Beiträge von Der Zorn Gottes

    Aber warum gibt der Staat überhaut Staatsanleihen aus ? Was hat er denn davon ?


    Der Staat/Zentralbank produziert das Geld, dann geht es zu den Geschäftsbanken, Versicherungen, oder auch privatleuten, diese kaufen dann Staatsanleihen. Somit sind die Bürger Schuldner und Gläubiger zugleich. :dash:


    Das ist doch ein Schneeballsystem :hmm:

    Der Einzelne ist immer Liberal, die Masse jedoch nicht. Denn für sich selber wünscht sich jeder in Freiheit zu leben.


    Wenn ich mich mit Leuten in meinem Alter (anfang 20) unterhalte so stelle ich immer wieder fest, dass egal ob sie sich selbst als Kommunisten oder Rechte bezeichnen und egal was für eine Gesellschaft sie sich wünschen, der Einzelne immer die Freiheit will. Die meisten sind liberal und wissen es garnicht.

    In den libertären Büchern die ich bis jetzt gelesen habe, hatte ich immer den Eindruck, dass die Macht der internationalen Hochfinanz ziemlich verharmlost wird. Dort heißt es immer: "Nur der Staat ist böse, weil nur er dich zwingen kann, dieses Geld zu benutzen". Und Roland Baader sagte in einem Interview sinngemäß: "Wenn die US-Regierung wollte, könnte sie heute ein Gesetz verabschieden, dass der privaten FED das Monopol nimmt".


    Das ist auch richtig, aber die Staaten machen es nicht, weil die Staten anscheinend in der Hierarchie doch unter der Hochfinanz stehen. Schwupp................... Und schon ist man im Bereich Verschwörungs(praxis)theorie.


    Aber vielleicht denke ich auch einfach zu logisch für dieses System. Wie sagte Andreas Popp einmal: "Den meisten Menschen fehlt das Abstraktionsvermögen, um so schlecht zu denken, wie das System "funktioniert."

    Der Staat hat das Geldmonopol und über die Zentralbank die Möglichkeit, den Geldzufluss zu steuern. Aber warum vergibt der Staat dann überhaupt Staatsanleihen ? Und warum muss er sich Geld an den Finanzmärkten leihen ? Warum leihen sich Staaten bei Geschäftsbanken Geld ?


    Danke



    Hoffe, ich verseuche das Forum nicht mit dummen Fragen :D

    Die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen sind unbegrenzt. Kaum einer ist zufrieden mit dem was er hat und will mehr. Daher gibt es in einer freien Marktwirtschaft auch immer Nachfrage nach Arbeitskräften. Arbeitslosigkeit entsteht nur, wenn der Preis für Arbeit zu hoch ist. Wir haben heute eine reale Staatsquote von 70 prozent. Würden Arbeitgeber- und nehmer nicht um 70 prozent ihres Einkommens beraubt werden, wäre die Möglichkeit gegeben, dass sie selber vorsorgen (für Arbeitslosigkeit,Gesundheit, Rente etc.) und das wäre garantiert wesentlich günstiger. So könnten die Menschen problemlos Arbeitslosenzeit überbrücken.

    Ok, ich rekapituliere:


    -Das inflationistische Geld von der Zentralbank/Geschäftsbanken wird erstmal nicht in Produkte des alltäglichen Bedarfs investiert, sondern auf den Finanzmärkten, Rohstoffe etc.(warum eigentlich ? Die Geschäftsbanken könnten doch auch zB. in Nahrungsmittel investieren?!) Also jedenfalls saugt dann der spekulations- und finanzmarkt das billige Geld auf. Daher merken wir in den Konsumgüterpreisen nicht die "echte" Inflation. Auf den Finanzmärkten entstehen Blasen. Irgendwann sickern die höheren Preise dann auch in die Realwirtschaft über.


    Aber 2 Sachen kapiere ich nicht:


    1. Wie kommt denn diese Trennung von Finanz-Rohstoff etc. und Realmärkten zustande ? Denn die investitionen auf den Finanzmärkten hängen doch untrennbar mit dem "echten Leben", also der Realwirtschaft zusammen. Dass sich die Preise in den Konsumgütern des alltäglichen Bedarfs erst später zeigen ist logisch, aber...


    2. ... dann müssten wir ja trotzdem mittlerweile eine noch viel größere Geldentwertung haben, denn es wird ja schon seit über 50 Jahren massiv inflationiert. Und so lange können die Preiserhöhungen doch nicht auf den Finanzmärktn bleiben. Also hätte sich die massive Geldmengenerhöhung der vielen Jahrzente doch schon längst wesentlich stärker auswirken müssen.

    Ich denke es liegt am gleichzeitig stattfindenden technischen Fortschritt.
    Buchempfehlung von mir:
    Wirtschaft wirklich verstehen,
    Rahim Taghizadegan
    Gruß Maria Theresia


    So rasant kann de technische Fortschritt nicht voranschreiten. Der federt höchstens einen Bruchteil ab, aber ganz bestimmt nicht diese riesige Geldschwemme.


    Und das Buch kenne ich schon. Aber es beleuchtet alles wieder nur aus der Sicht der austrian school. Ich suche mehr ein Buch, welches allgemeine Kenntnisse vermittelt. (Wie ein Schulbuch)

    Die Geschäftsbanken haben ja bekanntlich die Möglichkeit, aus dem "Nichts" Geld zu schöpfen "giralgeldschöpfung". Aber warum ist dann die Inflation trotzdem noch so "niedrig" ? Die paar Prozent an Reserve die bei der Zentralbank hinterlegt werden müssen, spielen doch kaum eine Rolle. Wird ein Teil des zuviel geschöpften Geldes wieder irgendwie aus dem Verkehr gezogen, ohne dass es in der Realwirtschaft auffällt oder wie ?


    Es ist wahrscheinlich ganz einfach, aber ich habe da irgendwie eine Denkblockade. :hmm:


    PS. Kann mir jemand ein grundlegendes Werk zur Ökonomie empfehlen ? Also kein keynsianisches, libertäres, oder sonstwie gefärbtes Buch, sondern einfach Grundlagen der Ökonomie.

    Ich finds noch verwunderlicher als ob ich in einem durch-inszeniertem Theaterstück stecke (was rede ich da, es ist so!)


    Diese ganz Aufmachung im Vorfeld hat auf mich gewirkt, als ob ein Boxkampf angekündigt würde. Ich befürchte der Kabarettist Georg Schramm hatte Recht als er sagte, dass die Wahlen der Zukunft auf dem Fußballplatz entschieden werden.

    Als Steinbrück gesagt hat, der Mindestlohn wäre ökonomisch vernünftig weil dann jeder mehr Kaufkraft hätte, wusste ich nicht ob ich weinen oder lachen soll... Lachen weils so absurd ist oder weinen weil man mit so einem Unsinn bei den deutschen Wählern tatsächlich punkten kann?

    An der Stelle habe ich vor meinem geistigen Auge schon die SPD Wähler an den Stammtischen sitzen sehen, wie sie ihm gerade zujubeln :dash:

    Habe mir gestern Abend mal das Duell angetan. Stefan Raab hat das ja auch für jüngere Leute wie mich attraktiver gemacht. :phat: Habt ihr euch jetzt schon entschieden, ob ihr Merkel oder Steinbrück wählt ? :D


    Wie habt ihr das Duell erlebt ?


    Ok, das ist wie die Wahl zwischen erhängen und erschießen... Aber Merkel hat mich wenigstens etwas weniger angewidert als S. Immerhin hat sie darauf hingewiesen, dass weitere Steuererhöhungen für die Produktiven schädlich wären, da dann die Steuereinnahmen langfristig gesehen sinken würden. Und den Mindestlohn Unsinn propagiert sie auch nicht so wie S.


    Also wenn es keine Alternative gäbe, würde ich Merkel wählen, da der Schaden dann vermutlich etwas geringer ausfällt. :P


    Aber zum Glück haben wir ja Alternativen :pdv_old:

    Dass wir nicht voll souverän sind, sagen ja selbst Leute wie Schäuble und Gregor Gysi vor laufender Kamera.


    Aber was ändert das an unserer Situation? Nichts ! Denn wären wie souverän, so wäre unsere Politik vermutlich auch nicht besser. Es bringt nichts, sich darüber zu streiten, welche Verfassung nun gilt oder nicht. Es gibt auch Rechte die nicht auf Papier stehen und die müssen wir einfordern. Tun wir dies nicht, so werden wir in jedem System ausgebeutet, ganz egal, was auf dem Papier steht !

    Ich befürchte auch, dass die PRG immer ein leuchtender Stern bleiben wird, den man sich zwar als Ziel setzen kann, der aber nie erreichbar ist. Dennoch halte ich es für wichtig, sich Ziele zu stecken. Der Pöbel wird leider immer irgendeinem Führer, einer Sekte oder was auch immer hinterherlaufen. Schaut man sich die Geschichte an, so sieht man, dass die Freiheit meist nur eine kleine Zeitspanne zwischen zwei Tyranneien ist. Wir werden also vermutlich erst den totalitären links/grün sozialistischen Staat erleben, bis wieder der Knall kommt und die Menschen sich ihrer dann neugewonnenen Freiheit wieder bewusst werden und sie schätzen lernen. Hört sich pessimistisch an, aber ich denke, als Realist muss man sich heute leider pessimistisch anhören.

    Schau dir religiöse Gemeinschaften an, da gibts kein Individuum mit Recht am eigenen Körper. Genauso wenig bei den Sozialisten. Wenn die deinem Kind eine Poliospritze verpassen wollen für das höhere Wohl dann machen die das.


    Der entscheidende Punkt ist ja der, dass man aus einer religiösen Gemeinschaft austreten kann, beim Staat aber nicht. Und heute ist es ja auch so, dass die Eltern entscheiden, ob ein Kind eine Impfung bekommt oder nicht. Es wird immer Eltern geben, die ihrem Kind durch ihre Entscheidungen schaden. Aber was ist denn die Alternative zur Entscheidung der Eltern? Der Staat ?

    Von links nach rechts 4 oder 5 Fotos mit Motiven, die den jeweiligen Punkt widerspiegeln, z.B. das Plakat vom aktuellen Euro-Flyer für das Geldthema. Die einzelnen Fotos kann man dann anklicken und kommt auf eine Textseite, wo das Thema etwas näher erläutert wird, evtl. untermauert mit Kalkulationen wie kürzlich auf der PDV-Seite zum Thema Lohnsteuer veröffentlicht.


    Das mit den Fotos ist eine gute Idee. Bilder machen immer alles interessanter und übersichtlicher.


    Die Bild-Zeitung macht es ja auch so :D

    Was unterscheidet Sozis von Libertären?
    Die Sozis argumentieren rein emotional und sind damit leider viel zu erfolgreich. Die Libertären argumentieren rein logisch und stoßen dabei leider auf viel Widerstand bei den Menschen


    "Seinem Gewissen folgen ist bequemer als seinem Verstande: denn es hat bei jedem Misserfolg eine Entschuldigung und Aufheiterung in sich. Darum gibt es immer noch so viele Gewissenhafte gegen so wenig Verständige." (Nietzsche)