Produktivität und Entlohnung

  • Insgesamt ist Produktivitätssteigerung natürlich nur dann sinnvoll, wenn INSGESAMT weniger Kosten entstehen, sprich also: weniger Energie verbraucht wird für den gesamten Ablauf, also auch die Maschinen usw.

    Produktivitätssteigerung kann durch mehr Fleiß oder durch technische Innovation entstehen. Wenn z.B. alle Deutschen jeden Tag 1 Stunde länger arbeiten würden, würde sowohl der Energieverbrauch steigen, z.B. weil Maschinen länger laufen würden, aber auch das BIP und unser Wohlstand steigen.

    Zusätzlich sagte ich, dass diese zusätzliche Energie bis vor kurzer Zeit nur von Rohstoffländern ausgebeutet werden konnte und wurde (heute eben nicht mehr, weil tendenziell die Rohstoffländer die Preise so erhöhen, dass sie davon gut leben können.


    Das war früher so. Die ölexportierenden Länder waren aber nicht bis 1973 westliche Kolonien. Die Ölkrise hatte etwas mit Israel zu tun. Also nicht der Abzug des Westens sondern deren Einmischung in dieser Region führte zur Preissteigerung von Öl. Im Übrigen entstehen alle Warenpreise durch Angebot und Nachfrage.


    Was deine anderen Behauptungen angeht, hört sich das nach marxistischem und nationalem Sozialismus an.


    Also: Nur wenn Produktivitätssteigerung zusammen mit der langfristig möglichen Absatzmöglichkeit der hergestellten Waren betrachtet wird, kann eine ganz allgemeine Einkommensvermehrung errechnet werden.
    Für bisherige Industriestaaten gilt: Produktivitätssteigerung und entsprechender Absatz ist nicht mehr denkbar, eine Verarmung ist realistischer.



    Oder: es wird mit gleicher Arbeitsmenge mehr hergestellt, das dann aber auch verkauft werden muss, natürlich dahin, wo nicht so vorteilhaft produziert wird.



    Das wiederum heißt:
    Entweder: Menschen werden arbeitslos


    Gerade der rechte Flügel versucht die Menschen mit der Aussage zu verängstigen, durch die Globalisierung verschwinden unsere Arbeitsplätze ins Ausland, aber die angebliche Verarmung der breiten Masse wird natürlich auch sehr gerne vom linken Flügel benutzt.


    Ich empfehle Frederic Bastiat: Was man sieht und was man nicht sieht, in dem er ökonomische Irrtümer aufdeckt und zeigt, dass Innovation und Globalisierung zwar Arbeitsplätze abschaffen, aber dennoch den allgemeinen Wohlstand erhöhen. http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html#K2, siehe VII. Einfuhrbeschränkung und VIII. Die Maschinen. Bereits treffend formuliert wurde:


    EIn weiterer wichtiger Aspekt ist natürlich, dass den Menschen mehr Geld übrig bleibt um sich mehr anderer Produkte zu kaufen, wo die erhöhte Nachfrage wiederum ebenfalls neue Arbeitsplätze entstehen lassen kann.


    Insbesondere sei gesagt, dass Produktivitätssteigerung nicht die Erschließung neuer Märkte mit sich ziehen muss, denn das höhere Angebot führt zu sinkenden Preisen, einfach ausgedrückt: eine größere Warenmenge wird unter einer gleichbleibenden Menschenmenge verteilt, sodaß der Wohlstand steigt.
    Im Übrigen gibt es in einem freien Markt keine Arbeitslosigkeit, diese entsteht nämlich durch Tariflöhne und gesetzl. Mindestlöhne.