Vermögensverteilung in Deutschland

  • Bei der Diskussion um H4 ist mir eines bewusst geworden. in meiner Studentenzeit haben einige Bafög bekommen, und die mussten davon ihre Wohnung abbezahlen. Studentenwohnungen sind sicherlich billiger als andere, aber besagten Studenten blieb nicht mehr als der gängige H4-Satz.
    Von denen hört man aber kein Gejammer.


    Bei denen ist es auch zu großer Wahrscheinlichkeit nur vorübergehend und nicht mit der Schikane von H4 belastet.

  • Neo-(=Neu, Jung oder besser Pseudo)Liberalismus (freiheitlich). Dies ist, seit längerem, die neue Ausrichtung der "Schein-Liberalen" (z.B. die FDP-Honks) im Richtung Sozialismus. Daher auch die bessere Definition das Begriffs "Neo" als Pseudo. Jemanden was wegzunehmen um es anderen dann zu geben, ist und bleibt einfach Diebstahl. Das verstehe ich unter Sozialismus.
    Ich bin nur wegen Ihren Äußerungen stark verwundert im Hinblich auf Agenda 2010 (der pure Staatssozialismus). Ansonsten sehe ich es genauso wie Sie, es gibt keinen anstrengungslosen Wohlstand (wie auch immer man diesen definieren will).
    Was es aber auch nicht geben darf ist Ausbeutung und Versklavung der Unterschicht, nur weil einige dieser Menschen keine Bildung genossen haben. Und der Sozialstaat hatte am Anfang auch halbwegs funktioniert, daher gibt es heute soviele Anhänger der alten Parteien. Die Glauben an "die gute alte Zeit" und das diese wiederkehrt.


    Die Ausrichtung unserer Wirtschaft auf den Export ist ein sehr gefährliches Unterfangen. Durch die Agenda 2010 wurden letzendlich die Weichen hierfür gestellt um billige Arbeitskräfte (niedrig Qualifizierte) der Exportindustrie als billige Arbeitsmasse zu zuschieben und bei "Verbrauch" zu entsorgen. Senkung von Lohnnebenkosten ist letztendlich Senkung der Löhne. Wobei das Wort Nebenkosten wieder eine verdummtölpelung der Masse ist. Es handelt sich um Lohnzusatzkosten, letztendlich zahlt der Arbeitgeber ja alles und diese Kosten werden direkt dem Arbeitnehmer zugerechnet. Mit anderen Worten: Sein Bruttolohn ist nochmals ca. 25% höher als auf dem Lohnzettel ausgewiesen. Daher auch die Aussage der Staat "klaut" einem über 50% des Lohns, gezeigt werden einem aber nur die "eigenen Anteile" an den Sozialabgaben.


    Zuletzt kann ich nur sagen, wir leben in einem stark sozialistischen System. Subventionen (ca. 140 Milliarden pro Jahr!), Korruption (auch Postenschieberei gehört hier dazu), Enteignung (=hohe Steuern), Zwangsmitgliedschaften (GEZ, IHK, HWK) und handeln ohne Rechtsgrundlage bzw. Hinbiegen des Rechtes wie man es gerade braucht. Die BRD hat die DDR geschluckt? Kommt mir irgendwie anders vor.

    Was mich doch stark irritiert, dass du und Matthias Polanski sozialistische Rhetorik wählt( Verfügungsmasse, AG2010 zynisch, Ausbeutung der Massen, Armut, Sozialsstaat, Lohnsklaverei), obwohl ihr gegen den Staatssozialismus zu argumentieren versucht.
    Ich bin klassisch liberal geprägt. Bei mir stehen Abschaffung der direkten Steuern, Beseitigung der Hemnisse für Makrt und Wirtschaft, komplett freier Wettbewerb und freie Märkte, Abschaffung der subventionen genauso wie bei euch größtenteils im Vordergrund. Aber nicht aus den in Klammern aufgeführten Gründen, sondern zum Wohl aller, nicht vor allem zum Wohle der unteren Mittelschicht oder des Prekariats, weil ich eine Annäherung der Einkommen und Vermögen ablehne. Stattdessen ein wohlstandsmäßige Aufwertung für eine breite Mittelschicht und eine größere gehobene Mittelschicht. Das Prekariat ist dabei nicht prioritär. Selbstverständlich befürworte ich auch eine Durchlässigkeit der Schichten. Eine Wohlstandvermehrung kann man dann auch durch ein geändertes Geldsystem herstellen.
    Ihr addressiert aber meines Erachtens die prekäre Schicht zu sehr und rückt ihre Problematik in den Vordergrund. Diese Ansicht kann ich daher nicht teilen, weil meine Intentionen nicht darin liegen, ein System zu kreieren, in dem es schwerer wird, reich zu werden. Man soll auf dem Wege reich werden, wenn man viel Risiko, Eigenverantwortung und ökonomische Rationalität walten lässt gegenüber anderen, also so wie viele mittelständische- und Kleinunternehmer im Wettbewerb. Das sind nämlich automatisch schon reale Werte, mit denen man relativ zügig reich werden kann. Schneller Reichtum ist nichts verwerfliches. ganz im Gegenteil, er ist sogar sehr nützlich, und sorgt für Wachstum und Arbeitsplätze.
    Richtet euch daher nicht zu sehr an die unteren Schichten aus Motiven, wie ich sie in Klammern gesetzt habe. Rückt die gesamte Mittelschicht(ja auch untere), das eigentliche Rückgrat, prioritär in eure Betrachtungen!

    ''Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst!''- Abraham Lincoln

  • Wusste nicht das der Sozialismus Wörter für sich alleine beansprucht.^^
    Der Begfriff "Sozialstaat" oder "Sozialismus" sind im negativen zu verstehen, da wir hier von einem staatl. ZWANGSsozialismus reden, nach dem Motto "Ich muss dich vorher enteigenen und arm machen, ehe ich dir helfen kann!".
    Die richtige Wahl der Wörter ist nicht immer leicht und ich für meinen Teil habe bisher nur die Bücher von Roland Baader gelesen und versuche daraus meine Sätze neu aufzubauen. Die schulische Staatspropaganda geht auch bei mir nicht so leicht von der Festplatte runter. :D


    Und ich gebe dir Recht, viele sozial. Parteien rücken immer das schwere Schicksal der Unterschicht in den Raum und verdrängen dabei diejenigen wo diesen WAHNSINN tragen und finanzieren. Eine wohlhande Mittelschicht und freies Unternehmertum würde allen zum Vorteil gereichen, aber soweit denken unsere Sozen nicht. :(


    Jeder der mehr hat wie der andere, muss sofort enteignet und verteufelt werden. Es ist zum Heulen!


    Daher :pdv_old: :pdv: :pdv_old:

  • Ich wollte eigentlich nur erklären warum freie Märkte immer sozial sind. ^^
    Es ist eigentlich ziemlich egal was irgendwelche Reichen im freien Markt machen. Jeder profitiert vom freien Markt. Auch aber nicht ausschließlich die Unterschicht. Gerade Linken die sehr stark auf die Unterschicht fixiert sind muss man halt erklären warum auch die Unterschicht profitieren würde. ^^

  • Ich wollte eigentlich nur erklären warum freie Märkte immer sozial sind. ^^
    Es ist eigentlich ziemlich egal was irgendwelche Reichen im freien Markt machen. Jeder profitiert vom freien Markt. Auch aber nicht ausschließlich die Unterschicht. Gerade Linken die sehr stark auf die Unterschicht fixiert sind muss man halt erklären warum auch die Unterschicht profitieren würde. ^^

    Wenn es darum geht die Menschen der "Unterschicht" durch zu füttern, die partout absolut keine Lust haben, überhaupt einen finger krumm zu machen um an Nahrung und sonstige Grundbedürfnisse zu kommen. Dann kann man sagen ja, PDV ist nicht sozial. Wir reden ja hier nicht über körperlich behinderte oder schwangere Frauen (obwohl auch die übers Internet von zu Hause aus dinge kaufen und verkaufen können. Also es geht nicht um Menschen die arbeiten wollen nur nicht dürfen/können/was auch immer. Ich rede wirklich nur von Menschen die partout nichts, aber auch gar nichts machen WOLLEN.
    Aber ich denke davon gibts prozentual von der Masse gesehen nicht viele. Daher kann man auf die Stimmen verzichten.

  • Hier werden allerdings Haushaltseinkommen analysiert. Haushaltseinkommen sind wenig aussagekräftig verglichen mit Pro-Kopf-Einkommen. Das liegt ganz einfach daran, dass ein Haushalt, in dem mehr Personen leben, ganz leicht mehr Einkommen sowie Vermögen haben kann - ohne, dass dies irgendetwas über die Einkommens- oder Vermögensverteilung der Menschen an sich aussagt.


    In Wahrheit ist es wohl eher so, dass die Menschen insgesamt wohlhabender geworden sind, sich daher immer mehr eigene (Single-)Wohnungen leisten können und dies die wesentliche Ursache für die extrem auseinanderklaffenden Haushaltseinkommen ist. Die vielen Singlehaushalte und Haushalte alleinerziehender Mütter können nunmal nicht mithalten mit den immer seltener werdenen (aber noch vorhandenen) Haushalten, in denen intakte Familien oder Paare mit Doppelverdienern leben.


    Mit den Haushaltseinkommen könnte man sogar in Gesellschaften mit absolut gleichen Pro-Kopf-Einkommen und -Vermögen eine Schere zwischen Arm und Reich konstruieren. Und in anderen Gesellschaften - wie der unseren - kann man es zumindest deutlich schlimmer aussehen lassen, als es tatsächlich ist.


    Diese Erkenntnis habe ich übrigens ursprünglich von Thomas Sowell, aus seinen Büchern Basic Economics sowie Intellectuals and Society. Diese Bücher kann ich sehr empfehlen.

  • Okay, auch wenn das Thema alt ist geb ich jetzt meinen Senf dazu.


    Vermögen ist ungerecht verteilt? Ist doch geil.


    [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51M2U9IfmTL.jpg]



    Wir sind nicht arm, wir trinken kein ungefiltertes Wasser und leben von der Brotsuppe. Wenn jetzt eine Minderheit den großteil des Geldes besitzt, was stört das mich? Was wollen sie damit machen außer es zu investieren? Wollen sie es "raffen" wie so gierige Kapitalisten und es in einen Geldspeicher packen wie Dagobert Duck? Gut, Deflation erhöht den Wert meines Geldes. Vermögen ist nicht "verteilt" worden. Da kommt keiner mit der Gießkanne und schüttet hier mal mehr mal weniger Vermögen auf Leute herab. Warum sollte Vermögen gleichmäßig verteilt sein? Wer würde dann für wen arbeiten? Wer könnte wen einen Job anbieten?


    90% der Deutschen sind finanzielle Analphabeten und das ist der Grund wieso 10% den Großteil des Geldes haben. Das ganze dumme Gelaber von Vermögensverteilung will eigentlich nur auf eines hinaus: Umverteilung von Vermögen. Es ist eine emotionale Debatte, keine rationale.


  • Und niemandem geht es schlechter, weil es einem anderen besser geht. Kein Armer wird noch ärmer, wenn ein anderer reicher wird.


    Nicht in diesem Umverteilungsstaat, dort gilt in vielen Bereichen genau das. Wer zuerst an das frisch gedruckte Geld kommt, kann sich den größeren Teil vom Kuchen holen und nein man kann diesen Kuchen nicht essen und behalten. Es geht jedem schlechter der das neue gedruckte Geld "verdienen" muß.

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  • Also ich habe gestern wieder was gelesen auf Welt.de, dass die "Kluft zwischen Arm und Reich" immer größer und tiefer und größer und tiefer und tiefer und größer werde.
    Der Schwachsinn hält sich wie Herpes.


    Was ich gerne machen würde ist, so kleine Erklärungs Videos zu machen wie man sie bereits im englischsprachigen Raum gibt die sowas erklären. Ein paar ganz wenige wurden auch übersetzt. Also das die PDV jedesmal wenn ein Trend durch die Medien geht sowas auf ihrer Hauptseite präsentieren kann in der Art "Hey hier ist mal eine Erklärung dazu.". Und die kann man dann immer und immer wieder posten weil Logik bleibt immer die selbe. Also ein paar bewegte Bildchen und ein Sprecher aus dem Off weil Leute lesen einfach nicht mehr.
    Weil wenn wir das nicht machen sind wir gefickt. Die Kommunisten sind überall, die haben jede Organisation unter ihre Kontrolle gebracht, aber die sind auch total paranoid alles wieder zu verlieren. Weil sie können alles wieder verlieren.


    Ich meine dieses Thema, die Verteilung von Vermögen, ist so absolut emotional aufgeladen und ich finde im deutschen Raum quasi keine Gegenstimme und keiner traut sich das Thema anzufassen wie es wirklich ist. Weil ein Wähler, der Entscheidungen auf Emotionen basiert, ist die absolute Pest. Wenn man die kalte Wahrheit sagt ist er verstört und haut ab, macht vielleicht noch Stimmung. Wenn man ihm zustimmt und sagt was er höhren will verfolgt einen das auf ewig und viele Politiker machen Scheisse mit weil sie sich nicht eingestehen können, sich nicht öffentlich bloßstellen, dass Scheisse eben scheisse war.



    Wie kann man sowas erklären? Ich meine einen Unterschied zwischen arm und reich gibt es sobald etwas geschaffen wird. Sobald etwas von Wert geschaffen wird und jemand oder jemande diesen Wert besitzen gibt es Leute, die diesen Wert (noch) nicht besitzen. Deshalb ist im Kommunismus auch Produktion illegal, weil sonst diese Ungleichheit entsteht. Und das geile ist, dass die Kluft eben so schnell entstehen kann. Es heißt nämlich nicht dass die armen ärmer werden, sondern die Reichen schneller reich und die Mittelschicht schneller aufsteigen kann. Wenn man einem armen Arbeiter von vor 100 Jahren unsere Welt heute zeigt, der wäre nicht so erstaunt dass die Reichen reich sind, sondern er wäre erstaunt von dem was die armen haben. Egal ob es Mobiltelefone sind oder die Tatsache das jetzt auch andere Räume geheizt werden außer die Küche. Und wenn man diese ganze Scheisse abarbeitet, dann bleibt als letzter Kostenfaktor nur Regierung übrig. Wenn das eine Weile durch ist, wenn ein paar mehr Leute das kapiert haben, dann kann man anfangen die das zu verantworten haben richtig persönlich fertig zu machen, bis sie sich nicht mehr irgendwo hintrauen aus Angst irgendein Mikrofon steckt ihnen im Gesicht und will wissen, warum sie so ein mieses Schwein sind.


    Wenn wir das nämlich nicht tun, dann kann jeder dumme Lügenmärchen zum nächsten Klimawandel werden.

  • "Also ich habe gestern wieder was gelesen auf Welt.de, dass die "Kluft zwischen Arm und Reich" immer größer und tiefer und größer und tiefer und tiefer und größer werde.
    Der Schwachsinn hält sich wie Herpes."


    Ich kann Dir nur empfehlen genau dazu Capital in the 21 st century zu lesen. Dort wird das ganze noch mal richtig "nett" verpackt. 80 % EkSt und bis zu 10 % VSt (folgt man dem Autor, je nachdem wie ambitioniert man ist)

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams