Beiträge von Wahrer Liberaler

    Jeder sollte das Recht haben, zu Demonstrieren und seine Meinung zu äußern. Allerdings sind die Positionen von pegida weder in irgendeiner Weise freiheitlich, und teilweise („die Erhaltung und den Schutz unserer christlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur“) auch m.E. exakt das Gegenteil. Das einzige Positive, dass ich dem ganzen abgewinnen kann ist, dass wenigstens Leute ihre Meinung kundtun (wenn die Meinung selbst mir auch sehr befremdlich vorkommt).

    Halt einfach deine Klappe du langweiliger Spamer. Als ob ich dir Aufmerksamkeit widmen würde.

    Hast du ja gerade getan ;)


    Zum Thema:
    Mag an meinem Umfeld liegen, aber ich konnte bisher noch keinen sprechen, der Putin überidealisiert hat. Jedem meiner bisherigen Gesprächspartner war klar, dass in Russland einiges schiefläuft. Der Ausgangspunkt meines Beitrags war eine Frage, die darauf abzielte, ob ein Fehlverhalten unserer Regierung vorliegt. Denn die hat sich m.E., unabhängig von ihren Nachbarstaaten bzw. Handelspartnern, korrekt zu verhalten. Und dazu gehört für mich auch, die Begründung für Sanktionen (die ja bekanntlich großen negativen Einfluß auf die wirtschaftliche Entwicklung haben) belegbar gegenüber ihren Wählern zu kommunizieren.


    Wer "Schuld" ist, oder besser: Wer sich mehr schuldig macht, ist eine schwierig bis unmöglich beantwortbare Frage, die hier nicht geklärt werden muss ;)
    Gut, dass wir alle libertär sind und gerne auf beide Regierungen verzichten würden...

    Und selbst wenn die Petition die erforderlichen Unterschriften hat, was passiert dann?

    Das ist tatsächlich der Punkt, der mich auch von zu großer Unterzeichnungseuphorie abhält.


    Bezüglich des Themas allgemein ist es glaube ich so, dass das "verschwendete" Geld ja irgendwo landet - und die Empfänger haben häufig wenig Interesse, das bestehende System zu ändern. Solange man von den steuerstärksten 5% auf die unteren 95% umverteilt (oder den steuerstärksten 30% auf die unteren 70%, anyway), ist demokratisch alles sattelfest. Da bräuchte man schon ein ergänzendes Grundrecht auf Eigentum, das auch durchgesetzt wird ;)

    Danke für eure Beiträge (zumindest die sachlichen ;) ). Einige Interessante Punkte waren mir neu. Es ist, finde ich, ziemlich schwierig, valide Quellen zu finden, um sich ein halbwegs scharfes Bild zu Vorgängen zu machen, an denen so starke Interessen bestehen.


    Hoffen wir mal, dass wir irgendwann doch noch weniger Staat und weniger Krieg erleben dürfen ;)

    Guten Abend zusammen,


    wahrscheinlich hat jeder die Nachricht gelesen, dass zum 1. August neue Sanktionen gegen Russland in Kraft treten sollen. Ich habe ein bisschen gesucht, um die Begründung für diesen Entschluss zu finden. Leider bin ich nicht wirklich fündig geworden - als Erklärung werden allenfalls genannt:
    1) die "völkerrechtswidrige Annexion der Krim"
    2) das nicht-geltendmachen von Einfluß auf die Separatisten in der Ostukraine
    3) "die Destabilisierung der Ukraine"


    Wenn zutreffend, wäre das eine für politische Verhältnisse sinnvolle Begründung. Ich frage mich aber, in wie weit diese 3 Punkte überhaupt belegbar sind?


    1) Stimme grundsätzlich überein, aber von der anderen Seite betrachtet - wurde der Westen der Ukraine nicht von anderen Kräften "annektiert"?
    2) Wie genau lässt sich feststellen, welchen Einfluss Russland auf diese Leute nehmen kann?
    3) Welche Destabilisierungsmaßnahmen lassen sich belegen?


    Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei dem ein oder anderen Punkt helfen könnt, die Begründungen ausfindig zu machen. Oder natürlich über eure Meinung.


    Gruß

    Hallo Thomas,


    danke für deine Antwort.


    Mittlerweile kann ich nach kurzer Suche im Grundsatzprogramm.pdf nichts mehr dazu finden.

    Hm, ich auch nicht. Jedenfalls nicht bei einer Stichwortsuche. Habe beide Programme mal gelesen und kann mich an keine solchen Aussagen erinnern.


    Ich glaube, dass solche Aussagen der Partei sehr schaden können. Zum einen, weil Sie dem eigentlichen Ziel (Freiheit) widersprechen, zum anderen, weil ein Leser (sei er nun zugeneigt oder abgeneigt), der vorher durch Darstellungen, wie sie der Threadersteller verlinkt hat, darauf geprimt ist, die PDV als rechte Partei einzustufen, sich dann bestätigt sieht.


    Zitat

    In Sozialsysteme ist sie schelcht.

    Sozialsysteme SIND schlecht ;)



    Schönen Gruß!

    Ich finde, größtenteils wird halt versucht -im Randbereich der Wahrheit- Aussagen aus dem Umfeld der Partei als negativ darzustellen. Wenn man den Text aber aufmerksam liest, hat kaum ein Vorwurf bestand. Größtenteils also nur Meinungsmache und Populismus.


    Allerdings finde ich einen Absatz tatsächlich negativ, und zwar:

    Zitat

    Ungeachtet der populistischen Wortwahl ist es doch tatsächlich gerade
    der weitgehend regellose Sozialstaatszuzug die Hauptursache vieler
    Integrationsprobleme. Einen pauschalen Zuzug kann auf Dauer keine
    Wirtschaftsmacht verkraften. [...]. Die Politik insgesamt hat bereits vor Jahrzehnten versäumt,
    konkrete Kriterien für eine Zuwanderung zu benennen.

    Hier finde ich Kritik tatsächlich gerechtfertig (natürlich in sachlicher und weiterführender Form). Meiner Meinung nach wiederspricht es auch freiheitlichen und (wirtschafts-)liberalen / libertären Prinzipien, Einwanderung und die freie Bewegung von Menschen über "Grenzen" hinaus generell zu behindern.


    Weiß jemand, ob der oben genannte Satz weiterhin in einem Programm der Partei zu finden ist? Danke...


    Gruß!

    Hallo,


    Danke für deine Antwort. Den ersten Punkt sehe ich ähnlich. Idealerweise bieten die Eigentümer oder Verwalter der besagten Infrastruktur Tarife unabhängig an (z.B. kann ich die Straßen nutzen, nicht aber das Wasser oder die Bibliothek).
    Sollte ein Monopol vorliegen (es gibt nur einen Straßenanbieter), ist man natürlich weitestgehend dem "natürlichen Zwang" unterworfen. Ist ja i.d.R. vermutlich auch sinnvoll.


    Wenn die Entscheidung über alles vor Ort liegt, dann sind die darüberliegenden Strukturen ja schon solange aufgehoben - sofern man Ihnen nicht willentlich Aufgaben überträgt, oder? Überträgt die hypothetische Stadt München z.B. keine Befugnisse an eine darüberliegende Ebene, dann gibt für Münchener kein "Bayern" oder "Deutschland" mehr (zumindest nicht mit Einfluss auf sie).


    Grüße

    Hallo zusammen,


    beim Durchlesen des Grundsatzprogramms ist eine Stelle, an der ich immer hängen bleibe, die Auslegung des Subsidaritätsprinzips. Es wird angegeben, dass Kommunen die steuerberechtigte Ebene ist, und weiterhin eine gewissen Kostenbeitrag an die Landes/Bundesebene weitergeben.


    Mich stört hierbei die willkürliche Definition der Geltungsbereiche/Grenzen von Kommunen, Ländern und des Bundes. Warum sollen dies grundsätzlich geeignete Ebenen sein, in denen Probleme gelöst werden können? Meines Erachtens sollte der Mögliche Handlungsbereich in beide Richtungen erweitert, und jeweils für ein spezifisches Problem definiert werden:


    In diesem Falle könnte jedes Individuum sich Vereinigungen, Vereinen, "Kommunen" etc. anschließen, wenn dies für Ihn persönlich vorteilhaft ist, ist dazu aber nicht alleine durch seinen Wohnort gezwungen. Ich könnte also im jetzigen Stadtgebiet München wohnen, ohne dieser Vereinigung anzugehören. Dadurch würden sich keine Pflichten für mich ergeben. Es gibt also keine harten Grenzen in dem Sinne, sondern nur eine Menge von Individuen, die einer Vereinigung angehören.


    In die andere Richtung kann eine Vereinigung auch aus Individuen bestehen, die global verteilt sind. Vereinigungen bedürfen keiner umschließenden Grenzen. Besondere Ebenen, "Länder" und "Bund" oder "Europa" muss es so nicht geben, der Begriff "Deutschland" wäre z.B. in diesem Fall lediglich für historische Beschreibungen von Relevanz.



    Verstehe ich den Absatz oder das Prinzip nicht, oder warum werden hier dem Individuum Freiheiten genommen?
    Ich freue mich auf eine spannende Diskussion!