Beiträge von Robert Nitsch

    Ich wollte hier gerne mal zur Diskussion stellen, ob der Wahlomat nicht gezielt kleinere Parteien benachteiligt bzw. die etablierten Parteien bevorzugt.


    Offiziell beschrieben wird der Wahlomat folgendermaßen:

    Zitat

    Der Wahl-O-Mat ist ein Frage-und-Antwort-Tool, das zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht.


    Quelle: http://www.bpb.de/politik/wahl…nktioniert-der-wahl-o-mat


    Dies ist allerdings glatt gelogen, denn genau dies leistet der Wahlomat ja gerade nicht. Der Benutzer muss nämlich im vorletzten Schritt 8 Parteien händisch auswählen. Nur die vom Benutzer ausgewählten Parteien werden im finalen Schritt in dem Ranking berücksichtigt. Benutzer, die wirklich ergebnisoffen wissen wollen, welche Partei ihnen am nächsten steht (und seien es die Republikaner oder die AfD), müssen die Auswahl der 8 Parteien umständlicherweise wiederholen (mit einer anderen Auswahl), um die Übereinstimmung mit allen Parteien in Erfahrung zu bringen. Und sie müssen das Ranking von der ersten Auswahl im Kopf behalten und mit dem Ranking der neuen Auswahl vergleichen - ein einziger Krampf! In der FAQ wird derweil die schwachsinnige Behauptung aufgestellt, die Beschränkung auf 8 Parteien würde die eigenständige und bewusste Auseinandersetzung mit den Parteien fördern.


    Man hätte in meinen Augen die sinnlose Einschränkung auf 8 Parteien auch einfach weglassen können. Das hätte sogar die Software-Entwicklung vereinfacht und damit Steuergelder gespart. Allerdings hat diese Auswahl natürlich Vorteile für die etablierten Parteien:
    - die 5 am besten etablierten Parteien werden bei der Auswahl ganz oben, separat von allen anderen Parteien, angezeigt
    - Parteien, die man medial fertig gemacht hat (dazu zählt auch totschweigen), werden von vielen Benutzern gar nicht erst angeklickt - sie finden es dann gar nicht heraus, falls die Übereinstimmung mit einer solchen Partei viel größer ist als mit einer der etablierten Parteien


    Ich habe mich schon bei der vergangenen Bundestagswahl an die Macher des Wahlomaten mit 2 offenen Briefen gewandt. Leider waren die Antworten eher enttäuschend (siehe unten). Man hat mich einfach mit Pseudo-Erklärungen und "Kenntnisnahme" abgefertigt.





    Tatsächlich waren 2/3 aller US Soldaten die in Vietnam gedient hatten, trotz der Wehrpflicht, Freiwillige. Das steht im Gegensatz zu den US Soldaten im zweiten Weltkrieg wo nur 1/3 sich freiwillig gemeldet hatten. Der Großteil sagte später auch, es war eine positive Erfahrung für sie.


    Das ist interessant. Woher hast du das (Quellen)?

    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41557/4.html
    Hab mir diesen Artikel von ihm durchgelesen. Das ist ein Staatsanhänger, sonst würde er nicht Steuersenkungen bzw befreiungen schlechtreden.
    Er bezeichnet Steuerbefreiungen als Kosten für den Staat.
    Den kannst du vergessen.


    Da wäre ich mir nicht so sicher. So wie ich ihn verstehe schwebt ihm in erster Linie ein Subventionsabbau vor. Dazu gehören natürlich auch viele Ausnahmen im Steuerrecht, die für die unterschiedlichsten Branchen vorgesehen sind und wo eigentlich keiner mehr durchblickt. Ganz nebenbei kann man damit haufenweise Finanzbeamte und Steuerberater einsparen.

    Wollte mal hören, wie ihr zur Netzneutralität steht. Ich bin selbst ITler, verstehe aber überhaupt nicht was an der Netzneutralität so toll sein soll. Für mich ist die Netzneutralität nichts anderes als eine technische Instanz von Gleichmacherei.


    Die Befürworter der Netzneutralität tun hingegen so, als drohe das Ende des Internets - oder der gesamten Zivilisation - wenn nicht mehr alle Datenpakete gleichbehandelt werden. Das ist doch totaler Quatsch. Pakete bei der Post werden auch zugestellt, obwohl allerlei Express-Sendungen angeboten werden. Und niemand käme auf die Idee oder hätte die Dreistigkeit eine Transportneutralität zu fordern... (Wenn jemand einen besseren Vergleich hat, ich bin ganz Ohr!)

    Hier werden allerdings Haushaltseinkommen analysiert. Haushaltseinkommen sind wenig aussagekräftig verglichen mit Pro-Kopf-Einkommen. Das liegt ganz einfach daran, dass ein Haushalt, in dem mehr Personen leben, ganz leicht mehr Einkommen sowie Vermögen haben kann - ohne, dass dies irgendetwas über die Einkommens- oder Vermögensverteilung der Menschen an sich aussagt.


    In Wahrheit ist es wohl eher so, dass die Menschen insgesamt wohlhabender geworden sind, sich daher immer mehr eigene (Single-)Wohnungen leisten können und dies die wesentliche Ursache für die extrem auseinanderklaffenden Haushaltseinkommen ist. Die vielen Singlehaushalte und Haushalte alleinerziehender Mütter können nunmal nicht mithalten mit den immer seltener werdenen (aber noch vorhandenen) Haushalten, in denen intakte Familien oder Paare mit Doppelverdienern leben.


    Mit den Haushaltseinkommen könnte man sogar in Gesellschaften mit absolut gleichen Pro-Kopf-Einkommen und -Vermögen eine Schere zwischen Arm und Reich konstruieren. Und in anderen Gesellschaften - wie der unseren - kann man es zumindest deutlich schlimmer aussehen lassen, als es tatsächlich ist.


    Diese Erkenntnis habe ich übrigens ursprünglich von Thomas Sowell, aus seinen Büchern Basic Economics sowie Intellectuals and Society. Diese Bücher kann ich sehr empfehlen.