Beiträge von Thomas Zink

    Wer hätte das gedacht...


    Da Zahlt man doch gerne "seinen Beitrag".
    Schön langsam muss man schon sehr verblendet sein (oder die Augen verschließen) um noch zu glauben, es würde hier richtig laufen.


    Ich befürchte nur, dass sehr viele die dies erkennen sich dann unsinnigen "Alternativen" anhängen (KenFM, PlanB, usw...)

    Dazu möchte ich eine zweite, nämlich meine, Meinung einbringen.
    Ich bin zwar nicht dafür, dass Abtreibungen gemacht werden, aber meiner Überzeugung nach hat jede Frau das Recht dieses zu tun/tun zu lassen.


    Aus meiner Sicht lebt ein Kind im Bauch der Mutter quasi parasitär.
    Ja ich weiß das hört sich brutal an, ist aber rein biologisch so.
    Entsprechend ihrem Eigentumsrecht auf ihren eigenen Körper sollte sie es entfernen lassen dürfen.
    Ein "Recht auf Leben" kann niemals heißen, dass andere für einen sorgen MÜSSEN, ob sie wollen oder nicht.


    Soweit mal der "kalte Blick" darauf.
    Wenn ich im echten Leben eine kennen würde, die ohne wichtigen Grund abtreibt, würde ich das für verweflich halten.
    Nicht rechtlich, sondern gesellschaftlich würde sie wohl Probleme bekommen (Es steht ja auch jedem frei sich nicht mehr mit ihr abzugeben).


    Dadurch, dass es keine Parteiposition dazu gibt, ist dies übrigends die "implizite Parteilinie", denn es würde ja nicht aktiv verboten
    und eine gesellschaftliche Bestrafung (Ächtung, Missachtung, Ignorieren usw.) ist im Libertarismus immer erlaubt (und zur Disziplinierung
    bei solch emotionalen Themen, die rechtlich nicht geahndet werden auch erwünscht).

    Das Problem ist, dass die klassisch-Liberalen schon recht haben: WENN der Staat einzig die Rechte der Bürger schützen würde, könnte das funktionieren.
    Das scheitert nur (und muss m.E. scheitern) an der Realität.
    Die Staatsverwaltung sind nunmal Menschen und haben interessen. Sie sind korrumpierbar. Punkt.
    Doch selbst wenn es "Engel" wären könnten sie immer noch nicht kalkulieren welche Maßnahmen angemessen und gewollt sind (Es gibt keine Konkurrenz und damit keine Marktpreise).
    Dafür müssten sie schon allwissend sein.
    Wie Oliver Janich mal bei Benesch in ähnlichem Zusammenhang sinngemäß sagte: Der Staat müsste Gott sein, damit er funktionert .

    Ohje.


    Da habe ich erst bei Nuoviso was gesehen: Hier .
    Da geht es zwar eigentlich um eine GEZ-Klage, aber der Mann erzählt auch als Kommunikationsexperte, wie er die ÖR sieht.
    Die berichten nahezu niemals objektiv (naja, wird hier niemand überrascht sein) aber er benennt es sehr schön.
    Man muss dann in den Medien garnicht sagen "Die fressen Kinder" (was ja eine inhaltliche Aussage wäre) sondern man gibt ihnen beiläufig wertende Adjektive/Namen wie "rechtspopulistisch" oder "Klimaleugner" (Im Video hier , mit anderen Begriffen).
    Das Hirn nimmt das so auf und wenn es keine Gegendarstellung gibt (und die hat man nur, wenn man sich aktiv selbst damit beschäftigt) wird man unterbewusst selbst so werten.

    Wie wäre es mit einem Thread über die sinnlosesten Gesetze?

    Fände ich super.
    Ich kann nur leider jetzt schon versprechen, dass ich bis auf nach genau dem zu googlen nicht viel beitragen werde, weil mir das durchforsten von Gesetztestexten wahrscheinlich zu zeitraubend sein wird.


    Aber lesen würde ich den sicher :)

    :D :D


    Ich will außerdem dass die Spritzhöhe und strukturelle Gegebenheit des Auffangbeckens von Zimmerbrunnen sowie die Nebeldichte dieser Ultraschall-Nebler reguliert werden.


    Beides viel zu gefährlich, um es unreguliert zu lassen!
    Es könnte Wasser auf den Boden gelangen und jemand rutscht aus. Oder schlimmer es könnte einen Kurzschluss verursachen (vllt. sollte man Kurzschlüsse verbieten...).
    Im Nebel könnte man sich verirren oder ein Hindernis nicht sehen und sich dabei verletzten.

    Das mit der Strafe Auge um Auge ist problematisch, damit kann man auch die Todesstrafe befürworten. Also müsste man sich darüber schon noch Gedanken machen.

    Ja richtig. Vermutlich wäre es sinnvoller das den Gerichten zu überlassen, nicht der Gesetztgebung.
    Das werden aber viele so nicht wollen (Minimalstaat soll das ja in der Meinung der meisten lösen).

    Aber hey wofür brauchtten wir dann 16 Landesparlamente und einen Bundestag?
    Dazu noch keine Ahnung wieviele Städteparlamente....

    :D exakt.

    "Nicht töten" wäre im Eigentumsrecht meines Körpers schon mit dabei (aber schadet nicht wenn mans nochmal explizit sagt :D ).
    "Nicht stehlen" ist auch im Eigentumsrecht drinnen (logisch).
    bei 9) ist es Interpretationssache was man damit genau meint. Wenn lügen gemeint ist, gehört das m.E. nicht in ein Gesetzbuch.
    Wenn Betrug gemeint ist (dazu würde ich auch wissentliche Falschaussagen vor Gericht zählen) dann ja, gehört zum Vertragsrecht.
    10) gehört auf keinen Fall in ein Gesetzbuch. Begehren darfst du was immer du willst. Oder wie interpretierst du das hier?


    Wie wäre es vllt ein bisschen weniger mit Geboten:
    1) Eigentum ist das exklusive Nutzungsrecht einer Sache (Sache = knappe Güter [Ein Gut kann alles sein, was nicht vernunftbegabt ist])
    2) Jeder hat Eigentum an seinem Körper
    3) Jeder ist für die Folgen seines Handels verantwortlich, sowohl positiv (erarbeitete Güter) als auch negativ (Fenster des Nachbarhauses kaputt gemacht)
    4) Eigentum kann einvernehmlich übereignet werden (mit oder ohne Bedingungen wie Bezahlung usw.)
    5) Freiwillige Vereinbarungen sind einzuhalten oder einvernehmlich aufzulösen


    Das Strafmaß könnte sich über ein Gerichtssystem festsetzen. 2 Augen für 1 Auge wäre vermutlich passend (in dem Sinne, dass wenn mir jemand 5 Unzen Gold stiehlt muss er mir nicht nur 5 Unzen zurück geben -und wäre damit so gut dran wie vorher- sondern halt 10 oder so).

    Lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte wahrscheinlich reichten 1/3 der Gesetze auch aus....

    So weit ist das m.E. garnicht.
    Ich denke 1/3 ist noch viel viel viel mehr als notwendig und sinnvoll.
    Diese "Default Werte falls nichts anderes im Vertrag vereinbart wurde" sind unnötig und sogar gefährlich (Es könnte plötzlich was gültig sein, dem ich wissentlich nicht zugestimmt hätte).
    Ansonsten gäbe es eigentlich nur strikte Eigentumsrechte (dazu braucht man nicht sehr viel Text denke ich; Es inkludiert natürlich den eigenen Körper und damit die körperliche Unversehrtheit) und damit einhergehende Vertragsfreiheit.


    Grundsätzlich gebe ich dir aber Recht, dass das BGB garnicht soooo schlecht ist.

    Das Problem für eine libertäre Partei ist an der Stelle einfach, dass das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
    In einer libertären Gesellschaft wäre das nie passiert, aber jetzt muss man das Problem irgendwie lösen.
    Über kurz oder lang wird man da um eine Abgrenzung nach außen nicht mehr rum kommen, glaube ich.
    Dann müsste man innen dafür sorgen, dass maximal noch ein Minimalstaat existiert (ohne Wohlfahrtsstaat) und die Grenzen können wieder vollständig geöffnet werden.

    Kein Gesetz ohne eine Abwägung von Nutzen/Kosten

    Ich habe mir schön öfter gedacht, dass man eigentlich für jedes Gesetzt im Gesetztbuch selbst eine klare Begründung dafür geben müsste.
    So könnte man relativ einfach nachprüfen, ob dieser Grund überhaupt noch gegeben ist.
    Andererseits sollte es sowieso maximal Gesetzte geben, die Eigentum schützen (auch den Körper), was eh selbsterklärend wäre.

    Ich finde das oftmals recht amüsant als Atheist zu sehen wie Gläubige mit solchen Dingen konfrontiert werden.
    Dann sind diese Textabschnitte plötzlich nicht wörtlich zu nehmen, andere schon.


    Wenn es aber am Leser liegt zu interpretieren und raus zu finden was er zu interpretieren hat, ist das ganze Buch sinnlos.
    Denn jeder wird das als wörtlich nehmen was seinen Vorstellungen entspricht und alles andere "interpretieren".
    Damit sind diese Texte vollkommen ungeeignet irgendetwas zu begründen.
    Und mal ehrlich, wenn es das perfekte Wort Gottes wäre, wäre es dann nicht verständlich, ohne Fehler und ohne Widersprüche?


    Für mich tragen diese Texte die ganz klare Handschrift von kleinen (oft noch Nomaden) Völkern am Rande der Zivilisierung in einer eher kriegerischen Zeit.
    So stelle ich mir Schriften solcher Leute vor (inklusive ihrer Mythen usw.).


    Dass diese Bücher heute noch jemand wirklich ernst nimmt finde ich fast schon absurd.

    Einverstanden, also warum haben die noch den deutschen Staat? Das die Gesetze auch nicht mehr gelten, allenfalls sehr selektiv für die Untertanen. Warum genau brauchen wir dann noch diese Räuberbande?

    Ich würde sagen für garnichts.
    Meiner Meinung nach ist die einzige wirkliche Angst die die Leute haben, dass ohne Staat Chaos herrschen würde.
    Und zunehmend dürfte sichtbar werden, dass der Staat eigentlich der Garant für Chaos ist (wenns auch etwas dauert, aber untergehen tun sie alle irgendwann),
    oder zumindest, dass er es nicht verhindern kann/konnte.
    Wahrscheinlich heißt es dann aber wieder: "Weil wir zu wenig Staatseingriffe hatten"... Wie immer...