Die Ahnungslosigkeit eines Journalisten

  • hier wird tatsächlich geschrieben: "Sie war und ist die Partei der radikalen Libertären. "
    http://www.faz.net/aktuell/pol…er-groll-12770526-p2.html


    Nun ja, das unsere Systempresse keine Ahnung hat, hat Sie schon oft bewiesen. Seltern aber in so kurzer bündiger und falscher Form. Bitte liebe Restleser der FAZ tun Sie mir ein Gefallen, bestellen Sie die FAZ einfach ab.


    Das wird dann "sogar" von einem AfD nahestehenden als das bezeichnet was es ist: Quatsch
    http://kpkrause.de/2014/01/27/…ritik-der-afd-zum-gahnen/


    Die AfD ist soweit von libertär entfernt wie wir von einer nicht Fiat-Währung....

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

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  • Würde das eher als Kampf um die Begriffe deuten.
    Libertär ist ja ein ziemlich neuer Begriff für die Zeitungsschreiberlinge und klingt irgendwie eher wertneutral/positiv nach "Freiheit". Und wenn ein aufstrebender, berufsstartender Schreiberling sich profilieren will, geht das ja am leichtesten mit politisch korrektem Geklexe.


    Also flux die Gespenster aus der Mottenkiste gekramt und für FAZ-Leser etwas Neusprech verabreicht. Dann wird Libertär mit AfD verknüpft. Es geht ja hier um Leute die den Begriff nicht kennen und damit nicht viel anfangen können. Da wird bestimmt noch einiges in den geistigen Programierwerkstätten für die öffentliche Meinung entworfen werden.
    Vielleicht soetwas wie EU-Parlament = demokratisch u.s.w. (zur "Ehrenrettung" der FAZ: Roman Herzog http://www.faz.net/aktuell/wir…-europa-idee-1906033.html)

  • Das hab ich heute in der Geldsystemgruppe der Piraten aufgeschnappt.
    Hier der Post von Holger Lang (Buchautor)


    Holger Lang
    Habe
    kürzlich den YouTube-Kanal von Dr. Karl Pitz (Der MakroAnalyst)
    entdeckt, der sich eingehend und wie ich finde sehr gelungen zu den
    Themen "EU, Euro, Globalisierung, Global Governance, Global Finance
    Capital), aber auch z.B. zu den Verbindungen dieser Themen mit dem
    Libertarismus äußert. Es lohnt sich m.E. sich einmal sämtliche Module
    anzuhören. Besonders empfehlenswert sind Modul 1.3 Währungsunion; 1.4
    Fiskalunion und 1.5 Bankenunion.


    bei diesem Pitz bin ich auf folgendes Video gestoßen
    Ob das Ahnungslosigkeit oder eher Demagogie ist weiß ich nicht. Wenn solche Info die Runde (bei den Piraten) macht, wundert mich nichts mehr.
    2.2 Neo-Liberalismus oder Libertarismus?


    http://www.youtube.com/watch?v=dT0TqOISV5Q
    Vorweg der erste Kommentar zum Video




    Doktor Schnackels
    vor 1 Monat



    Noch
    nie soviel Unsinn gehört wie in diesem Video. Greenspan ein Libertärer?
    Klar, Hitler hat sich auch als Menschenfreund bezeichnet. Wäre
    Grünspann Libertär gewesen hätte er die FED auflösen lassen und freies
    Marktgeld befürwortet. Libertarismus heist nicht Macht in den Händen von
    wenigen, der Markt hat keine Macht. Dazu braucht es die staatliche
    Gewalt.


    Das hier ist Desinformation wie es nicht einmal der beste kommunistische Denunziant hinbekommen hätte.
    Jeder
    wo sich für ein staatliches Geldmonopol ausspricht ist verdammt nochmal
    kein Libertärer! Das Geldwesen ist das Grundfundament unserer Existenz
    und dies MUSS sich dem freien Wettbewerb stellen.

  • Danke Rita für den link.
    in einem Kommentar geht es schon los:


    "fightDYStopiavor 7 Monaten
    Danke dir vielmals Karl fürs Referieren! Ich hatte den Libertarismus wohl wirtschaftspolitisch völlig falsch eingeordnet - ihn eher mit der Freiheit von (staatlicher) Gewalt und Bevormundung des Anarchismus gleichgesetzt... Nun stehe ich dem Libertarismus viel kritischer gegenüber, danke."

  • Danke Rita für den link.
    in einem Kommentar geht es schon los:


    "fightDYStopiavor 7 Monaten
    Danke dir vielmals Karl fürs Referieren! Ich hatte den Libertarismus wohl wirtschaftspolitisch völlig falsch eingeordnet - ihn eher mit der Freiheit von (staatlicher) Gewalt und Bevormundung des Anarchismus gleichgesetzt... Nun stehe ich dem Libertarismus viel kritischer gegenüber, danke."


    Sieht so aus als ob Ahnungslosigkeit doch eine Seuche ist. Mal schauen wann es mich dann erwischt :zombie:

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  • In der Piratengeldsystemgruppe wird man jedesmal ziehmlich angepisst, wenn man sich als Anhänger des Libertarismus und eines freien Geldsystems outet. Mises und Hayek wird von einigen unterstellt sie seien Büttel des Großkapitals, da sie solche Ideen(unregulierter Markt auch bei Geld)propagieren. Kein Wunder bei solchen Informationsquellen. Ich bin da drin, weil man trotzdem auch viele interessante Informationen zur aktuellen Krise,zum Geldsystem und was so alles darüber verzapft wird bekommt. Man sollte sich auch mit den sozialistischen Lösungsvorschlägen auseinandersetzen. Das schärft den Blick für Blödsinn und warum es so nicht laufen sollte.Vor allem dieser Post (negativer Gleichgewichtszins)ist interessant.Ich kann das nur noch nicht richtig einordnen.http://neir.de/
    Das gehört aber eigentlich unter eine andere Überschrift.

  • In der Piratengeldsystemgruppe wird man jedesmal ziehmlich angepisst, wenn man sich als Anhänger des Libertarismus und eines freien Geldsystems outet. Mises und Hayek wird von einigen unterstellt sie seien Büttel des Großkapitals, da sie solche Ideen(unregulierter Markt auch bei Geld)propagieren. Kein Wunder bei solchen Informationsquellen. Ich bin da drin, weil man trotzdem auch viele interessante Informationen zur aktuellen Krise,zum Geldsystem und was so alles darüber verzapft wird bekommt. Man sollte sich auch mit den sozialistischen Lösungsvorschlägen auseinandersetzen. Das schärft den Blick für Blödsinn und warum es so nicht laufen sollte.Vor allem dieser Post (negativer Gleichgewichtszins)ist interessant.Ich kann das nur noch nicht richtig einordnen.http://neir.de/
    Das gehört aber eigentlich unter eine andere Überschrift.

    Ist mir auch schon mehrfach passiert.
    Bemerkenswert ist, Deregulierung wird bei diesen Leuten mit dem Aufheben der Golddeckung des Dollars durch Nixxon verknüpft. Es wird unterstellt das ja Libertäre dies gefordert hätten, da sie für die Deregulierung sind... eine doppelt gewundene Schraube im Kopf.


    Es gibt ja immer und überall etwas Wahrheit und etwas Irrtum in jeder Denkschule. Die echte Welt nur mit libertärer Logik erklärt ist eine ganz andere Welt als wir sie heute vorfinden. Es gibt also noch jede Menge Prozesse die unerforscht, unbeachtet oder undurchdacht sind. Interessant ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel der Konflikt sogar innerhalb der heutigen österreichischen Schule z.B. in Spanien (De Soto - Fekete).

  • soweit wie ich es verstanden habe geht es um den gleichen Konflikt wie auch Plan M es hervorruft.


    die reine und unbefleckte Theorie (De Soto) gegen die praktische Realität (Fekete)


    Fekete beschäftigt sich stark mit Marktgeld in Form von Handelswechsel.
    Diese Wechsel sollen (wie bis 1914) als hochliquide und wertgedeckte Forderungen eine Art kurzfristige Kreditexpansion für den ökonomischen Kreislauf schaffen, sogenannte short-term-credits . Zusammen mit einem goldgedeckten Long-term credits (Gold-Bonds) wären dies Instrumente, die eigentlich nur wiederbelebt werden müssten um ein global funktionierendes Marktgeld bereitzustellen. Er ist somit ein "monetary crank" für de Soto

  • soweit wie ich es verstanden habe geht es um den gleichen Konflikt wie auch Plan M es hervorruft.


    die reine und unbefleckte Theorie (De Soto) gegen die praktische Realität (Fekete)

    So isses, und wie Du richtig beschrieben hast, geht es bei Fekete und de Soto um Geldwechsel ("real bills") und deren inflationäre Wirkung, also ein (noch) ziemlich sekundäres Thema, das selbst unter Libertären kaum jemand interessiert, und bei dem 90% der Interessierten nicht genug durchblicken, um sich eine wirkliche Meinung zu bilden (einer davon bin ich :golly: ) .
    Das eigentlich Interessante daran ist aber: Es gibt eine winzige Gruppe von Menschen (Libertäre), von denen sich eine winzige Gruppe mit dem Thema real bills beschäftigt, darunter wiederum eine kleine Teilgruppe mit Durchblick. Dieses runde Dutzend Leutchen weltweit steht sich also in ihren Anschauungen und ihrem Engagement so nahe, dass man automatisch eine enge Kooperation zwischen ihnen erwarten würde. Schaut man sich aber dieses Video an, wird dort eine derartige Verachtung zur Schau gestellt, dass nach dieser Show die beiden Herren Profs nie wieder einen sinnvollen Disput haben werden. (Ab 20:44 bezeichnet er Fekete als Guru einer Sekte, weigert sich dessen Namen zu nennen und macht sich über dessen ungarische Herkunft lustig)
    Warum finde ich das so interessant? Weil das Phänomen überall unter Libertären auftritt, uind sie sich so gern untereinander beharken, dass selbst unter ihnen das Wort "libertär" zum Schimpfwort werden kann. Ist der Libertäre z.B. ein eingeschfleischter Voluntarist, dann sind für ihn (minarchistische) "Libertäre" Abschaum, und manchmal auch umgekehrt. Andere haben sich auf Anhänger von Ayn Rand eingeschossen. Plan M gegen die Vorschrift, 100% Gelddeckung gegen free banking, Misesianer gegen Hayekianer, PDV Grüppchen X gegen PDV Grüppchen Y etc... Diskussion ist ja toll, solange sie konstruktiv bleibt und nicht in Feindschaft ausartet. Niemand soll zur Kooperation gezwungen werden, aber warum um Himmels Willen beschäftigen sich Libertäre hauptsächlich damit, sich untereinander zu bekeifen?


    Ich kann es also keinem Außenstehenden verdenken, wenn er, absichtlich oder aus Unwissenheit, das Wort "libertär" missbraucht.

    "Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit linguistischen Mitteln" (Pepe Escobar)
    "Wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, der hat kein Herz, wer es mit 40 Jahren noch ist, hat kein Hirn." - Georges Clemenceau (oder Churchill,
    Benedetto Croce, Fontane, G. B. Shaw oder?)
    Hab mit 39 grad noch die Kurve gekriegt..

  • In der Tat.
    Wenn man sich selbst zu hoch bewertet, leidet das gesamte Umfeld. Ich kann leider nur bruchstückhaft spanisch, klang aber äußerst nervös. Es ist ihm aber anscheinend auch eine Herzenangelegenheit, sonst wäre er nicht so hart mit seinem Umfeld.
    Ich kann mich bei der Diskussion auch nur auf dritte berufen.
    Schade ist auch, das viele Studenten von deSoto mehrheitlich Fekete anhängen und die nun durch deSoto begründete universitäre "Linie" zu durchtrennen droht. Was das für die Zukunft des Lehrstuhls bedeutet? Es ist auf jeden Fall schwieriger die Tradition fortzuführen.


    Aber diese Diskussionen gab es auch schon vor hundert Jahren. Bsp Schumpeter, der bei Wieser und Böhm-Bawerk studierte, sich in seiner Theorie von seinen Lehrern entfernte und die ihn schliesslich verstießen.

  • Wenn man sich selbst zu hoch bewertet, leidet das gesamte Umfeld.

    Wie auch immer, ob das auf Minderwertigkeitskomplexen basiert und/oder einer übertriebenen Geltungssucht;
    Man kann einfach akzeptieren, dass es auch in dem unserer Meinung nach libertären Prozent oder Promille der Menschheit Leutchen mit anderen Ansichten gibt. Die sind dann schon ein paar Schritte weiter als der überwiegende Rest, also nicht per se bescheuert oder sonstwie beleidigungs- oder ausschlusswürdig. Vielleicht haben die meisten sogar die innere Ruhe dafür, aber die Separatisten behalten meist die Oberhand. Das geht bis die winzigsten Einheiten hinab. Sobald ein libertäres Trüppchen irgendwie handlungsfähig ist oder auch nur zu werden droht, meckert man sich auseinander. Die gefühlte Grenze dafür liegt bei unter 10 ?( .

    "Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit linguistischen Mitteln" (Pepe Escobar)
    "Wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, der hat kein Herz, wer es mit 40 Jahren noch ist, hat kein Hirn." - Georges Clemenceau (oder Churchill,
    Benedetto Croce, Fontane, G. B. Shaw oder?)
    Hab mit 39 grad noch die Kurve gekriegt..

  • bei diesem Pitz bin ich auf folgendes Video gestoßen
    Ob das Ahnungslosigkeit oder eher Demagogie ist weiß ich nicht. Wenn solche Info die Runde (bei den Piraten) macht, wundert mich nichts mehr.
    2.2 Neo-Liberalismus oder Libertarismus?


    http://www.youtube.com/watch?v=dT0TqOISV5Q


    Fürchterlich! Ein Powerpoint-Vortrag mit Einschlafstimme als Video? Gibt es dazu kein Transscript zum selber lesen? Ich tippe ja mit 2 Fingern schneller als diese Schlaftablette erzählt! Youtube ist für Videos, hat diese Schnarchnase kein klassisches HTML-Blog? So mit lesbarem Text und ab und zu ein paar Grafiken? Oder besteht die Zielgruppe aus Analphabeten?


    Was sind das für Leute, die sich diesen Kanal freiwillig antun und dann noch glauben, sie würden da etwas lernen?