Peer-to-Peer-Kredit - Banken sind nicht alternativlos

  • Bei der Geldanlage sollte man niemals alle Eier in einen Korb legen.
    Diversifikation heißt der Fachbegriff.
    Die p2p-Kreditplattform gibt mir als Anleger die Möglichkeit mein Risiko auf verschiedenen Schuldner zu verteilen.
    z.B 2500 Euro auf 100 unterschiedliche Personen. Wenn einer nicht zahlen kann, dann bleiben die 99 anderen zahlungsfähig.
    Bie einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 2 Personen von 100, sollte der Zins höher sein, sagen wir 3%.


    Hier ist ein Vergleich aus der Sicht des Anleger, der sein Geld bereit ist zu verleihen:
    http://www.p2p-kredite.com/fue…rktplatze-fur-p2p-kredite


    Diese Alternative hat zwei Sympatiepunkte:
    1. Ich verdiene dabei Geld.
    2. Wir alle werden durch diese Plattformen ein klein bischen weniger Abhängig vom Bankensystem.


    Hat schon jemand Erfahrung mit einer dieser Plattformen?
    Als Kreditnehmer? oder als Kreditgeber?


    Ich freue mich auf eine Diskussion.

  • Die Lendico-Leute habe ich neulich auf dem Anlegertag in Berlin kennengelernt.
    Die hatten kleine Kürbisse als Werbegeschenk, da habe ich dann eine Suppe daraus gemacht.
    Die Leute waren sehr jung, aber pfiffig, ich habe ihnen gleich von der PDV erzählt.
    Ich habe einen 10€ Gutschein zum Kürbis dazu bekommen, der liegt noch irgendwo rum.
    Habe leider zur Zeit nichts zum Anlegen, aber wenn ich mal was habe,
    mache ich das so. Das ist die Erfahrung, die ich gemacht habe. Ich halte es für eine sehr
    gute Idee. Wenn das Schule macht, können die Großbanken einpacken.
    Im Grunde wars ja früher auch so.
    Alle haben zusammen gelegt, dann hat der älteste Bruder ein Haus gebaut,
    alle haben mitgeholfen.
    Dann hat er das zurückgezahlt, dann hat der zweite Bruder ein Haus gebaut,
    alle haben mitgeholfen.
    Dann hat der Schwager gebaut. Alle haben mitgeholfen.
    So war das noch bei meinem Vater.
    Auf diese Weise ist ein ganzes Viertel entstanden.
    Und das waren Flüchtlinge, die nichts mitnehmen konnten.
    Man hat sich ganz selbstverständlich vertraut.

  • Geile Sache! Hab mir ein Konto bei Lendico erstellt und werde es mal mit 50 € antesten.


    Nehme dafür mein 2. Konto (DKB). Hab mir überlegt die Rückzahlungen könnte man laufend reinvestieren, immer wenn mind. 25 € wieder drauf sind, die nächste Anlage machen. Dann reinvestiert man die Rückzahlungen der 1. bis 5. Investition in die 6. Investition oder ähnlich. Bis in die Unendlichkeit ^^


    Edit: Moment, vielleicht kommt der Staat und ich hab mich zu früh gefreut, muss ich da irgendwelche Steuern auf die erhaltenen Zinsen zahlen? In Deutschland ist ja alles möglich...



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  • Das Risiko bei den P2P-Krediten ist das Gegenpartei-Risiko.
    Als die Bank Lehman Brothers zahlungsunfähig wurde, sind alle Wertpapiere und Schuldverschreibungen, die von dieser Bank emitiert wurden, wertlos verfallen.
    Das Gleiche kann bei einem P2P-Schuldner auch passieren. Die Frage lautet, wie man das Risiko minimieren kann.
    Wenn ich 50 Euro an 2 Schuldner verleihe und einer kann nicht zahlen, was passiert dann?
    Die Ausfallwahrscheinlichkeit liegt dann bei 50%!!!!!!
    Das ist ein extrem hohes Risiko!
    Vor so einer Anlagestrategie kann ich nur warnen!
    Das geht mit 50% Wahrscheinlichkeit daneben!
    Verluste sind quasi vorprogrammiert.


    Wenn ich 500 Euro an 20 Schuldner verleihe und einer kann nicht zahlen, was passiert dann?
    Wenn einer von 20 nicht zahlt, dann liegt die Ausfallwahrscheinlichkeit bei 5%.
    Dann sind nur 25 Euro von 500 weg.
    Hier müsste der konservative Anleger also mindestens 6% Zinsen verlagen, damit er keine Verluste macht.


    Ich halte ein Investment in diese Anlageform erst ab einem Anlagebetrag von 1000 Euro überhaupt für sinnvoll.
    Wenn ich 1000 Euro an 40 Schuldner verleihe und einer kann nicht zahlen, was passiert dann?
    Wenn einer von 40 nicht zahlt, dann liegt die Ausfallwahrscheinlichkeit bei 2,5%.
    Dann sind nur 25 Euro von 1000 weg.


    Prof. Gigerenzer meint das Thema Risiko wird systematisch falsch eingeschätzt.
    Ich empfehle zu diesem Thema sein Buch:



    Risiko
    Wie man die richtigen Entscheidungen trifft
    von:
    Gerd Gigerenzer, Hainer Kober
    https://www.buch7.de/store/product_details/1021294551


    Noch ein Punkt zur Parteienfinanzierung:
    Wer auf BUCH7 ein Buch über den Link BÜRGER-vermögen-VIEL kauft:
    BÜRGER-vermögen-VIEL und hat dazu für uns einen Partnerlink eingerichtet.
    Wenn über diesen Link
    https://www.buch7.de/store/partner/buerger-vermoegen-viel


    auf die Webseite von Buch 7 geklickt und dann etwas bestellt wird, fließen
    jedes Mal 2% an den Verein BÜRGER-vermögen-Viel und 1% in das
    Bürgervermögen.
    Diese 2% vom Umsatz kann man anschließend per email (info@bvvev.de) dem Förderverein "Partei der Vernunft" gutschreiben lassen.
    Also bei jedem Buchkauf kann man die Partei unterstützen.
    Auch Menschen die gar nicht selber registriert sind beim Bürgertaler können die Partei der Vernunft - 390 513 durch Angabe der Nummer fördern.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Günter Puhr () aus folgendem Grund: Auch Menschen die gar nicht selber registriert sind beim Bürgertaler können die Partei der Vernunft - 390 513 durch Angabe der Nummer fördern.

  • Ich mache diese Sache seit 3 oder 4 Jahren. Dabei sind mehr als die Hälfte der gewährten Kredite ausgefallen.


    Es stimmt irgendwo das Rendite/Risiko Verhältnis nicht. Als Alternative könnt Ihr es sicherlich versuchen, das man dabei mit einer brauchbaren Rendite herauskommt, dürft Ihr m.E. nicht erwarten.


    Die grundlegende Idee halte ich für richtig, nur setzt es eben auch voraus, daß die Gegenseite korrekt handelt. Dies kann ich leider von meiner Seite (Kreditgeber) nicht bestätigen. Man erfährt "nur" der Kredit ist ausgefallen aber warum und weshalb und einen Durchgriff gibt es auch nicht (jedenfalls bei SMAVA), Smava tritt nur als Intermdiär auf und gibt dann die Forderungen an ein Inkassobüro....


    Ich habe mich speziell nur an Angeboten interessiert die nicht ganz klar auf privaten Verbrauch hinausliefen. Es waren Büroerweiterungen, Erweiterungen für Fahrdienste etc. Offenbar bekamen die Nachfrager, zu Recht, keine Kredite bei der Bank. ....

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  • Edit: Moment, vielleicht kommt der Staat und ich hab mich zu früh gefreut, muss ich da irgendwelche Steuern auf die erhaltenen Zinsen zahlen? In Deutschland ist ja alles möglich...



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    Selbstverständlich mußt Du darauf Steuern bezahlen. Es sind Privatkredite und die unterliegen nicht dem pauschalen 25% Abschlag sondern werden mit Deinem normalen Steuersatz versteuert.


    Mußt Du derzeit keine Steuern bezahlen und liegst mit den Einnahmen daraus unter ca 8000 €, fallen (gnädigerweise?) keine Steuern an. Grundsätzlich gilt in D: Jeder ist einkommensteuerpflichtig.

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  • Friedrich vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht
    Hier habe ich auch einen interessanten Erfahrungsbericht gefungen:
    http://www.p2p-kredite.com/tag/portfolio


    Gibt es eine Möglichkeit - Tool-Unterstützung - oder ähnliches, um das Risiko für die eigenen Anlage zu bewerten?
    Gibt es Hinweise zur Ausfallwahrscheinlichkeit, z.B. Schufa oder ein Bewertungssystem wie bei ebay?



    Bei Smava gab es ein Forum und auch so eine Art "Ausfallrechner". Und einige hatten sich intensiv damit beschäftigt, hat aber vielen nicht genutzt, der Kredit fiel einfach aus. Smava hat dieses überaus informative Forum gekippt und damit war ich "draußen" Ich mache da nichts mehr, weil ich a) mir verschaukelt vorkomme b) ich den Willen wirklich leisten zu wollen nicht mehr unterstellen kann c) weil die Kreditnachfragen mir zu unverschämt geworden sind


    Das sind aber nur meine Eindrücke. Ich meinte ja nur etwas vorichtig zu sein. Vielleicht sind ja hier einige cleverer als ich und finden die guten Angebote. Für mich ist die Sache einfach zu zeitaufwendig für die dort zu investierenden Summen. Für mich bin ich auf Unternehmensanleihen ausgewichen. Egal wie man zu Manipulationen steht, die Börsen sind insoweit transparent, als das man den Preis so gut wie jederzeit erfahren kann.


    Die ganze Idee liegt mir sehr, und daher habe ich es "vesucht". Meine Erfahrungen sprechen - leider - ganz klar gegen derartige Plattformen.

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  • Danke für deine Erfahrungen, ich habe gedacht die privaten Kreditnehmer sind ausreichend geprüft, so dass es nicht so viele Ausfälle gibt. Bedeutet denn nicht jeder Ausfall bei einem privaten Kreditnehmer, dass dieser dann wahrscheinlich Privatinsolvenz anmelden sollte? Denke das die privaten Kreditnehmer daher schon selber vorsichtig sind und nur einen Kredit nehmen wenn sie den auch zurückzahlen können, da sie doch voll privat haften, das tut doch weh?


    Wie ist das bei Unternehmen? Die müssen doch oftmals nur mit Unternehmenseinlage haften? Da sehe ich dann schon viel größeres Risiko. (GmbH = Staat manipuliert die Haftung ?)


    Wie steht die PDV eigentlich zu sowas wie beschränkter Haftung? Wie würde eine Welt aussehen in der nur Privatleute (Gesellschafter) für ihre Unternehmen privat voll haften müssen wie Einzelunternehmer? Bricht dann die Wirtschaft zusammen? Gäbe es keine Konzerne, nur noch Mittelstand und Kleine?



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  • Alte klassiche Banken haben noch Vorstände die privat voll haften. Davon gibt es aber insgesamt nicht mehr sehr viele. Ich glaube bei der beschränkten Haftung wird es sehr kontroverse Einstellungen geben.
    Wenn man mit einer GmbH Geschäfte macht, muß man sich darüber im Klaren sein, daß die GmbH eben "nur" mit dem Stammkapital haftet -normalerweise. Ich denke eine merkliche Zahl von PDVlern wird durchaus die Problematik einer beschränkten Haftung (moral hazard etc) sehen. Ich persönlich glaube, daß die Konstruktionen GmbH und AG sich in irgendeiner Form immer entwickelt hätten.


    Es gibt aber ein paar Einschränkungen aus dem Steuerrecht die eine GmbH sehr nahe legen. Macht Du z.B. als Privatperson mehrere Jahre Verluste kann es sein, daß Dir das Finanzamt Liebhaberei unterstellt und das ist "Hobby" ergo darfst Du wenn Du Pech hast Steuern auf Verluste nachzahlen. Das passiert Dir bei einer GmbH nicht, es ist aber auch klar nicht jeder will für irgendeine Teilinvestion mit all seinem Vermögen haften. Es ist ein sehr schmaler Grat der aber im Augenblick immer mehr für die Schuldner günstig wird. Bisher galt glaube ich 6 Jahre Abstinenz wenn man eine Privatinsolvenz anmeldete, nun sind es nur noch 3 Jahre. Was ist nun richtig? Was falsch?


    Ich weiß es wirklich nicht, ich weiß nur daß ich gewisse Investionen nur tätige wenn ich definitv weiß, daß mein Risiko beschränkt ist. Nehmen wie aber mal eine GBR, da gilt jeder haftet gesamtschuldnerisch und einzeln. Aber die Entscheidungen trägst Du nicht allein, was aber wenn ein Teil es mit dem Risiko nicht so eng gesehen hat? Und etwas eingegangen ist, was Du niemals mitgetragen hättest?



    Das ist m.E. wirklich ein Bereich wo es sehr unterschiedliche Ansichten geben kann. Rein prinzipiell müssten wohl "Österreicher" eine Privathaftung vorziehen.....

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


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  • Kredite von Privat an Privat bedeuten doch, dass nur Geld verliehen wird, das in der Realwirtschaft erwirtschaftet
    wurde, also tatsächlich existiert, es wird kein Geld aus der Luft geschöpft.
    Das ist doch schon mal gut.
    Eine familiäre Solidargemeinschft, wo man sich bis zu 90 Jahre und mehr kennt, kann das aber nicht ersetzen.
    Es ist ja trotzdem anonym.
    Aber ob wir da jemals wieder hinkommen, dass die Familien einfach zusammenhalten,
    die Menschen ehrlich sind und zu ihrem Wort stehen?
    Dann bräuchte man auch keine Vermittler für Kredite.
    Die haben ja auch ihre Gebühren.

  • Kredite von Privat an Privat bedeuten doch, dass nur Geld verliehen wird, das in der Realwirtschaft erwirtschaftet
    wurde, also tatsächlich existiert, es wird kein Geld aus der Luft geschöpft.
    Das ist doch schon mal gut.


    Das stimmt die Verluste daraus müssen aber anders als bei Banken von den Kreditgebern alleine getragen werden. Wir sollten zumindest wieder dahin kommen, daß die Gläubiger es sind die die Ausfälle tragen müssen. Und s sollte jeder Bank erlaubt sein mit oder ohne Zentralbank zu wirtschaften. Es sollte Banken auch erlaubt sein nur das zu verleihen was Sie wirklich besitzen. Es gibt weltweit so gut wie keine Bank die nicht auf die eine oder andere Weise von irgendwelchen Mindestreserven "profitiert". Unser Bestreben als PdV muß es meines Erachtens sein Risiko und Rendite wieder auf die zu übertragen, die es angeht.


    Dazu wäre es durchaus auch notwendig den Banken die Möglichkeit zu geben Konten als Anderkonten zu führen. Denn dann wäre eine untergehende Bank nur ein Problem für die regulären Gläubiger. Aber all das haben wir nicht und Staat und Bank decken sich gegenseitig und das zu vollen Lasten derjenigen die Steuern bezahlen (und das werden auch prinzipiell immer weniger) Ich persönlich finde z.B. Beamte dürften gar keine Steuern bezahlen, denn im Grunde geht es dort von der linken in die rechte Tasche. Was im normalen Wirtschaftsleben nicht akzeptiert wird.


    Wir haben auch keinerlei Möglichkeit etwaige Steuerverschwender zu belangen auch wird das komplette Risiko auf die Steuerzahler abgewälzt. Man muß also jede Entscheidung von Gemeinden, Ländern Bund, EU mit bezahlen, ohne irgendwelche Mitsprachemöglichkeiten. Wie Du schon richtig schreibst, gibt es definitiv Vorteile was Verantwortung angeht für die Private Kreditvermittlung. Meines Erachtens sollt man diese Regeln genau so auf Banken ausdehnen.


    Davon sind wir aber sehr weit entfernt.

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    Douglas Adams

  • Wir sind eben immer noch im Feudalsystem.
    Pervers eigentlich die Trennung von Privat und... ja was eigentlich?
    Der Privatmensch haftet, der andere nicht. Menschen sind es aber alle.
    Aber nachdem die Aufklärung den Adelsstand von "Gottes Gnaden" in Frage gestellt hat,
    musste man die Privilegien verabstrahieren. Das hat bisher gut geklappt.
    Viele Menschen können das nämlich nicht, abstrahieren.
    Aber wenn man es wieder verbildlicht, und aufzeigen kann,
    dass hinter allen Transaktionen immer Menschen stehen,
    dann haben wir die Chance, diese Nuss zu knacken.
    Darin sehe ich auch den Sinn der PDV.
    P2P- Kredite haben auch den Effekt, diese Verbildlichung,
    dass Menschen anderen Menschen Geld leihen, zu bewirken.
    Es ist eine Art Machtergreifung, ähnlich wie zur Zeit
    der Aufklärung.
    Banken, die so konstruiert sind, wie du es beschreibst,können nur über Personen,
    Inhaber, die respektabel sind, funktionieren, sonst haben die Menschen
    kein Vertrauen.
    Weshalb sonst macht die Elite so einen Aufwand und erschafft
    solche Pappfiguren wie die Politiker, die dann so sinnfreie Sätze sagen,
    wie: die Spareinlagen sind sicher!?

  • Zitat

    Diese Alternative hat zwei Sympatiepunkte:


    1. Ich verdiene dabei Geld.


    2. Wir alle werden durch diese Plattformen ein klein bischen weniger Abhängig vom Bankensystem.

    Das ganze sieht aus wie ein Ponzi Scheme und nach spätestens nach BitCoin sollte jeder Hirngefickte doch wohl meinen, dass es ein bisschen mehr braucht außer Anti-Banken Rhetorik um Finanzmodelle zu bewerben.


    Banken sind ja so nichts schlechtes. Mittlerweile kommt man sogar ziemlich easy aus Kreditforderungen raus indem man eine Einigung anbietet. Ergo die Bank hat keine Chance die 5000 Euro jemals von mir zu kriegen, dafür kann ich ihnen sofort 2000 Euro geben. Hat natürlich seine Begrenzten Anwendungsmöglichkeiten, also nix Hypotheken und hinterlegte Sicherheiten, aber allemal besser als dieser Haufen Müll.


    Ansonsten setzt dieser Müll auf die Gier der Dummen kurzfristig irgendwo etwas Geld zu machen. Wer nicht dumm und gierig genug ist, der wird auch im bösen Bankensystem nichts verlieren.

  • Banken hatte mal die sehr löbliche Aufgabe: Geldgeber und Kreditnehmer zusammenzuführen.
    Diese Aufgabe ist heute für Banken nicht mehr attraktiv.
    Diese Markt-Lücke versuchen nun P2P-Kredit-Plattformen zu schließen.


    Ob es eine ähnliche Erfolgsstory wird wie ebay, wage ich nicht zu prognostizieren, für möglich halte ich es.
    Die aktuellen Kinderkrankheiten und mangelndes Wissen über Stochastik - siehe den Vergleich Ponzi-Scheme - sind noch kein ausreichendes Argument, dass es nicht funktionieren kann.
    Die Banken betreiben seit jahrhunderten Waren-Termin-Geschäfte, die mit Ausfällen belastet sind.
    P2P-Kredite sind klassische Waren-Termin-Geschäfte, wie sie bereits in der Bibel dokumentiert sind.
    Die Bemerkungen von Freigeist scheinen mir sehr wenig durchdacht und zeugen von einem ausbaufähigen Finanzwissen.
    Nebenbei - Kraftausdrücke scheinen mir oft Ausdruck von Orientierungslosigkeit zu sein, der sich aus der mangelden Übersicht und Unsicherhiet ergibt.


    Ich denke sogar, dass oft von Gier gesprochen wird, wenn von der eignen Angst zu versagen und Verantwortung übernehmen zu müssen, abgelenkt werden soll. Schließlich ist es Aufwendig und Schwierig Stochastik so anzuwenden, dass man trotz des hohen bestehenden Risikos noch einen kleinen Gewinn macht - gleichwohl ist das alles Mathematik. Zustätlich bestehet die Möglichkeit Menschen zu helfen ihr Unternehmung zu verwirklichen.


    Vor lauter Angst, dass man irgendwann sterben wird, Selbstmord zu begehen - scheint mir wenig ratsam - Freigeist.

  • Zitat

    Günter Puhr
    Vor lauter Angst, dass man irgendwann sterben wird, Selbstmord zu begehen - scheint mir wenig ratsam - Freigeist.

    Willst du mich verarschen? Willst du damit implizieren ich würde solche Ratschläge geben, Selbstmord zu begehen aus Angst?


    Für dich und diejenigen die von dir getäuscht werden könnten also nochmal was ich mit Gier meine:


    Alles was diese p2p Kredite versuchen ist die alte Masche auszunutzen von dem Versprechen an Kreditgeber, sie könnten "ihr Geld" ergo andere Leute für sich arbeiten lassen. Ich kann nur Mehrwert erzeugen wenn ich Mehrwert erzeuge durch Produktion, von daher kann ich gleich in ein Unternehmen was dies tut investieren und brauch eigentlich den Umweg über eine Plattform nicht, von der du meinst sie wird vielleicht das nächste eBay.


    Und jetzt nochmal was zur Gier, weil gierig immer nur die anderen sind: An der Lehmann Pleite war kein ungezügelter Kapitalismus schuld und nicht mal das Bankensystem mit Mindestreserve, sondern eine vom Staat erzwungene Kreditpolitik die nicht wirtschaftlich sein konnte.

    Zitat

    Also man nimmt die Gier der armen Leute auf der einen Seite und dann die Gier der normalen Leute auf der anderen Seite und wenn das ganze abfuckt, weil jeder glaubte er lebt auf die Investitionskosten des jeweils anderen, dann ist das Geheule wieder groß.



    Mit deinen nannyhaften Belehrungen kannst du mich auch mal fett am Unterarm lecken. Ich fress deinen Köder trotzdem nicht.

  • Griechenland: Kreditausfalls-Wahrscheinlichkeit steigt auf 76 Prozent


    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/autor/deutsche-wirtschafts-nachrichten/


    Deutsche Wirtschafts Nachrichten - Veröffentlicht: 29.01.15 01:18 Uhr


    Das Ausfallsrisiko für Griechenland ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Die fünfjährigen Kreditausfall-Swaps beinhalten mittlerweile eine 76-prozentige Ausfallswahrscheinlichkeit. Der griechische Aktienindex stürzte am Mittwoch auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief ab.


    Was bedeutet 76% Ausfallswahrscheinlichkeit?
    Von 1000 Euro Kredit, bei dem der griechische Staat das Gegenparteirisiko darstellt, werden voraus-sichtlich 24% bedient: Der Gäubiger, der geglaubt hat er bekommt 1000 Euro + Zinsen, erhält nur noch 240 Euro abzüglich der Inkasso-Kosten.


    Die P2P-Kredite unter Privatversonen funktionieren genauso. (Stochastik unterscheidet nicht zwischen Privatpersonen und Ländern)