• Also ich stehe auf und was seh ich als erstes wieder im Newsticker "Streik bei Amazon".


    Wisst ihr eigentlich wie mich das ankotzt?


    Ich mag Amazon. Ich hab das letzte mal, glaube ich 2005, etwas von Amazon gekauft. Seitdem aber nicht mehr. Ich hab meine Bücher wo anders gekauft, obwohl sie bei Amazon billiger gewesen wären. Trotzdem mag ich Amazon. Warum mag ich Amazon?


    Amazon ist nur der nächste logische Schritt in der Marktentwicklung. Zuerst gab es Marktstände, dann Kaufmannsläden, dann Department Stores, dann Discout Ketten. Dann Onlinehandel und jetzt eben den virtuellen Department Store. Und es ist auch normal das Leute, vornehmlich die Konkurrenz, Amazon hasst.


    Zuerst gab es die Marktstände, wo halt an Markttagen Leute einen Stand angemietet haben. Wenns stark geregnet hat oder so war das dann halt scheisse. Die Kaufmannsläden hatten dieses Problem nicht und die Marktstände haben fanden dann diese Konkurrenz wieder unfair. Jede Neuerung an Massenverkauf hat Proteste verursacht. Als Department Stores in den USA eröffnet haben gab es Proteste.
    Als Sears and Roebuck den Posthandel von Waren angefangen haben Händler dagegen demonstriert. Sears and Roebuck haben mit ihrem Versandmodell dabei den Farmern in den USA einen echten Segen erwiesen, die über diese Form der Endkunden- und Händlerfindung den Mittelsmann umgehen konnten für den Kauf von Dingen die sie benötigt haben und den Absatz von Waren die sie produzierten. [Sears History]
    Als die Handelskette A&P (Atlantic and Pacific) in den USA eröffnet hat, hat man versucht Gesetze zu erlassen gegen sie, wie den Robinson–Patman Act. Das gleiche Theater sehen wir heute auch mit Walmart und eben Amazon.


    Nun, warum streiken die Leute bei Amazon? Ja weil sie meinen sie kriegen nicht genug Geld. Genauso wie die Leute bei McDonalds nicht genug Geld kriegen. Diese Jobs sind nicht dafür da, dass man davon eine Familie mit zwei Kindern ernähren kann, diese Jobs sind dafür da wenn man selbst noch ein Kind ist! Wenn man solche Jobs als Karriere für das Leben betrachten können würde, dann würde Niemand mehr höhere Qualifikationen erlangen oder selbstständig neue Geschäftsmodelle aufbauen. Diese Jobs sind Zwischenstufen wenn man Student ist oder Ferienarbeit macht oder einen zweiten Job hat oder so.
    Davon abgesehen möchte ich jeden dieser Typen einfach einmal fragen, was er gewählt hat. Du hast Soziale Gerechtigkeit gewählt? Tja, dein Geld hat jetzt sozial Gerecht ein Typ der überhaupt nicht arbeiten geht! Und der Arbeitgeber bezahlt deine Lohnnebenkosten nicht aus seiner eigenen Tasche! Pech gehabt, fuck yourself.


    Was soll diese Scheisse eigentlich dauernt mit dem Geld?! Leute "brauchen" immer mehr Geld! Ihr zahlt fast 20% Mehrwertsteuer einfach auf euer Leben ihr Trottel. Wie wärs wenn man damit mal Anfängt? Den Kommunisten von Ver.di, denen kann es scheiss egal sein ob ihr eure paar letzten Jobs auch noch verliert.


    Amazon hat fünf seiner acht Logistikzentren in Deutschland bereits letztes Jahr verlassen und ist nach Osteuropa gegangen. Jetzt haben die Mitarbeiter gar keinen Job mehr und müssen sich wieder nach etwas neuem umsehen. Dort drüben wird Amazon gerne aufgenommen, denn auch Amazon zahlt Steuern über seine Mitarbeiter. Und die Mitarbeiter haben gerne Jobs! Die sind nicht so verwöhnt wie die Pfeifen in Dummland.
    Und das gleiche gilt auch für die Sweat Shops, diese Nähereien in Dritte Welt Ländern. Wenn ihr da Leute fragt was die sich wünschen würden von den Sweat Shops, da hört ihr nichts von Gewerkschaftsscheisse. Da hört ihr, dass die sich mehr von diesen Nähereien wünschen, damit ihre Verwandten dort auch einen Job haben können, der besser ist als das was man sonst in diesen Ländern findet.


    Dann hieß es vor kurzem irgendwo, dass Amazon mit seinem Angebot dort selbst Verkäufer zu werden, seine Konkurrenz ausstechen und Händler in die Falle locken würde. Wie was? Wie Department Stores? Dann wird man dort eben nicht händler, wenn man befürchtet, die könnten die Provisionen anheben. Dann wird man wieder selbst Händler. Aber Amazon verkauft Bücher billiger, weil sie auf den Buchbindepreis scheissen? Verkauf etwas anderes. Erlange als Händler einen Vorteil, indem du Produkte anders bewirbst und besser präsentierst. Sollte Amazon irgendwann so ein gruseliges "Marktmonopol" haben, dass es in der Geschichte nie gegeben hat, und die Preise anziehen, ist sofort wieder Konkurrenz da. Den einzigen Dorn den ich hier wieder im Fleisch finde ist Staat und pissige Konkurrenten, die keine Konkurrenz wollen und ihren Lebensunterhalt gefährdet sehen. Und natürlich diese Kommi Gewerkschaftsbonzen die immer irgendeinen neuen Grund zur Existenzberechtigung suchen und eigentlich nach Guantanamo gehören. Jeder will irgendwie den Lebensunterhalt in dem er sich gerade einbequemt hat behalten. Und manche stellen sich dabei auch dem Fortschritt in den Weg. Regierungen denken vielleicht in Generationen, aber viele Leute die für sie arbeiten nur in den von ein paar Monaten. Genauso mit Konkurrenten am Markt. Da gehts nicht immer um irgendeine große Agenda, da gehts oft auch nur darum ob die eigene Abteilung in drei Monaten noch existiert.



    Das chinesische Außenhandelsportal Alibaba ist übrigens an die Börse gegangen. Jetzt kann man spekulieren, ob das nur eine Tarnfirma für den chinesischen Militärkomplex ist.
    Aber eines leuchtet das ganze ein: Das Informationszeitalter. Ich kann mit einem iPhone Waren vom anderen Ende der Welt ordern und Regierungen sind dafür zu langsam. Der Zoll ist überfordert mit dem Versandhandel. Regierung ist zu fett, faul und zu alt um damit mit zu halten.