. Uhrwerk Orange (0) 0%
    7. Planet der Habenichtse (0) 0%
    8. V wie Vendetta (0) 0%

    Dystopien sind für dieses Forum durchaus interessant, denn bei vielen ist es offensichtlich, dass sie libertäre Gesellschaften kritisieren. Was fällt euch dazu ein?

  • Rein filmisch gesehen finde ich "Watchmen" und "Sin City" sehr ansprechend (Ursprungsliteratur habe ich mir noch nicht zu Gemüte geführt).


    Wäre die Frage, ob die Deiner Definition von Dystopie entsprechen, weil beide schon hart an der Realität segeln... ;)

  • Ich hoffe das ist nicht zu sehr Off-Topic:
    In Devil May Cry 5 (Videospiel) wir die Welt von einem Dämon mittels Schuldgeldsystem, Propaganda und Bewusstseinsbeeinflussenden Drogen unterjocht.
    Es ist m.E. der einzige Teil der Serie, der das macht und danach richtet sich die Geschichte nicht so wirklich, aber immerhin passt es.

  • Diese Dystopien sollen "libertäre" Gesellschaften kritisieren? Also ich habe 1984 und "Schöne neue Welt" gelesen und fand beide großartig. Allerdings existiert in beiden Romanen ein riesiger Staatsapparat der das gesamte Leben der Menschheit steuert. In "Schoene neue Welt" wird sogar die Fortpflanzung staatlich reguliert, also sind die beiden Storys wohl eher typische sozialistische Endzeitszenarien. ?(
    (Bei 1984 nennt sich das ganze ja sogar engsoz -> englischer Sozialismus)

  • Zitat

    also sind die beiden Storys wohl eher typische sozialistische Endzeitszenarien.

    Bei 1984 ist das so. Aber es gibt viele die sich gegen Kapitalismus wenden. Vor allem Öko-Dystopien, z.B. Soylent Green.

  • Hm, unter Dystopien kann ich mir das HEUTE vorstellen, oder eine Tatsache, die mich seit deren Erkenntnis mit gemischten Gefühlen deprimiert. Nämlich, dass selbst wenn eines Tages ein libertäres Deutschland durch Freiheit erkämpft wird, ist dies unweigerlich nur von begrenzter Dauer. Klar, wenn wir uns ganz doll Mühe geben, könnten wir dafür sorgen, dass mit etwas Glück sich hier die Freiheit ein- oder zweihundert Jahre lang halten könnte. Doch spätestens nach ca. 500 Jahren (oder gar nach wenigen Generationen) würden die Menschen hier die Freiheit wieder vernachlässigen und als natürlich gegeben annehmen, oder Sie sehnen sich in ihrer Dummheit bzw. Täuschung einfach nach was "Neuem". Dies stellt dann erneut denn Dünger dar, die Menschen unter absurden Vorwänden ihrer Rechte zu berauben und Oligarchien/Tyranneien einzuführen. So kommt es also auf ewig in der Menschheitsgeschichte zum Wechsel zwischen Freiheit und Unterwürfigkeit, es ist eine Maxime wie der Wechsel von Tag und Nacht.
    Dies stellt natürlicherweise aber auch unseren Kampf um Freiheit in Frage, dessen Sinn auf die Probe.