Buchempfehlungen und Selbstbildung

  • Ich hab gerade festgestellt, dass eine Akif Pirincci Vorlesung auf der ich auch zugeben war auf Youtube gelandet ist. Ich hab ihm eine Frage gestellt, wie wahrscheinlich er es sieht, dass wir in Deutschland mal wirklich sowas wie ne freiheitliche Entwicklung sehen könnten worauf er einfach meinte, er sieht keine Change. Das fand ich natürlich nicht so toll. Ich fand es auch nicht so toll, dass da soviele alte Bildungsbürger und andere Besitzstandswarer anwesend waren, die eigentlich nur dumme Statements abgeben wollten darüber wie sehr sie zwar Moslems nicht mögen die ihren Sozi Arsch über den U-Bahnhof schleifen aber die GEZ ganz toll finden. Also für Deutschland sieht es echt finster aus und ich kann schon verstehen, dass in dem Alter das dem Pirincci egal ist. Er kann es sich gönnen auf die alten Tage zu saufen und kokain vom Arsch einer Prostituierten zu ziehen, wenn er das denn möchte. Ich habe aber da keinen Bock drauf. Und für die anderen die da keinen Bock drauf haben empfehle ich ein paar Bücher, die sich nicht alleine um langweilige Rhetorik drehen mit der man lernt in Debatten schlauer rüber zu kommen.


    Ich empfehle hier nach und nach meine Lieblingsbücher, meistens aus dem amerikanischen Raum.
    Die Literatur dort für Libertäre ist ganz anders als man es hier findet. Es macht nicht nur wahnsinnig Spaß das ganze zu lesen, es wird auch wirklich nützliches Wissen vermittelt.


    101 things to do til the revolution
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    It's too late to work within the system, but too early to shoot the bastards.



    Ragnar's Guide To The Underground Economy
     [Blockierte Grafik: http://www1.alibris-static.com/isbn/9781581600117.gif
    By its very nature, laboring outside the normal channels is
    fun—and it’s even more fun if you get to keep all your earnings.




    Ich arbeite momentan selbst an zwei Bücher für schlechte Attitüden zum guten Staatsbürger. Außerdem könnt ihr meinen Blog PostCollapse.de verfolgen für Buchempfehlungen zu bestimmten Themenbereichen.

  • Hab mir gerade Kluge Geldanlage in der Schuldenkrise-Austrian Investing von Christoph Braunschweig und Susanne Kablitz durchgelesen.
    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und mir schon lange so etwas in der Art gewünscht, hatte hier auch schon letztes Jahr das Thema
    Anlegen, investieren, sparen mit der Österreichischen Schule aufgemacht, weil ich eben der Meinung bin dass die ganzen österreicher über sehr viel
    theoretisches Wissen in Sachen VWL verfügen aber in der Praxis gar nichts davon anwenden.



    Mich persönlich hat es ziemlich enttäuscht, es ist mehr eine Sammlung von Artikeln als ein richtiges Buch, das sage nicht ich sondern es steht da tatsächlich drin.
    Ein Großteil geht darum wie schlimm der Sozialstaat ist und immer wieder wird Keynes widerlegt also für jemanden der halbwegs im Thema drin ist absolut nichts neues.
    Dann werden so ziemlich alle Möglichkeiten aufgezählt in die man sein Geld investieren kann, also auch ziemlich obskure Derivate usw, aber von REITs leider kein Wort.
    Diese Aufzählungen sind dann auch noch in einer sehr neutralen Form geschrieben sodass man dann alles halbwegs kennt aber keine Ahnung hat was nun gut ist oder nicht.
    Für unerfahrene Anlager also keine große Hilfe, für erfahrene wohl nicht viel neues und für Leute die sich mit der österreichischen Schule vertraut machen wollen gibt es mit Sicherheit besseres.



    Es werden dann zum Schluss einige allgemein gültige Tipps gegeben wie, etwa "Schulden vermeiden" oder "nicht über seine Verhältnisse leben" aber nach einer vernünftigen Vermögensberatung sucht man in dem Buch meiner Meinung nach leider vergebens.
    Jetzt habe ich mir noch "Österreichische Schule für Anleger" bestellt und kann hier in ein paar Wochen, wenn es gewünscht wird auch was dazu schreiben.

  • Jo Viktor,


    Ja, das ist das Problem vieler dieser "Profitieren sie von der Krise" Scheissdreck Bücher. Die wollen einem verkaufen man könne bequem mit Papiergeschäften und ohne Schulden da irgendwie als dicker Max den Reibach machen. Solche Sachen sind absolut phasenbedingt. Als Beispiel "Rich Dad, poor Dad". Der Autor hatte in einer Zeit, er selbst hatte die Inflation des Papiergeld Systems erkannt, Schulden gemacht. Robert Kiyosaki meinte damals, die Sparer werden betrogen und die Schuldner werden die Gewinner sein der Inflation.


    Nun, ich glaube(!) nicht das es einen Aktiencrash und einen Kollaps der Wirtschaft geben wird. Das macht momentan keinen Sinn. Damals 1923 hatte der westliche Machtblock keine Konkurrenz. Wenn irgendwelche Eliten die Wirtschaft crashen lassen wollen würden, dann hätten sie es längst getan. Aber auch wenn Zahlen in Frankfurth verschoben werden, den Handwerker in der Schreinerei interessiert das nicht. Wirtschaft bricht nie völlig zusammen. Außer bei Kriegen wo niemand mehr vor die Tür gehen kann.


    Viele dieser "Profitieren in der Krise" Bücher leben nur von der Erklärung des Problems. Sonst haben sie eigentlich nichts zu bieten außer, wie du gesagt hast, solcher allgemein gültiger Tipps.


    Das liegt auch daran, dass viele dieser Autoren einfach langweilige Theoretiker sind die niemals auch nur eine Unze Gras vercheckt haben. Deswegen mag ich Bücher aus dem amerikanischen Raum. Das sind echte Ratgeber für Sachen über die der Deutsche garnicht sprechen will.

  • "Es werden dann zum Schluss einige allgemein gültige Tipps gegeben wie, etwa "Schulden vermeiden" oder "nicht über seine Verhältnisse leben" aber nach einer vernünftigen Vermögensberatung sucht man in dem Buch meiner Meinung nach leider vergebens.
    Jetzt habe ich mir noch "Österreichische Schule für Anleger" bestellt und kann hier in ein paar Wochen, wenn es gewünscht wird auch was dazu schreiben."


    Das ist zwar "langweillig", trotzdem die Wahrheit. Ich selber habe Susanne auch schon dazu geschrieben. Ich sehe folgende Auslassungen. Es werden diverse Anlagemöglichkeiten vorgestellt (die dafür m.E. sehr klar) aber eine wirklich Wertung findet nicht statt.


    Es wäre gut gewesen sich eine Art Bewertungsschema auszudenken und zwar mit Hinsicht auf Eigentum und Recht.
    Beispielsweise

    Gold Sicherheit Risiko Beeinflussung ....
    Szenario 1 (starke Preissteigerung)
    Szenario 2


    Natürlich nur eine Idee. Was man auch hätte machen können, daß man eine Art Verteilung angibt
    10 - x % Edelmetalle (davon innerhalb der EU /außerhalb der EU)


    Für mich aber weitaus interessanter als jede Anlageempfehlung wäre es zu Wissen wie man
    a) eine Bank gründen kann die
    b) nicht mit der Zentralbank handelt
    c) keine Sichteinlagen ausleiht
    d) die Konten in der vom Kontoinhaber gewünschten Wärhung (oder zumindest Gold / Silber bietet)


    Ich versuche tatsächlich schon seit mehr als einem Jahr hier antworten zu finden, keiner hatte bisher einen Tip.

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  • Zitat


    Ich versuche tatsächlich schon seit mehr als einem Jahr hier antworten zu finden, keiner hatte bisher einen Tip.

    Da geht ja der Blödsinn schonwieder los! Wenn du hier ernsthaft irgendwelche Tips suchst so eine Wunschbank zu eröffnen dann ist dieses Business sowieso das falsche für dich.

  • Zitat



    Ich versuche tatsächlich schon seit mehr als einem Jahr hier antworten zu finden, keiner hatte bisher einen Tip.
    Da geht ja der Blödsinn schonwieder los! Wenn du hier ernsthaft irgendwelche Tips suchst so eine Wunschbank zu eröffnen dann ist dieses Business sowieso das falsche für dich.



    Ich suche eher jemand der weiß wen man ansprechen könnte. Soweit ich das sehe ist das in den Gesetzen nicht vorgesehen und in D gilt ja wohl eher verboten, es sei denn es gibt ein Gesetz als "erlaubt" und ohne Gesetz. Du darfst doch hier in D viele Betriebe ohne diverse Kammerbeitritte, IHK Zeugs etc gar nicht betreiben.

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  • Rich Dad poor Dad habe ich auch im Regal stehen. schon lange her dass ich das gelesen habe, muss ich nochmal drüberfliegen.
    Was hast da noch so rausziehen können oder hast andere favorieten in der Richtung?

  • Zitat

    Was hast da noch so rausziehen können oder hast andere favorieten in der Richtung?


    Also das Buch ist schon nützlich für den Anfänger da er erstmal den Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Wertanlagen erklärt und die Attitüde der Reichen beschreibt wie es der Durchschnittstrottel nicht kennt. Reiche Leute kaufen keine Sportwagen die 25% an ihrem Wert verlieren sobald man damit vom Hof des Autohauses fährt. Uns zeigt man nur diese Neureichen in ihren hässlichen Protzhäusern und teuren Autos, dabei sind viele Millionäre von außen absolute Durchschnittsbürger die teilweiße in 10 Jahre alten Hemden herum laufen. Es ist aber keine Anleitung wie man schnell und bequem reich wird, wonach ja alle immer irgendwie suchen. Der Autor selber ist mir übrigens suspekt und seine komische Firma mit 5000 Dollar Seminaren genauso. Immer wieder ist er mit Firmen gescheitert die pleite Gegangen sind. Auf der anderen Seite zeigt das aber auch etwas, wozu man bereit sein muss. Das Risiko der Insolvenz. Lieber pleite zu sein als arm.


    Und wie gesagt spricht er über die sinnvolle Verwendbarkeit vom Schulden machen. Leute, ich glaube nicht dass es einen Wirtschaftskollaps geben wird. Hyperinflation mit Körben voller Geldbündel wird es nicht geben, da wir heute kein Mechanismus in der Regierung mehr haben, der hier verordnet die Löhne anzuheben. Wir kriegen Stagflation. Wir haben zwar Inflationsraten, aber weil die Löhne nicht per Verordnungen angehoben werden bleibt alles auf einem bezahlbaren Level. Zu einer Hyperinflation könnte es kommen, wenn sie echt auf Cashless Society umschalten. In den USA haben die Leute bereits diese Electronic Benefit Transfer (EBT) Karten, also elektronische Bezahlkarten für Sozialhilfeempfänger. In Deutschland gibt es riesen Debatten um eine 5 Euro Erhöhung von Hartz4 Sätzen, also woher soll das ganze Bargeld kommen, dass man in den Korb packt? Von der Elektronik alleine? Macht keinen Sinn.


    Beispiel aus dem Buch mit Schulden. Der Typ geht zum Gericht, sucht sich unter den Zwangsversteigerungen eine Adresse raus und macht ein Angebot, das Haus zu diesem Preis zu kaufen und in Bar zu zahlen. Er leiht sich Geld von einem Freund für +2000 USD und kauft es. Anschliessend verbringt er den Rest der Zeit damit einen Käufer zu finden, den er dann auch findet. Unter Umständen funktioniert soetwas in Deutschland. Ich erlebe es STÄNDIG das Erbengemeinschaften sich um Häuser auf dem Land zanken und das teilweiße 10 Jahre so geht. In der Zeit ist das Haus vergammelt und muss entkernt werden und die kriegen sowieso nur noch Kleingeld. Ist aber immer ein Risiko dabei das die Deutschen halt so fürchten.
    Außerdem auch Phasenabhängig. In Deutschland unterliegt der Häusermarkt dazu ganz eigenen Gesetzen der Physik und die Regierung will einen aus Pseudowissenschaft basierende Auflagen machen wie Dämmung und U-Wert. Ist alles Bullshit und hier ist kriminelle Energie gefragt. Ich halt die Klappe wenn du die Klappe hälst und man einigt sich.



    Generell kann ich in die Richtung Investieren aber nichts aus diesem Finanzmarkt Bereich empfehlen und halte alles für Mist. Besonders Sachen die einem mit einem idelogischen Unterton verkauft werden wollen. Ich traue keinem "Investieren für Libertäre" Machwerk. Gold und Silber sind keine Investments sondern eingefrorenes Kapital das nur herumliegt und in der Zeit nicht mehr Wert erzeugt. Ich bin absolut misstrauisch wenn mir nur jemand etwas gebunden an ein Lebensgefühl verkaufen will, da das Lebensgefühl dabei meist das eigentliche Produkt ist. Checkt lieber den Strom in euren Anlagen und kauft Drehbanken, Fräsmaschine, Destillen, Nähmaschinen Produktionsmittel und Dienstleistungsgeräte und sowas. Gern auch manuell betrieben. Das sind Wertanlagen die einen Mehrwerterzeugen können und existieren ohne registiert und besteuert zu werden. Nicht so wie Häuser. Ihr wollt als Libertärer Geld machen? Geht in die Untergrund Wirtschaft. Das ist krass was da alles geht. Biohacking in der Garage. Geht Untergrund. Bevor da jetzt die 1000ste Diskussion über Monopolgeldsystem geht und wie schlecht Staatsgewalt ist. Die Welt ist wie sie ist und so ist sie Morgen noch genauso wie in einer Woche.


    Ich hab 100 mal lieber einen libertären Klemptner als einen libertären Finanzberater.