Michael Vogt

  • Guten Tag liebes PDV-Forum,



    ich finde das Programm der PDV in vielerlei Hinsicht sehr
    sehr gut und bin ebenfalls ein Freund der Österreichischen Schule der
    Nationalökonomie.



    Nun bin ich nach einigen Recherchen zum Thema Geld immer
    wieder auf Beiträge von Franz Hörmann und Andreas Popp von der
    Wissensmanufaktur gestoßen, die meiner persönlichen Meinung oft sehr radikale Ansichten haben. Franz
    Hörmann und Andreas Popp sind in Sendungen und Interviews von Michael Vogt, der
    auch stark in der rechtsextremen Szene bekannt ist zu sehen. Popp und Vogt
    geben auch oft Vorträge auf AZK-Konferenzen. Die AZK (Anti-Zensur-Koalition), welche
    vom Schweizer Ivo Sasek gegründet wurde, wird auch sehr oft als Sekte
    bezeichnet. Mich würde mal die Meinungen zu Michael Vogt und Andreas Popp interessieren und ob diese Hintergrüde überhaupt bekannt sind?


    Liebe Grüße

  • Ui, da juckt es mich in den Fingern.^^
    Also Herr Popp ist mit Sicherheit kein böser Mensch, aber er ist zu sozialistisch geprägt. Er will ein Zwangssystem durch ein anderes Zwangssystem ersetzen. Stichwort "Bodenreform", BGE, ect. In seinem Plan B kann man seine Gedankenwelt nachlesen. Aber im großen und ganzen halte ich seine Weltvorstellung von einer höheren Moral getragen. Denoch wähle ich die Freiheit welche die PdV vetritt. pdv_flag
    Franz Hörmann hat früher interessante Vorträge gehalten, ist aber irgendwann ein wenig "übergeschnappt". Er fasselt von Ausserirdischen, Wegbegleitern, Welt ohne Geld. Seine Gedanken sind interessant und definitv unserer Zeit weit voraus. Wir leben in einer sehr materialistischen Welt, welche den früheren Idealismus abgelöst hat. Leuten wie Popp oder Hörmann wollen in diesen Idealismus wieder zurück. Konsum sehen sie nicht als Lebenserfüllung an. Damit gehe ich konform. Aber dieser neue Idealismus darf nicht erzwungen werden! Franz Hörmann ist Opfer einer üblen Verleumdungskampagne, welche ihm seine Professur gekostet hat.


    Herr Vogt ist so das Fähnchen im Wind. Er taucht bei fast jeder systemkritischen Veranstaltung auf und ist auch der Esotherik nicht abgeneigt. Ob er ein schlimmer Finger oder einfach ein Naivling ist, kann ich nicht beurteilen. Würde aber seinen Ausführungen keine größere Beachtung schenken. (kategorie: kleiner Spinner)


    Herr Sazek ist ein tief religiöser Mensch und legt die Bibel nach seinem Verständnis aus. Solchen Menschen sollte man besser aus dem Weg gehen, das sind meistens Fanatiker die keinen Widerspruch dulden. Seine AZK ist eine bunte Mischung aus kruden Verschwörungen, geschichtlicher Neuaufarbeitung, andere Sicht- und Denkweisen. Hier dürfen Leute ihre Meinung äußern und selbst wenn sie noch so beknackt sind. Da ist gesunder Menschenverstand gefragt den Quatsch vom Interessanten zu filtern. Nicht alles was bei der AZK vorgestellt wird ist Müll, manches ist durchaus interessant.


    Was aber nahezu alle diese Leute verbindet, sie sehen alles Übel im derzeitigen Geldsystem und da haben sie recht. Nur die Lösungen gehen teilweise stark auseinander, leider auch in Richtung Kommunismus und ähnliches.


    Zum Thema Zins, welches die PdV ja nicht als Übel ansieht, muss ich leider sagen daß ich hier eine andere Auffassung vertrete. Solange Geld nur als Schuld und mit Zins belastet ins System gelangt ist der Zins ein Übel. Wenn Geld auch ohne Zinsbelastung und Schuld einfliesst, ist der Zins egal. Niemand darf jedoch gezwungen werden, sich zu verschulden und Zinsen zu bezahlen um über die Runden zu kommen bzw. als Unternehmer neue Investition zu tätigen. Hier Bedarf es anderen Lösungen.

  • Zitat

    Zum Thema Zins, welches die PdV ja nicht als Übel ansieht, muss ich leider sagen daß ich hier eine andere Auffassung vertrete.

    Im heutigen System ist der Zins durchaus ein Unterproblem des großen Falschgeldproblems. Es ist halt ein Schneeballsystem. Nur im freien Markt ist der Zins überhauptkein Problem, da er nur der Preis für eine Dienstleistung wie jede andere auch ist. So sieht es zumindest die Österreichische Schule und damit wohl auch die PDV.

  • Zu Herrn Popp:
    Herr Janich hat sich wohl auch schon mal mit ihm getroffen und mit ihm diskutiert.
    In diesem Interview könnte man ein beginnendes libertäres Umdenken erkennen.
    >>> klick ;) (ab Min. 9:30)
    Denn er findet Voluntarismus, Subsidiarität und Regionalwährungen durchaus als Alternative.
    Er müsste nur noch klar darlegen, dass Plan B kein Zwangs-Plan für alle ist. Wenn dem so ist: Nur Zu! Die Plan-B-Anhänger müssen halt nur genug Leute finden die da mit machen. Und da hab ich so meine Zweifel. 8)


    Zum Zins:
    Wenn ich mein Auto an einen Fremden verleihe will ich dafür Geld haben, ich muss ja schließlich in der Zeit mit der Bahn fahren oder zu Fuß losgehen.
    Wenn ich echtes Geld (!) verleihe steht es mir nicht zu Verfügung, also hätt ich gern eine Entschädigung. Und wenn der Geldnehmer es verprasst und nicht zurückzahlen kann? Dann hab ich Pech... Oh man, wieso hab ich es ihm geliehen? War ein Risiko. Pech gehabt. blöd.


    Also wo liegt das Problem, wenn ich Zins verlange?


    Peter Boehringer: Grundsätzliches und Pragmatisches zur Zinsfrage


  • Also wo liegt das Problem, wenn ich Zins verlange?


    Peter Boehringer: Grundsätzliches und Pragmatisches zur Zinsfrage

    Mir geht es nicht um den Zins auf "echtes physikalisches vorhandenes Geld", sondern um Zinsen auf "Giralgeld", welches von den privaten Geschäftsbanken einfach so durch eine Bilanzverlängerung erzeugt wird. Wer "echtes Geld" verleiht darf hierfür ruhig Geld (Zinsen) verlangen, da er ja auch ein echtes Risiko zu tragen hat. Ich bin also kein 100% Zinskritiker. Mir geht es eher darum daß nicht jeder Pfennig/Groschen/Cent, wo ins Geldsystem gelangt", mit einer Schuld und Zinsen behaftet sein sollte. Quasi lastenfreies Geld.


    Zu Herrn Popp: Mir ist der Mann auf jedenfall symphatisch, ich habe nur irgendwie das Gefühl er will wieder Rechtszwänge schaffen um sein Utopia zu etablieren. Kann mich natürlich auch stark irren, bin ja auch nur ein Mensch... aber dafür ein Schwabe.^^ :lol:


    PS: Hat jemand einen guten Link zu dem Geldsystem der amerikanischen Siedler bis kurz vor der Revolution? Die hatten angeblich auch "lastenfreies, zinsloses Geldsystem". Das wurde spätestens mit der FED 1913 eliminiert.

  • Ich finde es immer schade, wenn Menschen abgeurteilt werden, nur weil sie bei der AZK sprechen, oder Esoterisch sind.


    Um mal ein Hardcore Beispiel zu nennen: Wenn ein Kinderschänder vernünftige Ansichten über das Geldsystem hat, dann werden seine Aussagen ja nicht dadurch falsch, dass er Kinderschänder ist.


    Überall werden nur die Unterschiede gesucht. Und so machen sich dann die Klugen aufgrund von belanglosen Differenzen gegenseitig fertig.


    Dieses Schubladendenken bringt uns nicht weiter :dash:

    Gerechtigkeit verlangt Ungleichheit als eine Bedingung von Freiheit und als ein Mittel, jeden zu belohnen entsprechend seiner Verdienste und Leistungen.

  • Jeder hat seine eigene Meinung.
    Ich würde Herrn Popp, Franz Hörmann, Alexander Benesch und sogar den Sazek 10 Millionen mal lieber im Bundestag sehen als die derzeitige Rattenbande (Frank Schäffler ausgenommen, er ist einer der Guten).
    Mit Esoterik kann ich nicht wirklich was anfangen. Ich lebe nach dem Grundsatz: "Hilf dir selber und dir ist geholfen."
    Die derzeitige gesellschaftliche Ohnmacht lässt sich nur durch Aufklärung beheben und da bin ich jedem dankbar wo über das Hauptübel, "Das Geldsystem" aufklärt. Nur bei den Lösungen bin ich mir nicht sicher ob es danach besser oder einfach nur anderweitig schlecht ist.
    Jedem seine Meinung. Ich musste meine Auffassungen hier und da auch ändern. Die Faktenlage kann sich jeden Tag dramatisch ändern.