Reformation der FDP


  • Pauschalisierungen bringen uns nicht weiter. Ich habe auch berechtigte Zweifel das Herr A. Benesch jemals an einem Stabsdienst teilgenommen oder ein Lagezentrum von innen gesehen hat. Ich schon. Von daher kann ich den Ball zurückspielen.
    Es geht bei einer "politischen Arbeit" (wie ich dieses Wort hasse) darum das Vertrauen der Menschen für die eigene Sache zu gewinnen. Durch Überzeugen und entsprechende Handlungen. Politik ist ein verdammt mieses Geschäft. Aber genau das machen viele und sind mehr oder minder erfolgreich. Eine der wichtigsten Ressourcen sind Geld, Leute und Zeit. Die Qualität kommt von alleine.
    Im Gegensatz zu den kommunistischen Piraten haben wir keine Staatsfinanzierung erhalten und müssen unsere extrem knappen Mittel wohlüberlegt einsetzen. Von nichts, kommt nichts. Wir haben allerdings die besseren Argumente. Das traurige ist halt nur, wie es Roland Baader schon treffend formulierte, daß die meisten Menschen nicht durch rationelles Argumentieren zu
    überzeugen sind, sondern eher auf der emotionalen Schiene. Angst ist hierbei ein starker und wichtiger Faktor.


    Das Interview zwischen Herr A. Benesch und Oliver Janich habe ich seinerzeit gesehen und es war... pardon... ein Armutszeugnis was Alex da vom Stapel gelassen hat. Das war Arroganz erster Güte. Inwiefern der militärische Aspekt derzeit bei der PdV eine Rolle spielt kann ich nicht beurteilen, aber wie Subversion und Agitation funktioniert wissen die meisten hier mit Sicherheit.

  • @Markus Teichtinger


    Die Sachen sind nicht von Benesch, die Sachen sind von mir.



    Zitat

    Das Interview zwischen Herr A. Benesch und Oliver Janich habe ich
    seinerzeit gesehen und es war... pardon... ein Armutszeugnis was Alex da
    vom Stapel gelassen hat. Das war Arroganz erster Güte. Inwiefern der
    militärische Aspekt derzeit bei der PdV eine Rolle spielt kann ich nicht
    beurteilen, aber wie Subversion und Agitation funktioniert wissen die
    meisten hier mit Sicherheit.

    Achja? Benesch hätte bei dem Interview eine bessere Figur machen können, Janich ist aber zurück gefallen auf die libertäre Idiotenformel von "Get government out of it" und alles andere sind Etatisten. FDominicus hat gerade genau das gleiche gemacht. "Aber, aber die anderen." So eine Art von Argumentation kenne ich sonst nur von Moslems und Kommunisten.
    Und die Leute wissen eben nicht wie Subversion und Agitation funktionieren. Wie lange hat Janich einfach getäuscht über das was im Bundesvorstand vor sich ging? Und dieser Plan M jetzt, mit dem man von PDV Seite nichtsmehr zu tun haben will, dass ist richtige Subversion die im Fahrwasser der PDV sich jetzt radikal formieren will. Wer sind diese ganzen AnKaps? Ehemalige Linke die um ihre kaputte Psyche eine neue Utopie-Ideologie basteln wollen. Manfred Kleine-Hartlage hat mal beschrieben wie Linke denken und genau das Muster siehst du bei den AnKaps. Prominente Gesichter der PDV sind dabei nur verbrannte Erde zu hinterlassen und du erzählst mir die Leute kennen sich aus mit Subversion..... Wissen sie leider nicht. Und auch als kleiner Stabsoffizier haben die Leute Wissenslücken da kann ein Containerschiff durchfahren.


    Zitat

    Eine der wichtigsten Ressourcen sind Geld, Leute und Zeit. Die Qualität kommt von alleine.

    Wieder wünschte ich das wäre so. Das dumme ist, dass man in der Frühphase glaubt keinen Auswahlprozess treffen zu können. Jetzt hat man auch viele Idioten im Schlepptau die von Libertarismus keine Ahnung haben und rübergeschwappt kommen


    Zitat

    Im Gegensatz zu den kommunistischen Piraten haben wir keine
    Staatsfinanzierung erhalten und müssen unsere extrem knappen Mittel
    wohlüberlegt einsetzen. Von nichts, kommt nichts.

    Hast du mal gesehen wofür Leute in der PDV so Geld ausgeben? Ich hoffe das siehst du mal.


    Zitat

    Das traurige ist halt nur, wie es Roland Baader schon treffend
    formulierte, daß die meisten Menschen nicht durch rationelles
    Argumentieren zu


    überzeugen sind, sondern eher auf der emotionalen Schiene.

    Das und Karitative. Die ganzen großen Partein funktionieren auch nur noch durch Armuts-Zuhälterei.

  • Zitat

    Stimmt nicht. Das hier ist kein Wunschdenken einer Wir-sind-alle-happy Gesellschaft, das hier muss sich an der Realität messen.

    Und sämtliche Politischen Parteien scheitern in der Realität daran, dass deren Mitglieder entweder keine ausreichende Qualifikation, keine Vernunft oder keine Moral haben. Gäbe es soetwas in den Parteien, würden sie funktionieren. Und ich bin der Überzeugung, dass solange die Mitglieder der Parteien so sind, werden diese immer scheitern. Und nur weil die meisten Politiker in der Realität Nieten sind ist das kein Grund, nicht daraufhin zuarbeiten, dass dies besser werde.

    Zitat

    Mir ist die Beschäftigung der Unterstützer absolut nicht egal, da bei
    mir der Alarm klingelt, wenn Interessenskonflikte auftauchen.

    Zustimmung.

    Zitat

    Und kein Mensch, kein junger Mensch, hört irgendeinem Rentner zu der
    sein Leben lang mit an der Schaffung der Verhältnisse beigetragen hat
    aber ihm dann erzählen will, wie die Welt zum besseren zu laufen hatte. So Sachen wie Vernunft und Moral kannst du Außenwirkungstechnisch in die
    Tonne treten.

    Das stimmt, aber es gibt viele junge Menschen die irgendwelchen Rentnern zuhören, die ihr Leben lang mit der Verhinderung dieser Verhältnisse beschäftigt waren und ihnen dann erzählen, wie die Welt zum besseren zu laufen habe. Und deren Argumente die auf Vernunft und Moral aufbauen sind Außenwirkungstechnisch zum überhaupt-nicht-in-die-Tonne treten.

    Zitat

    Schau dir mal die linken Hasskappen an. Wer steht da
    vorne dran und schmeisst nen Stein? Auf wen baut sich die ganze
    Organisation? Junge Leute die das ganze tragen. Und die kommen nicht
    durch Vernunft und Moral dazu ne Hasskappe zu werden, sondern weil die
    drecks Sozis jede Ebene im öffentlichen Leben, Kultur und Politik
    infiltriert haben.

    Das stimmt. Aber Vernunft und Moral könnte sie davon abhalten, weiterhin Steinschmeißende Hasskappen zu sein. Und man muss nicht immer die Kritik der praktischen Vernunft selber lesen um das zu begreifen. Manchmal sind es so einfache Dinge wie das bloße Überleben und das es besser ist, wenn mir jemand hilft. Und dann braucht es noch irgendwann die Erkenntnis, dass man ein Konzept braucht, um daraufhin zuarbeiten.

    Zitat

    Kein Mensch interessiert sich einen Kehricht für alte Mahner die was von
    Vernunft und Moral erzählen wollen. Sollen das Leadership Figuren sein?

    siehe weiter oben.

    Zitat

    Dazu fehlt die Aggressivität weil die Testosteronwerte im Keller sind.
    So machst du keine Politik. Kannste knicken.

    So wie ich das sehe habe viele Bürger Deutschlands aggressive Sieger-Politiker einfach nur noch satt. Und die "AfD" ler wurden gerade deshalb gewählt, weil sie etwas anboten, dass einfach anders war und vernünftig klang, nicht weil sie aggressive Kandidaten hatte. (Gut, die AfD wurde nicht von allen gewählt, aber es Leute, denen kann und soll man es nicht recht machen)

    Zitat

    Schau dir mal die
    Gurkentruppe von der AfD an. Da klatscht man deren Leute her bei
    Unterschriftenaktionen und so weiter und keiner nimmt die ernst

    Und ich behaupte, gerade weil die AfD mit dem Vorfall vernünftig umgegangen ist gewinnt sie an Sympathie. Was vermutlich daran liegt, dass viele AfD Wähler sich genau so eine Partei wünschen, und keine gewalttätige. Und ich vermute das wird vielen PdV-Wählern ähnlich gehen.

    Zitat

    Und die
    FDP mit einem Schwuli und einem kleinen, dummen Stabsarzt an der Spitze
    nimmt man genauso wenig erns.

    OK, das liegt aber daran dass die FDP mit den beiden Abgeordneten weder ein überzeugendes Konzept noch Ergebnisse hatte, und nicht unbedingt am Testosteronmangel.

    Zitat

    Des hat schon nen Grund wieso
    Revolutionsbewegungen vom Statedepartment Leadership Training erhalten

    Genau solche Revolutionen und Führer will die PdV nicht. Das Grundsatzprogramm der PdV erscheint mir eher wie eine politische Evolution in Richtung Freiheit.

  • Ich fürchte, sobald man sowas wie ein Staatswesen ... oder paar Stufen niedriger: bissl komplexere Machtstrukturen hat, dass es dann am Ende in so einer Art Kapitalsozialismus enden muss. Und ich glaube, der von der PdV gewünschte Währungswettbewerb wird dafür sorgen, dass der Staat innerhalb weniger Wochen schlicht bankrott geht. Sprich, wenn Währungswettbewerb dann ohne staatähnliche Strukturen. Weill man aber zwecks Eigentum staatliche Strukturen dann wird es ohne gesetzliches Zwangszahlungsmittel nicht gehen. Der Staat funktioniert nämlich nahezu ausschließlich über Schulden/Kredite.



    MfG

    Hayek hat beschrieben, dass sich Währungswettbewerb und Staatswesen nicht ausschließen. In der Schweiz gibt es nämlich auch vereinzelt Privatwährung.
    Da würde ich mir an deiner Stelle weniger drum scheren.
    Wäre das vernünftigste, wenn es einen Ideenwettbewerb in der Geldwirtschaft gibt.
    Es gibt ein Buch u.a. von Thorsten Polleit, in dem er Vorschläge unterbreitet. Ich glaube, es heißt ''Geldreform''.
    Starbatty hat zb. gesagt, dass die Europroblematik vor allem damit zusammenhängt, dass die Rechtsstaatlichkeit nicht mehr gegeben war. Wenn man sich an die auferlegten Veträge und Kriterien gehalten hätte, würde es heute wahrscheinlich besser um den Euro aussehen. So ist sein Ende natürlich wie das Schicksal aller Papierwährungen absehbar.
    Au0erdem sollte man genauer reflektieren, ob das reflexartige libertäre Credo, den Staat prinzipiell aus allem rauszuhalten, immer so klug und anwendbar ist. Verwaltung wird es in Gesellschaft immer automatisch geben.

    ''Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst!''- Abraham Lincoln

  • Das Problem mit dem staatlichen Regelmonopol, welches es bei staatl. Kontrollen/Verwaltung immer Bedarf, ist daß es ein Selbstläufer ist. Sprich es bläht sich auf und ernährt sich von der Arbeit der "produktiven/wertschöpfenden" Gesellschaft.
    Kein Planwirtschaftler wird jemals zugeben daß es "hier nichts zu planen gibt" und damit freiwillig seine Alimentierung aufgeben. Das ist mit das größte Problem der Staatsgläubigen und Ordo-Liberalen.
    Man kann das Ungeheuer eine zeitlang im Zaum halten, aber dann wächst es unaufhörlich bis nichts mehr da ist was gefressen werden kann.
    Der Staat besteht auch nur aus Menschen und diese haben keine feste Bindung mit dem was sie da machen, es ist ja nicht ihr Land oder ihr Eigentum was hier verprasst wird. Ein privates (idealerweise Familienunternehmen) ist hier völlig anders gepolt. Es ist MEIN Unternehmen, MEIN Eigentum und MEINE Verantwortung dafür Sorge zu tragen. Da geht so schnell nichts schief oder bläht sich unnötig auf.
    Deswegen sind private Firmen auch erfolgreicher gegenüber den staatlichen Schlappschwänzen.


    Und ja es ist Klug den Staat aus allem herauszuhalten. Wer legt fest wo der Staat dieses oder jenes Regeln soll? Was dem einem "Marktversagen" ist, ist dem anderen halt eine "Marktbereinigung". Bei ersterem kommt sofort der regelwütige Staat daher und macht es nur schlimmer (Schrecken ohne Ende), beim zweiten ist es eine temporäre Störung (Ende mit Schrecken) und keiner muss irgendwas Regeln (=Geld verschleudern).


    Markt oder Befehl?

  • "Man kann das Ungeheuer eine zeitlang im Zaum halten, aber dann wächst es unaufhörlich bis nichts mehr da ist was gefressen werden kann."


    In einem Buch über die Jagd in den Bergen (Die Heuraffler). Ich zitiere von der S. 92
    ".. irgendwie und -wo dem Staat, diesem rätselhaften Phantom, das durch die Geschichte der Völker geistert und mit der Vermehrung der Menschheit noch unheimlicher und mächtiger geworden ist als in den Tagen Spartas und des alten Roms.
    Eine angeblich menschliche Einrichtung ist er, der sein dämonisches Grundwesen aber nie verbergen konnte, Garant der Kriege, Brecher der Rechte, Träger aller Gewalttaten gegen das Einzellebewesen, vom Einbruch in den Hausfrieden, von Erpressung und Raub bis zur Einkerkerung, Folter und Mord. Es gelingt wohl dem hochstehenden Gesetzgeber, ja manchmal sogar höchstentwickelten Völkern, den Dämon für eine Weile nutzbringend hinter das Joch zu spannen, aber dann ist's als riefe er andere aus der ganzen Welt zu Hiilfe. Es hat noch kein Dämon dem Glück der Menschheit dauerhaft gedient.
    ...
    Und er (der Staat v. Autor) wendet trotz der gegebenen Garantien allen Scharfsinn auf, das Eigentum zu beschneiden, zu pfänden und am Wachstum zu hindern. Es gibt nur einen Feind des Eigentums, und der heißt Neid
    ...
    "

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  • Ich fürchte, das Problem ist, dass dieses Ungeheuer auch auftauchen wird wenn man auf österreichische Schule macht. Staat ist sowas wie Krebs. Es gibt keinen "guten" Krebs. Sobald das Ding auftaucht wird es wuchern ohne Ausnahme.



    MfG

  • Ich fürchte, das Problem ist, dass dieses Ungeheuer auch auftauchen wird wenn man auf österreichische Schule macht. Staat ist sowas wie Krebs. Es gibt keinen "guten" Krebs. Sobald das Ding auftaucht wird es wuchern ohne Ausnahme.



    MfG


    Nun ich finde die Schweizer haben es bisher mit am Besten gemacht. Und das wuchern doch sehr eingeschränkt, was nicht heißt, es sollte nicht weiter in Richtung "Professonalisierung aller Lebensbereiche" (Lies ein Gesetz für jeden Furz) gehen. Die Schweizer haben sich aus den großen Kriegen herausgehalten und durch die Dezentraliserung dem Staat eine Menge von Möglichkeiten entzogen.

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams