Wahlomat zur Bundestagswahl 2013

  • ...er ist immer ehrlich, nur schade, dass es keine "analoge" Skala gibt von Frage mir völlig egal bis Frage lebenswichtig für mich, die in die Bewertung mit einfließt.


    Hier meine Top 5 aus ALLEN Parteien (von Hand zusammengeklaubt):
    1. pdv & afd 74,5
    2. REP 73,4
    3. Büso 70,2
    4. NPD & Bayernpartei 64,9
    5. FDP 58,5


    krass, Piraten (hab ich letzte Wahl gewählt) nur bei 38%. Da ist der Benchmark ganz schön runtergegangen

  • Ich hatte 94,4% für die PDV. Dann gefolgt von der AfD und FDP.
    Was mich stört ist, dass die PDV irgendwo in der letzten Reihe bei der Parteienauswahl steht. Irgendwo hinter den Violetten... Viele Leute werden wahrscheinlich häufig "Stimme nicht zu" klicken und würden so eine hohe Übereinstimmung mit der PDV kriegen, klicken dann aber nur die ersten paar Parteien an und nicht die Unbekannteren ganz unten und so bemerken sie ihre hohe Übereinstimmung mit der PDV nicht. :(

  • Bei mir hat die PDV mit kleinem Vorsprung vor der FDP das Rennen gemacht.


    Wer was zu lachen haben möchte, sollte sich die Begründungen zu den Entscheidungen von "Die Partei" durchlesen ;)


    Bei der FDP habe ich den Eindruck, sie vertritt auf Bundesebene teilweise andere Meinungen als auf Landesebene, zumindest, wenn ich die beiden Wahl-O-Maten vergleiche. Und wie kann sich eine liberale Partei "neutral" gegenüber der Erhebung von Kirchensteuern durch den Staat positionieren?
    Die AfD hat sich mir durch konservative Meinungen (gegen Adoptionsrecht für schwule Paare) unsympathisch gemacht.
    Die Piraten lassen sich dagegen offenbar stark von linker/grüner Seite beeinflussen. Anders kann ich mir ein grundsätzliches "Nein" zu Waffenexporten, auch an verbündete Demokratien, jedenfalls nicht erklären. Die würden aus ideologischen Gründen einen ganzen Industriezweig kaputtmachen, in dem Deutschland am Weltmarkt teilweise spitze ist und von dem zigtausend Arbeitsplätze abhängen.

  • Die würden aus ideologischen Gründen einen ganzen Industriezweig kaputtmachen, in dem Deutschland am Weltmarkt teilweise spitze ist und von dem zigtausend Arbeitsplätze abhängen.


    Das ist der Sinn der Sache. Mehr Arbeitslose -> mehr Leute, denen man ein Bedingungsloses Grundeinkommen schmackhaft machen kann. Die Forderung nach einem Mindestlohn zielt darauf, Leute im Niedriglohnsektor arbeitslos zu machen, das Verbot von Waffenexporten zielt ergänzend auf den Hochlohnsektor. (Interessant, daß die Piraten bedenkenlos Positionen der Linken kapern)

  • Warum machen Leute Jahr für Jahr diesen drecks Wahl-o-mat?


    Wahl-O-Mat schickt Wähler in die Wüste
    Der allgemein beliebte Wahl-O-Mat, eine Art virtuelle, vor weg genommene
    Bundestagswahl, manipuliert die Wähler und damit die reale
    Bundestagswahl auf eine unredliche Art und Weise. Wer an dem über viele
    Medien verbreiteten virtuellen Spielchen teilnimmt, wird unterschwellig
    belehrt, welche Fragen und Themenkomplexe für seine reale Wahl
    am 22.September wichtig seien und welche es gar nicht gibt. Der
    Fragenkatalog des Wahl-O-Maten erzeugt unterschwellig einen Druck der
    politischen Korrektheit. Wer die Fragen des Wahl-O-Maten ausfüllt,
    spürt, wie er eigentlich zu antworten hat. Und umgekehrt, wie er
    eigentlich nicht antworten dürfte.



    Auf links gebürstete Zeitverschwendung. Die Leute lesen sowieso nicht mal mehr Wahlprogramme.

  • Naja, gut, über die Wahltomate kann man sich streiten, aber es ist immer ganz lustig mitanzusehen. :D
    Mein Grund der Partei der Vernunft (endgültig) beizutreten, war er jedenfalls, denn nach jahrelanger FDP-Dominanz im Wahlomaten, war ich doch reichlich erstaunt und froh, endlich mal eine andere Partei da zu sehen, denn die FDP hat mich nach der Bundestagswahl 2009 (bei der ich noch hochmotiviert im Wahlkampf mitgearbeitet habe) so extrem enttäuscht, dass sie eigentlich nicht mehr wählbar war. Problem: Was dann wählen? Ist immerhin mein erstes Mal, und gleich Nichtwähler sein wollte ich auch nicht. Schade, dass die Partei der Vernunft hier in Brandenburg nicht antritt. Ich schwanke nun noch zwischen Doch-FDP, weil CDU-FDP noch das kleinste Großübel wäre, oder eine Proteststimme der Parte geben, die am ehesten 5% erreicht. (Afd, Piraten) AfD haben sich für mich durch die doch stark durchschimmernde koservative Seite generell unwählbar gemacht, die Piraten durch ihren (von mir allerdings erwarteten) starken Linksgrünrutsch auch... weiß daher noch nicht, was ich wähle. Bleibt wohl wieder nur die FDP :/


    Genug gelabert, mein Ergebnis: (unter 8 Parteien - die die bereits vertreten sind und Afd, Piraten, PdV)


    PdV - 84,3%
    AfD - 78,7%
    FDP - 75,9%
    CDU/CSU: 60,2%


    Rest unter 50%, Linken Letzter.

  • Problem: Was dann wählen? Ist immerhin mein erstes Mal, und gleich Nichtwähler sein wollte ich auch nicht. Schade, dass die Partei der Vernunft hier in Brandenburg nicht antritt. Ich schwanke nun noch zwischen Doch-FDP, weil CDU-FDP noch das kleinste Großübel wäre, oder eine Proteststimme der Parte geben, die am ehesten 5% erreicht. (Afd, Piraten) AfD haben sich für mich durch die doch stark durchschimmernde koservative Seite generell unwählbar gemacht, die Piraten durch ihren (von mir allerdings erwarteten) starken Linksgrünrutsch auch... weiß daher noch nicht, was ich wähle. Bleibt wohl wieder nur die FDP :/

    Ich teile deine Einschätzung zu AfD und Piraten absolut. Keine der beiden Parteien hat für mich eine liberale Ausrichtung. So wie ich das sehe, ist die AfD ist eine Art CDU ohne Euro. Die Piraten sind nicht in der Lage, über den eigenen Datenschutz-Tellerrand hinaus eine liberale Politik zu verfolgen, und reihen sich stattdessen ideologisch in die linksgrüne Gesinnungsgemeinschaft der Guten ein.


    An deiner Stelle würde ich die FDP wählen - egal, wieviel oder wenig sie in den letzten Jahren auf die Reihe gebracht hat: lieber eine Partei mit liberalen Ansätzen, als eine mit autoritären.


    Ich halte es übrigens für nicht gerade unwahrscheinlich, dass die AfD in den Bundestag einzieht. Ich habe den Eindruck, die Wahlforschungsinstitute haben die AfD in ihren Prognosen bisher bewusst kleingehalten, aber nachdem die Wahl näherrückt und Forsa schon auf 4% hoch ist, könnte ich mir vorstellen, dass die Institute langsam mit den richtigen Zahlen rausrücken müssen.

  • An deiner Stelle würde ich die FDP wählen - egal, wieviel oder wenig sie in den letzten Jahren auf die Reihe gebracht hat: lieber eine Partei mit liberalen Ansätzen, als eine mit autoritären.

    Ja, dahin tendiere ich momentan auch. Als Abschied werde ich ihnen wohl meine erste Wahlstimme überhaupt geben... um danach hoffentlich immer die PdV wählen zu können ;-) Zumal sie ja immer noch nur bei 5-6% rumkrauchen und keine halbwegs liberale Partei im Bundestag wäre ja auch scheisse... (mal ganz von der Nichtmöglichkeit von CDU-FDP abgesehen)


    Wobei ich heute nett von einem SPD Stand bei uns auf dem Markt betreut wurde und gleich alles, was man so braucht erhalten habe. (Feuerzeug, Pfefferminzpastillen (beides gut für Raucher), Taschentücher ("Nicht weinen - wählen"), einen Kugelschreiber und ich habe mich fast schon vom Gutmenschentum in ihren Prospekten einlullen lassen ;=)) Hab sonst bisher nur von den Linken mal Gummibärchen bekommen :-(....

    Ich halte es übrigens für nicht gerade unwahrscheinlich, dass die AfD in den Bundestag einzieht. Ich habe den Eindruck, die Wahlforschungsinstitute haben die AfD in ihren Prognosen bisher bewusst kleingehalten, aber nachdem die Wahl näherrückt und Forsa schon auf 4% hoch ist, könnte ich mir vorstellen, dass die Institute langsam mit den richtigen Zahlen rausrücken müssen.

    Ja, die AfD hat echt gute Chancen! Und wenn die einzieht und die FDP bei ihren 5-6% bleibt sowie die CDU nicht noch besser abschneiden sollte als in den Umfragen, siehts mit Schwarz-Gelb recht schlecht aus. (Oder irre ich mich da? ... bisher ja irgendwie immer 2,3 Sitze vorne...)

  • Zitat von »Jan-Michael Witte«




    Problem: Was dann wählen? Ist immerhin mein erstes Mal, und gleich Nichtwähler sein wollte ich auch nicht. Schade, dass die Partei der Vernunft hier in Brandenburg nicht antritt. Ich schwanke nun noch zwischen Doch-FDP, weil CDU-FDP noch das kleinste Großübel wäre, oder eine Proteststimme der Parte geben, die am ehesten 5% erreicht. (Afd, Piraten) AfD haben sich für mich durch die doch stark durchschimmernde koservative Seite generell unwählbar gemacht, die Piraten durch ihren (von mir allerdings erwarteten) starken Linksgrünrutsch auch... weiß daher noch nicht, was ich wähle. Bleibt wohl wieder nur die FDP :/
    Ich teile deine Einschätzung zu AfD und Piraten absolut. Keine der beiden Parteien hat für mich eine liberale Ausrichtung. So wie ich das sehe, ist die AfD ist eine Art CDU ohne Euro. Die Piraten sind nicht in der Lage, über den eigenen Datenschutz-Tellerrand hinaus eine liberale Politik zu verfolgen, und reihen sich stattdessen ideologisch in die linksgrüne Gesinnungsgemeinschaft der Guten ein.

    Warum denn nicht die Freien Wähler wählen? Die sind, soweit ich weisz auch in Brandenburg vertreten. Und die FDP ist doch nur noch auf dem Papier liberal. Meine Stimme kriegen die nicht, und solange ich die PDV in meinem Bundesland noch nicht wählen kann, halte ich die Freien Wähler für die akzeptablere, weil Berufspolitiker-ärmere Alternative.