Es ist unzweifelhaft so weit

  • Passend auch zu meinen Einträgen zu diversen Mietbremsen. Man fragt sich ob und wann Preisbremsen für Häuser allgemein kommen. Man kann sich das auch leicht durchrechnen. Nimmt man eine obere Grenze für die Ausgaben an die man bereit ist für ein Haus zu bezahlen und rechnet das auf die gesamte Kreditlaufzeit rum wird sich natürlich ergeben, daß man bei niedrigeren Zinsen sich bei gleichen festliegenden Ausgaben mehr leisten kann. Statt ebenein Haus für 250 000 kann dann eben auch eins über 300 - 400 T€ sein. Kommt eben auf den Zinse und die Belastung an.


    Aber das ist im Privathausbau so. Betrachtet man den Mietshausmarkt, weiß ich folgendes. In NRW bekommt man gut erhaltene Mietshäuser für das 8 - 10 fache der jährlichen Nettomieter. Man kann grob so rechnen, für ein Haus in NRW mit 20 000 € / Jahr Mieteinnahmen bezahlt man zwischen 180 000 - 240 000. Es kommt da sehr auf die Lage an und wie "problematisch" die Wohnlage ist und es spielt auch eine Rolle wer im Umfeld um das Haus wohnt. Wer also heute in Häuser investieren will und ein dickes Fell hat - dann ist NRW dorthin wohin man gehen muß. Dort kann man noch von investieren Reden, die Aussicht auf ein Wiedersehen des investierten Kapitals ist gegeben.


    Gerade gestern sehe ich ein Angebot eines Miethauses von 5 Parteien ca 400 m² Mitennahmen (steigerungsfähig auf angeblich bis zu 25 000 €, wiztigerweise steht die größte Wohung > 100 m² leer) für "schlappe" 525 000 €. Ich wäre beinahe vom Stuhl gefallen. Das ist mehr als das 25 - fache an Jahresmiete, d.h. ohne entsprechende Steigerung muß man 25 Jahre lang jedes Jahr - voll vermietet haben, sonst keinerlei Ausgaben haben (in 25 Jahren) um nur den nominalen Wert wiederzusehen. Betrachten wir ein erszkonservative Finanzierung von 50 / 50 braucht man eine Kreditsumme von ca 250 000 bei nur 2 % Zins auf 20 Jahre sind es 371486 € nur für den Kredit, die Summe geht also auf 250 00 + 371 500 = 621500 € Oder locker flockig irgendwo um 28 fache Jahresmiete (ohne Reparaturen) !


    Das nennt man eine Blase und die wird so nicht bleiben, es sei denn es wird massiv inflationiert. Rechnet man die Einnahmen auf den m² um erhält man 25 000 / 400 / 12 = 5,2 € / m² das sind allein schon rund 0,5 - 0,8 € mehr pro Monat und m² wie in NRW! Für eine vernünftige Verzinsung müsste sich der Mietspreis ungefähr verdoppeln also auf 10,4 € /m² steigen. Merkt ihr was? Für eine Verdoppelung innerhalb von 20 Jahren müsste die Steigerung rund 3,6 % im Jahr betragen, ergo kann der Hausbesitzer nur hoffen, daß die Mieter nicht länger als 3 Jahre bleiben um dann beim Wechsel in die Nähe der vernünftigen Verzinsung zu kommen. Es bleibt natürlich immer das "Problem" daß man die Mietsteigerungen nicht durchbekommt (Stichwort: Vergleichsmiete). Insgesamt sieht es bei derartigen Kosten ziemlich schlecht mit einer Rendite aus. Somit können die Käufer heute nur auf noch höhere Preis spekulieren. Der Preis ergibt sich also nicht mehr aus einer wirtschaftlich vernünftigen Berechnung sondern besteht zum überwiegenden Teil auf der Hoffnung noch höhere Preise zu erzielen. das ist eine Spekulation. Die kann aufgehen - oder auch nciht. Für die Hauskäufer wird es keinen ESM geben, die Verluste werden die Hauskäufer selber tragen müssen. Da ich von meiner Seite keinen vernünftige Rendite erwarten kann, ist für mich klar wir befinden uns hier in BW in einer Blase. Das wird wahrscheiinlich sogar noch schlimmer werden, von den 1.1 Bio neues Geld bis September 2016 wird sich einiges in noch höheren Preisen der Häuser niederschlagdn. Diese höheren Summen werden mit Sicherheit auch mit Kredit gezahlt, weil die Zinsen ja so günstig sind.


    Ein besseres Beispiel für die verheerende Wirkung der Zentralbanken und ein besseres Beispiel für einen Preis der kein Marktpreis mehr ist werdet Ihr in der freien Wildbahn nicht finden. Und das man derzeit nicht sieht, wann die Kreditexpansion zurückgehen wird, kann man eines mit Sicherheit sagen, Es wird ganz viel Verluste hageln. :thumbdown: ist sicher, man weiß natürlich nicht wann es sich niederschlagen wird. Aber ich kann Euch ein Buch dazu empfehlen: THE DAO OF CAPITAL: AUSTRIAN INVESTING IN A DISTORTED WORLD BY SPITZNAGEL Dort wird eben gesagt, man muß auch bereit sein aus einem Markt - auch sehr lange auszusteigen und ein weiteres Ding was derzeit lukrativ erscheint ist es auf Extremereignisse nach unten zu setzen. Das hieße Puts die weit aus dem Geld sind zu kaufen. Man weiß nciht wann der schwarze Schwan kommt, aber er wird kommen, das ist sicher.


    Mit einem extrem gehebelten Put läuft es so: Der ist heute wertlos, (hat aber einen Preis), bei Ankunft des schwarzen Schwans, verfallen die Kurse in kürzester Zeit massiv und dann gehen derartige Puts durch die Decke. Es ist klar das wird meist schiefgehen, aber dann kommt Spitznagels Schi zum Einsatz man muß manchmal Verluste in kauf nehmen um irgendwannn große Gewinne zu erfahren oder auch einfach nur zu gewinnen. Er benutzt dafür das Militär als Beispiel, oder aber seinen Mentor an der Stock Exhcange der meinte: Du mußt Verluste "lieben" ....


    Das hört sich völlig schräg an, enthält aber mehr als ein Korn an Wahrheit und diese Wahrheit kommt von von Mises: "Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“


    Das ist ein Naturgesetz, was bisher niemals wiederlegt wurde, und das seit mindestens 700 Jahren hält (siehe this time is different). Es wird so getan als sei es diesmal anders, das wird sich als falsch herausstellen deshalt eben das Investieren in einer gestörten Welt. Es gibt keinen Preis mehr für Geld und damit ist eine Grundlage der Kalkulation nicht mehr gegeben genau in solchen Zeiten meint auch Herr Spitznagel muß man raus aus den Märkten. Dann darf man eben keine Anleihen von Staaten halten oder man darf eben nicht mehr in Häusern investiert sein. Das muß natürlich jeder für sich entscheiden, aber jammern wenn einem ein tonnenschwres Gewicht auf die Füsse knallt weil man so blöd ist seine Füße darunter zu stellen ist eben Hybris. Und die kommt immer vor dem Fall.


    Nun kommt es sehr auf die eigene Position an. Wenn man vor dem ganzen Kram das Mietshaus gekauf hat und mit "normalen" Renditen rechnen konnte und tut, und das weiter als Maßstab nimmt, kann man investiert bleiben. Wenn man aber die astronomischen Preise realisiert ist das auch kein Fehler. Was hoch steigt, kann tief fallen und meist muß es das sogar. Auch hier habe ich keine zeitliche Idee wie lange die Steigerung noch anhalten wird, aber ich gehe davon aus, daß es mindestens noch ein Jahr so weitergeht und dann ist die Frage wie geht es mit dem Geld drucken weiter. Wird die EZB anfangen die Zinsen hochzuschrauben oder wird ihr das durch die Marktkräfte schon vorweg genommen. Die Anzeichen mehren sich, daß sich Marktkräfte anfangen bemerkbar zu machen. Die Zinsen sind nicht mehr auf demselben niedrigen Stand wie vor einiger Zeit und die Zentralbank hat dazu nichts beigetragen. Auch das muß man beachten.


    Ich denke persönlich, daß Spitznagel in weiten Teilen richtig liegt, wie er aber selber zugibt ist es unglaublich schwer so zu handeln. Gehen wenn alle anderen rennen, stehen bleiben und sich umdrehen auch wenn alle anderen dem Abgrund zuströmen. Eigentlich sollten wir damit sehr gut Erfahrungen haben. Und wie schrieb ich mal selber:
    " Derzeit repräsentieren wir sicherlich nicht die Mehrheitsmeinung, was ich aber für irrelevant halte, weil Wahrheiten eben keiner Mehrheit bedürfen.
    Sie setzen sich am Ende immer durch."


    Niemals in der Geschichte, wurden die Österreicher widerlegt, egal mit wie viel Einsatz dagegen gearbeitet wurde. Am Ende stand immer der totale Zusammenbruch eines Imperiums. Und gerade hier in D haben wir damit die neuesten schlimmsten Erfahrungen, die 100 Mio Tote sollten zur Mahnung reichen....

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  • Das ist auch ein Thema wo ich mir den Kopf zerbreche. Wenn es den Drecksäcken gelingt das Bargeld abzuschaffen, können die das Spiel ewig laufen lassen. Allerdings darf man hier den Ideenreichtum des Menschen nicht außer acht lassen. Auch lehnt die junge Generation gerne die Werte der Eltern ab, also ich "Veränderung" ein fester Bestandteil der Menschheit. Heute, durch das Internet, ist der Verbreitung von Informationen und Ideen fast keine Grenzen gesetzt.
    Momentan ist vieles im Fluss und vor 20 Jahren war ein Roland Baader noch einer von verdammt wenigen. Heute werden "wir" immer mehr. Gerade mit "Liberty or Death", "the south will rise again", "enemy of the state", Molon labe und weiteren Slogans, sehe ich immer mehr herumlaufen.
    Auch das Thema Sezession ist wieder im kommen, eine bekannte Rockband "FreiWild" aus Südtirol hat eine große Fanbase und macht sich dieses Thema zu nutze. Das Wort Patriot kommt auch wieder in Mode.
    Wenn es so weitergeht, erodiert die EU bevor sie ihre Fledermausschwingen vollends ausbreiten kann.
    Spätestens wenn die Rentenkasse offiziel Bankrott ist, wird es sehr sehr hässlich.
    https://www.youtube.com/watch?v=DBqcxf5Ppec


    Der Stein rollt immer den Berg runter.

  • Wenn es den Drecksäcken gelingt das Bargeld abzuschaffen, können die das Spiel ewig laufen lassen.


    Ich denke, da irrst Du dich. Man kann für das Geld ja auch etwas kaufen, darunter kann auch etwas sein was eben als "Zusammenbruchsgeld" überleben wird. Ja, man kann auch Gold und Silber verbieten und nein man kann nicht all wirtschaftliche Tätigkeit "verbieten". Und selbst wenn in einem Land das Bargeld abgeschafft werden sollte, wird das weltweit nicht passieren. Und irgendwo auf dieser Welt werden sich die jeweiligen Staaten nicht sofort an den Geldern der Kontoinhaber "vergehen". Das wird aber durchchangieren. Mal wird man sein Geld besser nicht in der EU haben mal eben auch nicht in irgendeinem anderen Land.


    Was ich mir aber vorstellen kann ist ein wirklich globaler Zusammenbruch des Zahlungsmittelwesens. Es war bisher immer so, daß es ein Land erwischte oder auch 2. Aber niemals in der Geschichte war es der Fall, daß die USA, EU, China und Japan gleichzeitig so in die Ecke gestellt haben... Wer heutzutage sein Geld in nur einem Währungsblock hält, kann massiven Verlusten bis zum Totalausfall nicht entgehen. Jeder Einzelne Bürger muß in verschiedenen Ländern Geld haben - es bieten sich da Länder mit immer noch höhere Wertschätzung von Eigentum an. Ja, auch diese Länder werden immer "spärlicher" , existieren aber noch...

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


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    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
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