Deutschland als Bundesstaat oder homogen ?

  • Deutschland ist ja bekanntlich eine Bundesrepublik, bestehend aus den Bundesländern ..


    ich kann da nicht wirklich Vorteile drin sehen, eher im Gegenteil .. - so gibt es wohl abweichende Gesetzesauslegungen in den einzelnen Ländern und z.B. weird ein Abitur aus einem BL nicht automatisch im anderen anerkannt ..


    hört sich für mich nach Kleinstaaterei an. dabei war man doch mal froh, diese endlich abgeschafft zu haben ..


    ich wäre für ein homogenes Staatengebilde bestehend aus der zentralen Bundesregierung und den Kommunen für die Koordination vor Ort..


    ggf. kann man ja Verwaltungsbezirke einrichten ..


    was meint Ihr ?

  • Ich meine: Je mehr zentral geregelt wird, desto schlechter.


    Unter anderem aus folgenden Gründen:
    1) Die Regulatoren sind zu weit weg von den Regulierten. Sie können nicht wissen was diese wollen.
    2) Die Regulierten sind zu weit weg von den Regulatoren. Sie haben keine Möglichkeit direktes Feedback zu gegeben geschweige denn sinnvoll Einfluss zu nehmen.
    3) Es läuft zwangsläufig auf Gleichmacherei raus, außer es wird absolut nichts Reguliert (in diesem Fall wäre das Ganze aber ad Absurdum geführt).
    4) Das berühmte Abstimmen mit den Füßen wird erschwert (wenn auch heute innerhalb DE schon eher unnütz...) und somit gibt es keine/wenig Konkurrenz um die besseren Regelungen.


    Besser wäre es m.E. daher soweit wie Möglich zu dezentralisieren (wegen mir bis zum Individuum :) )



    Dann noch ganz grundsätzlich bin ich gegen Regierungen und damit auch gegen das was konventionell als Staat bezeichnet wird.


    Sämtlicher künstlicher Zwang (im Gegensatz zu natürlichen Zwängen, wie essen zu müssen) ist unmoralisch (und wirtschaftlich schädlich!).
    Da eine Regierung (damit der Staat wie oben geschrieben) immer auf Zwang basieren muss ist diese unmoralisch.


    Dass es keine Regierung und keinen Staat geben sollte, ist natürlich keine Parteimeinung, sondern meine persönliche.

  • Korrekt! Eine Regierung ist viel zu weit weg von seinen Bürgern und viel zu pompös. Daher ist eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich, was wir ja heute erleben. So konnte sich auch die Regierung gegen seine Bürger stellen, was wir ja schon länger erleben. Ein Beispiel ist die ständige herumzankerei mit den Russen. Dabei ist der Streit ganz einfach zu schlichten. Wir haben etwas was die Russen gebrauchen können und die haben auch etwas, was wir gebrauchen können. Uns fehlt leider nur die Freiheit mit den Russen vernünftig zu verhandeln. Es sind nämlich die Regierungen, die sich herumstreiten und nicht die Bürger. Als Umwelttechniker ist mir bewusst, dass wir alle vernünftig zusammenarbeiten müssen, sonst schädigen wir uns nur gegenseitig. :this:

  • danke für die Rückmeldung .. ich kann nur im jetzigen System keine echten Vorteile gegenüber einem zentralistischen sehen - auch jetzt in unserer aktuellen Konstellation habe ich nicht den Eindruck, dass Regierung und Volk enger zusammen sind
    - im Gegenteil - ich denke, dass es aufwendiger ist ( Landtage, länderspezifische Vorschriften u. Regelungen.. auch wegen der Kosten dachte ich, eine Verschlankung könnte sinnvoll sein ..


    .. mir fällt jetzt aber auch kein anderes Land en, das nicht noch mal in Bundesstaaten unterteilt ist ..


    .. mich erinnert sowas nur generell an die alberne Rivalität zwischen Bayern und Preußen und sowas gibt's bis runter auf kommunale Ebene ( Fußballvereine) statt dass man sich einfach mal als Deutsche versteht..