Wo fangen die Finanzprobleme an?

  • Die Finanzprobleme fangen an, wenn zum Beispiel Automobilhersteller nicht realistisch wirtschaften. Da werden Fahrzeugtypen hergestellt, die in den Gesamtproduktionskosten beispielsweise 12 000 Euro kosten, damit sie anschließend für 25 000 Euro verkauft werden. Da fangen in meinen Augen schon die Spekulationsgeschäfte an. Mit den Ersatzteilen sieht das genauso aus. Was ich damit sagen möchte ist, wenn die Konzerne kostendeckend arbeiten würden, dann wären sie auch nicht so stinkend reich. Folglich hätten sie auch keine Probleme mit Neider oder Terroristen! Und nicht nur das, auch die Märchensteuer währe dann nicht so hoch. Die Märchensteuer ist sowieso eine reine Spekulantensteuer. Denn man kann nicht einfach auf Produkte und Dienstleistungen einen Mehrwert veranschlagen, wenn keiner realistisch vorhanden ist. Der Preis eines Produktes besteht aus Rohstoffkosten und Verarbeitungskosten. Mehr nicht! Der Händler kann sich ja seinen Anteil selbst sichern durch seine Preisbestimmung. In meinen Augen hat ein Produkt einen Mehrwert, wenn es einfach nicht alle wird. Wenn man eine Stundenverrechnungssatz hat, dann kann man da nicht einfach einen Mehrwert draufknallen. Denn in einem Stundenverrechnungssatz sollten alle Unkosten gedeckt sein. Ich bin es leid mir solch einen Unsinn jeden Tag anzusehen.

  • Sehe ich etwas anders. Der Preis ist eher angemessen wenn man sich nur vor Augen führt, daß die Nettokosten die beim Arbeiter ankommen nur noch um die 50 % des Bruttolohns betragen. D.h. an einem Auto bleibt einer Firma niemals 50 % Gewinn, was man aber leicht nachrechnen kann. Rechnen wir einfach mal mit einem Durchhschnittspreis von 20 000 € für ein neues Auto. In 2014 wurden 10 000 000 Autos VW produziert.
    Ergo wäre der Gewinn für VW rein rechnerisch 10 000 000 * 10 000 = 100 000 000 000 tatsächlich waren es 12 700 000 000 also fast nur ein Zehntel von dem von Dir veranschlagten. Deine Zahlen müssen damit falsch sein.


    Und selbst wenn der Gewinn so hoch wäre, könnte es uns relativ egal sein. Denn ob man einen VW kauft oder nicht entscheidet (noch) jeder Einzelne für sich. Ich warte ja nur noch auf Quoten für die Autohersteller. Den Eliten wird bestimmt irgendwann auffallen wie ungerecht es doch ist. Da gibt es so viele schöne Firmen und einige davon sollen Pleite gehen dürfen? Denk mal an Atlas Shrugged, dogs-eats-no-dog Regel. der "guten" Menschen. Quoten für jeden Einzelnen "gerechte" Verteilung von was auch immer.....

    Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.


    It's not yours to give because it's not yours you give.


    "Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  • Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wenn die Konzerne zu hohe Gewinne einfahren, dann wirkt sich das inflatiös aufs Geld aus. Es ist ja schon Inflation, wenn man für ein Produkt einen zu hohen Preis ansetzt. Zu meist wird ja der Endpreis eines Produktes zu hoch angesetzt. Das ist nur meine Erfahrung, die ich als Kfz-Sachverständiger gesammelt habe.

  • Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wenn die Konzerne zu hohe Gewinne einfahren, dann wirkt sich das inflatiös aufs Geld aus. Es ist ja schon Inflation, wenn man für ein Produkt einen zu hohen Preis ansetzt. Zu meist wird ja der Endpreis eines Produktes zu hoch angesetzt. Das ist nur meine Erfahrung, die ich als Kfz-Sachverständiger gesammelt habe.


    Das ist falsch. Die einzige Inflation die es gibt ist die Geldproduktion durch Zentralbanken und der Gelderzeugung durch das Mindestreserversystem. Diesem Geldmengenzuwachst steht keinerlei Produktion gegenüber, d.h. es gibt einfach nur mehr Verrechnungseinheiten für eine annähernd gleichbleibende Produktion. Ergo wird einfach nur die Bewertung in Geldeinheiten erhöht. Es gibt keinen Wohlstandszuwachs.


    Tatsächliche Gewinne von Firmen wirken IMMER wohlstandssteigernd. Es wurde tatsächlich etwas produziert was auch nachgefragt wurde und genügend Leute fanden den "Gewinn" durch ein Auto höher als den Verlust des Geldes der afür aufgewendet wurde. Aber das Geld entsteht eben nicht aus dem Nichts sondern nur durch einen Überschuß von Produktion gegenüber den Kosten. Gewinn ist eben das was nicht ausgegeben werden muß. Wirtschaft ist eben kein Nullsummenspiel, was der eine verliert gewinnt nicht ein Anderer.


    Macht eine Firma keinen Gewinn, fängt der Kapitalverzehr sofort an. Nur mit genügend hohem Gewinn kann man die Kapazitäten für die Produktion erhalten oder ausbauen. Ein VW aus 1950 hätte niemals 10 000 000 Autos produzieren können. Das konnte VW in 2014 nur weil über Jahre immer genügend Gewinn übrig blieb womit man auch die Kapazitäten steigern konnte. Das VW von heute ist ein Ergebnis der VWs aus der Vergangenheit und deren Gewinne. Ohne Gewinne kein sparen.....


    Wenn man auch mal die Preissteigerungen rausrechnet, also ungefähr 70 % - 80 %des aktuellen Preises würde ein Durchschnittsauto heute 20000 * 0.3 ca 4000 - 7000 € kosten. Warum es so nicht ist liegt eben an der Entwertung des Geldes durch die Gelderzeugung unter dem Regime der Zentralbanken.... Wo unser Gehalt läge könnte man auch überschlagen, derzeit sind rd. 3500 € der Schnitt, das wären ohne die fürchterliche Entwertung heute nur 700 - 1050 €


    Autos sind überdurchschnittlich im Preis gestiegen, einfach weil die Menschen Autos so hoch einschätzen. Auch heute noch kann man locker ein Auto unter 5000 € bekommen - wenn man will. Das die Leute bereit sind soviel mehr auszugeben zeigt nur wie hoch der Wert eines Autos eingeschätzt wird.

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    Douglas Adams

  • Ich stimme da FDominicus zu.


    Aber um das "Wording" mal klar zu machen: Inflation heißt lediglich Aufblähung.


    Was sich dabei aufbläht steckt in dem Wort nicht drin.
    Im Mainstream versteht man unter Inflation den Anstieg von Preisen (also Preisinflation).
    Die "Austrians" haben aber erkannt, dass die wirkliche relevante Inflation die Geldmengeninflation ist (die Preisinflation ist meist eine Folge der Geldmengeninflation, wenn auch nicht immer).


    Ein Preisinflation kann auch ohne Geldmengeninflation enstehen, wenn die Nachfrage gegenüber dem Angebot steigt.
    Das ist wirtschaftlich kein Problem (wenn auch vllt. im Einzelfall dumm gelaufen).
    In einer freien Marktwirtschaft ist das aber nur vorübergehend, denn Angebot und Nachfrage tendieren immer zum Ausgleich (dadurch, dass dann halt die etablierten Autohersteller Konkurrenz bekommen z.B. [was momentan schwierig ist, da es absolut kein freier Markt ist]).


    Der Mehrwert einer Sache richtet sich einzig und allein danach, für wie Nützlich das Produkt gehalten wird (also wie oft es gekauft wird) unter der Berücksichtigung, dass ein Produkt vllt. auch mal nicht gekauft wird, weil es unbekannt ist.
    Der Mehrwert ist NICHT aus den Materialkosten und/oder Arbeitskosten ableitbar.
    Die Mehrwertsteuer ist aber trotzdem totaler Unsinn ^^

  • Der Mehrwert ist NICHT aus den Materialkosten und/oder Arbeitskosten ableitbar.
    Die Mehrwertsteuer ist aber trotzdem totaler Unsinn ^^



    Es sei denn man strich alle anderen Steuern und behielte nur die MwSt. Wenn es denn schon Steuern geben muß, dann wo wenig intrusiv wie möglich mit so wenig Aufwand wie möglich. Über die MwSt könnte man das ziemlich einfach und wenig(er) schmerzhaft abwickeln. Und es reichte völlig aus. Jeder Arbeit 15% drauf und gut wäre die Sache. Wir haben ein BSP von rd. 3000 Mrd 15 % davon sind 450 Mrd, was immer noch 100 Mrd mehr ist als der aktuelle Haushalt. Man könnte mit allem über 10 % sogar anfangen Schulden zu tilgen..... Es dauert zwar dann immer noch (selbst im Fall von 100 Mrd Überschuß) 20 Jahre. Was nur zeigt wie problematisch der Schuldenberg wirklich ist. .


    Wer nur spart bezahlt dann eben keine Steuern nur bei der Ausgabe für welchen Verbrauch auch immer fiele dies Steuer an. Keine Notwendigkeit für Steuerberater, selbst die Staatsmacht kann das mit ein paar Hundert Leuten "stemmen".



    Es ist aber davon auszugehen, daß die Steuerangestellten meinen einen guten Job zu machen. Das würde ja massiv diesen Job bedrohen.... Da verstehen dann Staatsangestellte gar keinen Spaß mehr. Wo käme man auch hin wenn der Staat nicht mehr bevormunden könnte wie er wollte. Eine "grauenhafte" Vorstellung für alle Staats"diener"...

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  • Ich stimme dem allen zu, was Ihr sagt. Mir als produktiven Kfz-Meister hat man mal beigebracht, dass man eine Inflation verhindert, indem man eine "ehrliche Inventur" macht. Denn dadurch werden die tatsächlichen Sachwerte und Dienstleistungen ermittelt, damit die Banken nicht zu viel Geld in den Umlauf pumpen.