Der öffentliche Dienst

  • Hall zusammen!




    Ich wollte Fragen, ob es seitens der PdV schon Pläne bezüglich des öffenltichen Dienstes (insb. Gesundheits-/ Untersuchungsämter) gibt? Wird es so etwas noch geben, oder soll alles privatisiert werden? Soll es Unterschiede zwischen Angestellten im ö.D. und Beamten geben? Gibt es dazu schon irgendwo Quellen?




    Auf dieser Seite findet man alle Branchen, die darunter fallen:


    http://oeffentlicher-dienst.info/




    Gruß


    Katea

  • Hallo Katea,
    ich bin jetzt zwar kein PdV-Mitglied, aber ich kann dir sagen daß es vorgesehen ist den öffentlichen Dienst und auch den Beamtenapparat auf ein Minimum zu reduzieren. Das Minimalstaatsprinzip hier lautet "innere- und äußere Sicherheit". Quasi nur auf diesen Gebieten wird es noch "Staatsbedienstete" geben.
    Wenn man sich die Besoldungsliste von Beamten anschaut und deren "Leistung" ist es nach meiner Meinung eine Frechheit. In der freien Marktwirtschaft wären viele von diesen Leuten entweder verhungert oder hätten einen Arbeitskulturschock erlitten. Nicht umsonst ist die Lebenswertung eines Beamten deutlich höher als die eines einfachen Facharbeiters.


    Der Staat und seine Dienste sind das teuerste und ineffizienteste was es gibt. Das liegt nicht unbedingt an den Menschen die dort arbeiten, sondern einfach an den Strukturen. Ein privates Unternehmen kann sich nicht auf Kosten der Gemeinschaft finanzieren sondern muss im Wettbewerb mit anderen vernünftig wirtschaften und sich die BESTEN Mitarbeiter anstellen bzw. Ausbilden.
    Auch gibt es da kein Postengeschachere für Altpolitikerentsorgung welche wir dann finanzieren müssen. Ich habe z.b. kein Interesse 4,2 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst, ihre üppigen Gehälter und Pensionen zu finanzieren und mich von selbigen verarschen zu lassen.


    Meine Erfahrungen mit Beamten waren unter dem Strich bisher leider nur negativ. Die haben keinen Leistungswillen, sind sehr unterdurchschnittlich gebildetet, arrogant und schlafen fast ein bei ihren "Tätigkeiten" und verkaufen einen für völlig dumm. Wer schonmal mit einem Landratsamt zu tun hatte weis was ich meine. In der freien Wirtschaft hätte ich einfach den Dienstleister gewechselt, aber bei einem Monopol geht das halt leider nicht.
    Es gibt im öffentlichen Dienst einfach keinen Anreiz zur Verbesserung und vernünftigen Umgang mit den Leuten/Kunden. Und von den Pensionen fange ich garnicht erst an.

  • Sockrattes hat das gut erklärt. Wobei wir dem Staat nicht verbieten wollen, den öffentlichen Dienst weiter zu betreiben. Er muss sich nur irgendwie finanzieren ( ohne dass die Menschen zu dieser Finanzierung gezwungen werden, wenn sie die Leistung nicht nutzen wollen) und sich vor Allem in eine Konkurrenzsituation begeben. Denn alles (mit Ausnahme der hoheitlichen Aufgaben), was der Staat bisher an "Dienstleistungen" erbringt, dürfen dann theoretisch auch private Dienstleister erbringen. Das heißt nicht, dass zwangsläufig in allen Sparten sofort oder dauerhaft private Dienstleister auftauchen. Manches wird sicher beim Staat verbleiben. Nur fällt eben das Monopol/die Hoheit über diese Aufgaben.

  • Hallo Sockrattes,


    danke für deine Antwort.


    Ich verstehe was du meinst. Das ist natürlich EIN Teil des öffentlichen Dienstes. Und du beschreibst auch erstmal nur Beamte.
    Mich interessiert aber ganz besonders, was aus Untersuchungsämtern werden soll. Da diese ja keine Gewinne erwirtschaften dürfen, sind sie auch nicht bestechlich und sollen so, mit richtigen Ergebnissen den Verbraucher schützen.

  • Sockrattes hat das gut erklärt. Wobei wir dem Staat nicht verbieten wollen, den öffentlichen Dienst weiter zu betreiben. Er muss sich nur irgendwie finanzieren ( ohne dass die Menschen zu dieser Finanzierung gezwungen werden, wenn sie die Leistung nicht nutzen wollen) und sich vor Allem in eine Konkurrenzsituation begeben. Denn alles (mit Ausnahme der hoheitlichen Aufgaben), was der Staat bisher an "Dienstleistungen" erbringt, dürfen dann theoretisch auch private Dienstleister erbringen. Das heißt nicht, dass zwangsläufig in allen Sparten sofort oder dauerhaft private Dienstleister auftauchen. Manches wird sicher beim Staat verbleiben. Nur fällt eben das Monopol/die Hoheit über diese Aufgaben.



    Danke für deine Antwort Thomas. :)


    In meinem konkreten Beispiel GIBT es private Konkurrenten. Diese sind jedoch, auf Grund der Gewinne die sie machen müssen theoretisch bestechlich.

  • Hallo Sockrattes,


    danke für deine Antwort.


    Ich verstehe was du meinst. Das ist natürlich EIN Teil des öffentlichen Dienstes. Und du beschreibst auch erstmal nur Beamte.
    Mich interessiert aber ganz besonders, was aus Untersuchungsämtern werden soll. Da diese ja keine Gewinne erwirtschaften dürfen, sind sie auch nicht bestechlich und sollen so, mit richtigen Ergebnissen den Verbraucher schützen.

    Korruption bedeutet das jemand seine Position ausnutzt um sich oder anderen einen Vorteil zu verschaffen. Korruption gibt es fast ausnahmlos nur in öffentlichen Bereichen/Diensten. Denke nur an die Gefälligkeitsgutachten zu S21, die wurden vom Staat bezahlt da die Bahn ja immernoch Teilstaatlich ist. Oder die Einflussnahme der Industrie auf "öffentliche Institute" welcher zwecks Meinungsmanipulation gerne gekauft werden, dann die ganzen korrupten Beamten (siehe Fall Stadtsparkasse Köln/Neu Bonn auf Youtube) und die "Geld-zum-geschlossenen-Fenster-Rauswurfe"-Aktionen unserer sozialistischen Spitzenpolitker (jüngstes Beispiel: Kurt Beck und sein "Vergnügungspark", mir wird schlecht....).


    Die Wirtschaft hat keine Macht über mich, sie kann mich nicht zwingen ihre Produkte zu kaufen oder ihre Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, der Staat kann diesen Zwang jedoch ausüben.


    Zu Thema Verbraucherschutz: Die Verbrauchterschutzzentralen können ihre Leistungen hervorragend privat anbieten indem sie eigene Gütesiegel oder Prüfstandards schaffen und diese dann denn Produktherstellern für ihre Erzeugnissen im öffentlichen Wettbewerb anbieten. Der Verbraucher entscheidet bei seinem Einkauf (Konsum ist ein blödes Wort^^) ob er er sich nach diesen "Gütesiegel" orientiert oder einfach nur "billig" einkaufen möchte.
    Wer nur nach "Geiz ist Geil"-Methode einkauft, dem bringt auch eine Verbraucherschutzzentrale nichts. Vor der eigenen Dummheit kann mich niemand schützen.


    Warum haben wir bei den Handwerksbetrieben und anderen freien Dienstleistern so niedrige Preise? Weil es einen gesunden Wettbewerb gibt. Schau mal was eine HU-Prüforganisation oder der Schornsteinfeger für ihre "lächerlichen" Dienste verlangen. Monopole. Da ich aus der Kfz-Branche komme kann ich mit Fug und Recht behaupten daß die ganzen privaten Betriebe dieselben Leistungen günstiger, schneller und preiswerter anbieten können. Die Technik und das fachliche Wissen/Können ist bei allen sowieso vorhanden.


  • Warum haben wir bei den Handwerksbetrieben und anderen freien Dienstleistern so niedrige Preise? Weil es einen gesunden Wettbewerb gibt. Schau mal was eine HU-Prüforganisation oder der Schornsteinfeger für ihre "lächerlichen" Dienste verlangen. Monopole. Da ich aus der Kfz-Branche komme kann ich mit Fug und Recht behaupten daß die ganzen privaten Betriebe dieselben Leistungen günstiger, schneller und preiswerter anbieten können. Die Technik und das fachliche Wissen/Können ist bei allen sowieso vorhanden.


    Das ist doch nicht wahr!


    Wir haben im Handwerk keine niedrigen Preise! Und mit dem freien Wettberb sollte man vorsichtig sein, gerade beim Handwerk wird über die Berufsorganisationen schon seit dem Mittelalter versucht, die Kunden zu übervorteilen.


    Auch die Schornsteinfeger versuchen sich als Handwerker anzupreisen. Ich leiste seit vielen Jahren Widerstand gegen die durch die nationalsozislistische Regierung 1935 deutschlandweit auf Wunsch der Schornsteinfeger eingeführten Bezirksschornsteinfeger. Aus dem Handwerksbereich hört man gegen die Schornsteinfeger kaum kritische Worte.


    Der KFZ-Bereich ist meiner Ansicht nach in vielen Bereichen nicht seriös! Ich muss meist knallhart argumentieren, um den vereinbarten Preis nachher auch zu bekommen und nicht etwa mehr zu bezahlen. Wer kennt die Fernsehsendungen nicht, die Handwerker mit versteckter Kamera testen. Aus einer zum Test gelösten elektrischen Verbindung in einer Waschmaschine wird eine Riesenreparatur mit teuren Ersatzteilen.


    Vertrauen ist schlecht, weil es oft missbraucht wird, ob bei Behörden oder in anderen Bereichen. Selbst die Priester, die sich gerne als Inbegriff der Redlichkeit positionieren, langen kräftig zu. Man stelle sich folgende Dreistigkeit vor, ein katholische Bischof griff in eine Waisenhauskasse und bezahlte damit seinen teuren Bischofsring:


    Siehe: http://www.sueddeutsche.de/pol…spuer-fuers-teure-1.22425


    Mit dem technischen Wissen ist es bei vielen Handwerkern nicht weit her! Da erfahre ich oft in Internetforen mehr als bei Handwerkern. Wenn man Glück hat, trifft man zufällig auf einen guten Handwerker.


    Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
    Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
    www.monopole.de


    [Blockierte Grafik: http://www.monopole.de/Monopole-Oligopole.gif]

  • Hallo Herr Datko,

    Wir haben im Handwerk keine niedrigen Preise! Und mit dem freien Wettberb sollte man vorsichtig sein, gerade beim Handwerk wird über die Berufsorganisationen schon seit dem Mittelalter versucht, die Kunden zu übervorteilen.

    Wirklich niedrige Preise haben wir z.Zt. eigentlich nirgends, was zum Großteil am aktuellen Schuldgeldsystem und Teilreservesystem liegt (die das Geld an sich entwerten, somit alles teurer macht, obwohl die Preise eigentlich evtl. nicht gestiegen oder gar gesunken wären).
    Für "das Handwerk" kann man das bestimmt nicht pauschal in einem Satz festlegen (weder in die eine noch in die andere Richtung).
    Allerdings sollte klar sein, dass mehr Wettbewerb in der Regel für günstigere Preise sorgt.
    Wenn sich nun Handwerker absprechen und so eine Art Kartell bilden, ist das ihre Sache. Das wird am freien Markt aus vielerlei Gründen nicht lange überleben.

    Auch die Schornsteinfeger versuchen sich als Handwerker anzupreisen. Ich leiste seit vielen Jahren Widerstand gegen die durch die nationalsozislistische Regierung 1935 deutschlandweit auf Wunsch der Schornsteinfeger eingeführten Bezirksschornsteinfeger. Aus dem Handwerksbereich hört man gegen die Schornsteinfeger kaum kritische Worte.

    Nach meinem Verständnis sind Schornsteinfeger Handwerker.
    Ihr Widerstand richtet sich gegen ein, vom Staat erlassenes, wettbewerbsfeindliches Gesetzt. Gut.
    Kann man es "dem Handwerksbereich" anlasten, dass sie sich nicht kritisch zu irgendetwas äußern?

    Der KFZ-Bereich ist meiner Ansicht nach in vielen Bereichen nicht seriös! Ich muss meist knallhart argumentieren, um den vereinbarten Preis nachher auch zu bekommen und nicht etwa mehr zu bezahlen. Wer kennt die Fernsehsendungen nicht, die Handwerker mit versteckter Kamera testen. Aus einer zum Test gelösten elektrischen Verbindung in einer Waschmaschine wird eine Riesenreparatur mit teuren Ersatzteilen.

    Der freie Markt hat doch mit dem Wettbewerb genau den Mechanismus, der unseriöse und schlechte Dienstleister (und Produzenten) ausmerzt.
    Er schafft kein Paradies, aber lässt einem zumindest die Wahl, zu einem anderen zu gehen.
    Dass das Angebot an "seriösen" Dienstleistern im KFZ-Bereicht evtl etwas niedrig ist, mag auch durchaus an den ewigen staatlichen Regulierungen liegen.
    Selbstständig machen ist nicht heute nicht gerade sehr einfach. Im freien Markt wäre das technisch kein Problem.
    Auch sind KZF-Konzerne starke Lobbyisten in DE, was sich wohl auch auf den "Werkstatt-Markt" auswirken kann.

    Vertrauen ist schlecht, weil es oft missbraucht wird, ob bei Behörden oder in anderen Bereichen.

    Der große Unterschied ist nur, im freien Markt habe ich eine Wahl. An Behörden bin ich per Zwang gebunden.

  • Zu Heute, 07:32Von Thomas Zink


    "Nach meinem Verständnis sind Schornsteinfeger Handwerker.
    Ihr Widerstand richtet sich gegen ein, vom Staat erlassenes, wettbewerbsfeindliches Gesetzt. Gut.
    Kann man es "dem Handwerksbereich" anlasten, dass sie sich nicht kritisch zu irgendetwas äußern?"




    Ich bekämpfe seit über 10 Jahren die Schornsteinfeger.


    siehe meine Internetseiten: www.kontra-schornsteinfeger.de www.freie-schornsteinfeger-wahl.de www.schornsteinfeger-ko.de


    Es ist nicht der Staat, der die Schuld trägt. Es sind die Schornsteinfeger, die die Bevölkerung, die Presse, die Behörden und die Politiker manipulieren, egal von welcher Partei die Politiker sind.


    - Es begann mit der nationalsozialistischen Regierung, die auf Drängen der Schornsteinfeger deutschlandweit Bezirksschornsteinfeger einführte. So haben sich die Schornsteinfeger bei den Nazis eingeschleimt:


    -- http://www.welt.de/multimedia/…chornsteinfeg_557725p.jpg


    -- Aus einem Fragment:


    "Berufskameraden, Meister, Gesellen u. Lehrlinge! ... In der Geschichte unseres Handwerks wird das Jahr 1935 für immer an hervorragender Stelle genannt werden müssen, brachte es uns doch durch das "Gesetz zur Änderung der Gewerbeordnung" vom 13. April 1935 eine von uns seit langem erstrebte reichsrechtliche Regelung des gesamten Schornsteinfegerwesens, in deren Erfolg eine gewaltige Arbeit von allen Dienststellen unseres Handwerks zu leisten war. ... Was immer auch der Führer von uns fordern wird." Siehe: http://www.kontra-schornsteinf…eger-Jahresrueckblick.jpg


    *****


    Dr. Dr. Horst Poller von Haus & Grund Württemberg hat die Schornsteinfeger ein Symbol für nutzlose Beschäftigung, für Monopolisten und für Lobbyisten genannt.
    Siehe:
    http://www.sueddeutsche-wohnwi…rtikel.php?artikel_id=126


    *****


    Es ist ähnlich wie bei Priestern, die Schornsteinfeger bringen es fertig, die Gesellschaft zu manipulieren.


    *****


    Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
    Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol - Sektion Bayern
    [Blockierte Grafik: http://www.kontra-schornsteinfeger.de/Kontra-Schornsteinfeger-130.jpg]

  • @ Herr



    Joachim Datko,

    ihre Ausführung und wilden Behauptungen strotzen nur so vor Verallgemeinerung. Sie haben halt sehr schlechte Erfahrungen mit Handwerkern gemacht. Übrigens, wie ich in meinem obrigen Beigtrag ausführte, habe ich mich nirgends für dieses Nazi-Relikt "Schornsteinfegermonopol" stark gemacht, im Gegenteil.


    Zur ihren Erfahrungen mit der "Kfzt-Branche": Gehen sie in freie oder markengebundene Werkstätten? Gehen sie zu irgendwelchen GmbHs oder in Familienbetriebe (meistens Personengesellschaften)? Bestehen sie auf Preisfestsetzungen oder unterschreiben sie Blankevollmachten bei Auftragserteilung? Lassen sie sich die alten Ersatzteile zeigen? Bestehen sie nur auf Origninalersatzteile oder darf es die gleiche Qualität über den Großhandel sein (Contitechzahnriemen gibt es genauso beim Großhandel wie beim Markenhändler)? Ich könnte so beliebig weitermachen.
    Übrigens Handwerksmeister (Leute wie ich) stehen nicht stellvertretend für die Automobilindustrie oder unsere Zwangskammern. Wir stehen für die Kfz-Reparatur-Branche, haben mindestens 4,5 Jahre Berufsbildung und etliche Zusatzqualifikationen (kleiner Sprengstoffschein, Erlaunis an Druckbehältern zu arbeiten, großer Befähigungsnachweis, ect.). Handwerker sind keine dummen Idioten. Reparieren sich doch einfach ihre Sachen selber, dann sehen sie wie der Hase läuft. Im übrigen kann unsere Branche nichts dafür daß die Hersteller alles verkomplizieren und wir gezwungen sind etliches an Geld in Spezialwerkzeuge und neue Betriebseinrichtungen zu investieren. Die Kosten trägt dann halt der Kunde und wer meint einen Mittelklassewagen zu fahren braucht sich auch nicht über höhere Kosten wundern. Wir fahren heute Kleinwagen welche vor 50 Jahren nichteinmal Kaiser, Könige oder Päpste ihr eigen nennen konnten. Zuletzt ist auch der Kunde der massgebende Faktor, welches Auto er fährt und wieviel.


    Sockrattes
    Kfz-Techniker-Meister (HwK)
    Kaufm. Fachwirt des Handwerks (HwK)

  • Zu Heute, 08:13


    "Zur ihren Erfahrungen mit der "Kfzt-Branche": Gehen sie in freie oder markengebundene Werkstätten? "


    Meine schlechten Erfahrungen habe ich bei großen Werkstätten gemacht, die als Vertragshändler mit dem Hersteller zusammenarbeiten.


    Das folgende Beispiel:


    - Man vereinbart einen Preis von z.B. 180 €, zum Glück waren wir zu zweit in der Werkstatt. Ein Meister errechnete am Computer mit viel Akribie den genauen Preis.


    - Als ich dann das Auto abhole versucht der Meister die einzelnen Posten zu erklären, ich kürze seine langatmigen Erklärungen mit dem Hinweis, dass mich der Endpreis interessiert ab.


    Und siehe da, anstatt z.B. 180 €, wie vereinbart, sind es jetzt 205 €. Meine energische Reklamation brachte den Preis sofort auf den vereinbarten Wert.


    --- Ich habe das einem Freund erzählt. Er berichtete von einen ähnlichen Fall, der ihm in einer anderen Werkstatt passiert ist. In diesem Fall einigte man sich in der Mitte, ein schöner Zugewinn für die Werkstatt.

  • Es ist nicht der Staat, der die Schuld trägt. Es sind die Schornsteinfeger, die die Bevölkerung, die Presse, die Behörden und die Politiker manipulieren, egal von welcher Partei die Politiker sind.

    Mit "Der Staat" meine ich den Verwaltungsapparat mit samt den Politikern usw. (nicht das Staatsgebiet oder die darin lebenden Bürger).
    Sie sagten doch, es gäbe dieses alte Gesetzt, welches ein Kehrbezirksmonopol herstellt.
    Dieses Gesetzt wurde vom Staat erlassen.
    Es wird vom Staat durchgesetzt.
    Falls "die Schornsteinfeger" eine starke Lobby haben, wirkt diese auch nur auf den Staat ein, um ihre Interessen entsprechend umgesetzt zu bekommen (durch Gesetzt und Durchsetzung desselbigen).
    Daher meine ich, dass der Staat wohl das Problem ist. Zumindest sollten wir uns aber darauf einigen können, dass dieses Problem nicht bestünde, gäbe es den Staat nicht als vollstrecker dieses Gesetzes.


    Sie sagen, "die Schornsteinfeger"* brächten es fertig, sehr viele Leute zu manipulieren.
    Sie schaften es scheinbar nicht Sie zu manipulieren. Dennoch sind Sie an das Monopol gebunden. Warum? Weil der Staat es (noch) schützt und Sie einfach dazu zwingt!
    Entsprechen bauen sich die Strukturen auf.
    Im freien Markt hingegen hätten Sie eine freie Schornsteinfegerwahl (oder auch die Wahl keinen solchen zu in Anspruch zu nehmen).


    * das hört sich ja so an als würden sich diese gegen alle verschwören. Tun sie natürlich nicht, sie handeln innerhalb der staatlich gegebenen Regeln völlig rational.

  • So schaut es aus Herr Zink. Nur der Staat hat macht über uns. Ein Schornsteinfeger kann sie nur zwingen wenn er die staatliche Gewalt hinter sich weis.


    Sie bekämpfen leider die Falschen Herr Datko, wenn auch ihre Seite sehr nützlich und gut ist, da sie hier einen unschätzbaren Beitrag zur Aufklärung leistet. Dafür "Danke" von mir. :thumbsup:
    Es geht nicht darum sich die Ausbeuter und Halsabschneider "frei" wählen zu dürfen oder einen Wettbewerb zu errichten, sondern darum daß man garnicht erst gezwungen wird einen Schornsteinfeger nehmen zu müssen. Freiwilligkeit geht vor Zwang.


    Zum Thema: Kfz-Reparatur
    Ich kann nur empfehlen freie Werkstätten aufzusuchen oder gute Familienbetriebe wo der Chef (im Idealfall Handwerksmeister) vor ihnen steht, die Arbeiten selber ausführt oder zumindest für die Qualität sorgt. Solche Betriebe haben ein Interesse das sie wiederkommen und nicht wutschnaubend das Haus verlassen.
    Bei einem angestellten Meister sind die Prioritäten anders gelegt. Er muss "Arbeitswerte/Lohnumsatz" verkaufen, soviel wie irgendwie möglich. Das hängt davon ab daß der Chef im ein gewisses Soll vorschreibt welches er monatlich einhalten muss/sollte. Wenn nicht dann hat er ratz fatz seine Kündigung auf dem Tisch und der nächste nimmt seinen Platz ein. Die Kostenstrukturen im großen Markenwerkstätten ist massiv größer als in einem kleinen Familienunternehmen. DIe Empfangsdame, der "kostenlose" Kaffee, die schöne Glasfassade, der Marmorboden und eventl. der "kostenlose" Werkstattersatzwagen kosten dann halt doch einiges mehr.^^
    Letztendlich muss sich der Kunde entscheiden wo er sein Geld und seine Nerven investiert. Gegen die eigene Dummheit (verallgemeiner ausgedrückt) helfen keine Gesetze, Verbote oder gutgemeinte Ideen.