Beiträge von Thomas Zink

    Also Eigentum gilt nicht mehr, innere Sicherheit gilt auch nicht mehr. Somit schafft der Staat maximal noch 1/3 seiner Aufgaben. Sollte er dann nicht auch nur noch 1/3 der Einnahmen bekommen?

    Ich weiß zwar wie's gemeint ist, aber trotzdem:
    Sobald es kein Eigentum mehr gibt sind alle anderen Bereiche sowieso hinfällig (Wenn man einen Minimalstaat überhaupt anstrebt).


    Denn was bedeutet innere Sicherheit schon, wenn kein Eigentum gilt? Was wird dann geschützt?
    Ebenso die äußere Sicherheit (was ja eigentlich eh das gleiche ist... der Unterschied ist ja nur von "wo" die "Feinde" kommen).

    Ja das ist der Generalverdacht: Alle sind kriminell bis zum "Beweis" des Gegenteils. Und klar alle "Normalen" drehen völlig durch wenn Sie Waffen in die Hand bekommen.

    Wie auch beim Thema Drogen. Viele glauben tatsächlich, dass plötzlich alle Drogen nehmen würden, wenn das erlaubt wäre. Wo doch nicht mal die erlaubten Drogen jeder konsumiert (Nikotin, Alkohol, ...) oder in geringen Maßen.
    Da gibt es ein tiefes Misstrauen gegenüber anderen Menschen, das von Politik und Medien gschürt wird (wir Menschen sind ja so schlecht und böse). Daher haben sie Angst und wollen Sicherheit und glauben diese im Staat zu finden.
    Naja es ist ja bekannt, dass Angst in der Bevökerung die Grundlage für die Regierung ist.

    Ich finde da wird heute viel zu sehr ausgeblendet. Wenn dann mal wieder so etwa passiert, heißt es nicht Bürger an die Waffen sondern noch mehr Druck auf die normalen, ehere gesetzetreuen Leute. Das kann es ja weder aus libertärer noch liberaler Sicht sein....

    Das sehe ich ganz genau so.
    Dafür hat man in Deutschland wohl zu viel Angst vor Waffen, wohl auch weil man nicht mit deren Umgang vertraut ist (damit meine ich nicht wie man sie bedient, sondern einfach dass man es gewohnt ist diese Dinge zu sehen, zu besitzen und im Schießstand damit zu üben).
    Dem einfachen Denkweg, dass man mit Waffenverbot hauptsächlich die ehrlichen Leute entwaffnet, nicht aber die kriminellen, können viele schon nicht folgen.
    Dass man sich mit Waffe besser wehren kann und je mehr Leute bewaffnet sind desto besser (denn dann wird es hoch riskant für jeden einzelnen seine Waffe aggressiv zu gebrauchen).
    Man hat wahrscheinlich angst, dass so ein Bewaffneter einfach mal in einem Wutanfall oder besoffen seine Waffe zieht und um sich schießt...

    Es ist noch eine Frage ob ein Bürger verpflichtet sein kann/darf/muß zur Verteidigung

    Das Verpflichten ist bestimmt nicht-optional, also zwanghaft (ob man will oder nicht).
    Daher ist es m.E. "nicht-libertär".
    Es könnte Kommunen geben, wo es quasi in der Satzung steht, dass man bei der Verteidigung im Zweifel helfen muss.
    Dere Kommune kann man sich dann freiwillig anschließen oder auch nicht.
    Wäre ich Eigentümer eines Grundstückes um das sonst nur Leute dieser Kommune leben, dürfte ich nicht gezwungen werden mit zu machen, obwohl ich vermutlich im Zweifelsfall davon profitieren würde.
    Würde ein/mehrere Privatinvestoren eine Kommune "designen", also die Grundstücke kaufen, Infrastruktur aufbauen etc. könnten sie natürlich dieses als Voraussetzung für den Grundstückserwerb/Miete in ihrer Kommune in den Kaufvertrag mit aufnehmen.

    MiltonRotbart
    Ich fürchte ich verstehe deine Aussage noch immer nicht ganz.
    Folgendes glaube ich zu verstehen:
    - Es geht dir nicht um Baader sondern die Ansichten, die unter anderem er vertritt.
    - Bei diesen Ansichten geht es dir auch nicht um diese als solche, sondern mehr darum, dass du der Meinung bist, diese wären Dogmen in manchen Kreisen.
    Ab hier komme ich nicht weiter...
    Kannst du mir bitte genauer erklären was du mit "Gegen puristische Ansichten ist sicherlich nichts einzuwenden, gegen die
    Unfähigkeit, sie alltagstauglich zu definieren und praktibal zu
    gestalten aber schon." meinst?
    Speziell der letzte Teil des Satzes ist mir noch unverständlich.

    Jup, wollte nur aufzeigen, dass man as anders "sehen" kann, obwohl man vllt. das selbe meint.
    In deiner Ansicht, die ich hier teile, gibt es keine negativen "Dinge". Wie es in der Natur keine negativen Dinge (im zahlentechnsichen Sinn) gibt.
    Ergo kann ich nicht -1€ von jemandem verlangen, sondern ich kann ihm 1€ geben.

    Es kommt wohl ganz darauf an, was man als bereit ist als "Preis" zu definieren.
    Wenn "Preis" nur Marktpreis heißt, denke ich auch, dass es keinen Negativen gibt.


    Wohl aber kann es Fälle geben, in denen ich jemand eine Ware gebe und Geld dazu, er mir aber keine Ware (sondern eine Dienstleistung):
    Hab ich einen Bauernhof mit Güllegrube und die ist voll, ich kann die aber nicht brauchen, könnte ich die von jemand abtransportieren lassen.
    Gülle ist nutzbar, also kann man die als Ware bezeichnen. Ich bezahle für den Abtransport.
    Klar ich bekomme die Dienstleistung "Abtransport", aber jemand außenstehendes könnte auf die Idee kommen, den Preis für diese Gülle als negativ zu bezeichnen (vor allem wenn sein Nutzen aus der Gülle höher ist als seine Abtransportkosten). Ich würde das nicht so sehen, aber man könnte.


    Wenn man staatlich verordnete "Preise" (eher Tauschverhältnisse) als Preise durchgehen lässt, kann es natürlich negative Preise geben.


    Ist also wohl Definitionssache, was man als "Preis" sieht.

    Meine Haltung ist der von FDominicus sehr ähnlich.


    Ich nehme mir nicht heraus zu wissen wie die Menschen das Klima verändern.
    Aber ich nehme mir heraus zu behaupten, dass es auch sonst keiner weiß.
    Das Wetter ist viel zu komplex und kompliziert für präzise Vorhersagen.
    Es gibt verschiedene Definitionen von "Klima", aber soweit ich weiß beinhalten die meisten, dass das Klima eine Ableitung (meist Durchschnitt) von Wetterdaten ist.
    Dem Klima liegt also eine unvorhersehbare Größe (Das Wetter; wobei das auch schon eine Sammlung and vielen vielen Prozessen ist) zugrunde.
    Natürlich ist damit das Klima auch nicht vorhersehbar.
    Modelle kann man haben. Versuchen Muster in der Vergangenheit zu finden auch.
    Man kann selbst versuchen diese Muster der Vergangenheit auf heutige Verhältnisse anzuwenden.
    Man sollte sich aber immer bewusst sein, dass das nichts weiter als ein Versuch oder ein Modell oder was auch immer ist.


    Weiter ist vollkommen unklar, ob eine wie auch immer geartete Klimaveränderung schädlich oder nützlich (und für wen) wäre.


    Sowas ist als Begründung für Gesetze m.E. vollkommen ungeeignet (wenn man überhaupt was von Gesetzten hält).

    Wem gehört denn das Gemeingut Erde ?

    Was ist ein Gemeingut, könnte ich jetzt fragen.
    Kann sowas jemandem gehören?
    Meinem Verständnis nach gehört jemandem etwas durch einen Eigentumsanspruch.
    Wie bekommt er den, wäre dann die Frage.
    Da gibt es verschiedene Verständnisse. Manche sagen, der der ein Stück Land zuerst gefunden und markiert hat, dem gehört es eben (ansonsten durch Tasuch, Schenkung etc. wieder veräußerbar).
    Andere meinen, nur solange jemand etwas nutzt hat er auch Anspruch darauf (Die Frage ist dann aber wann "nutzt" man denn etwas?).

    Hat dann jeder einen Fleck Erde den er sich leisten kann und darf dort machen was er möchte ? Und sobald er ein anderes Fleckchen Erde schadet, kann der Besitzer dieses Fleckchen den anderen zur Entschädigung bringen ?

    So stelle ich es mir vor. Ich denke die meisten Libertären würden da zustimmen.
    Wobei natürlich nicht jeder Grundeigentümer sein müsste. Leute in Städten, die zur Miete wohnen und außerhalb keine Grundstücke brauchen, können auch Grundlos sein, aber das tut ihrer Erläuterung keinen Abbruch.

    Wie verhält es sich aber mit großen irreparablen Schäden?
    Oder wenn die Luft verschmutzt wird etc.
    Im Endeffekt bilden sich dann wieder Gemeinschaften, die für etwas eintreten und die anderen versuchen davon abzuhalten etc.
    Aber wer regiert dann ?

    Wäre "irreparabel" sowas wie: "ich hatte hier einen fruchtbaren Acker und der Nachbar hat den so verseucht, dass nichts mehr wächst"?
    Dann würde ich behaupten, dass der Schädiger dem Geschädigten ein equivalentes (soweit möglich) Ackerfeld besorgen muss. Oder einen realistischen Preis dafür bezahlen muss (Marktpreisschätzung). Plus evtl. anderweitige Entschädigungen.
    Aber das würden genauer Richter festlegen (private Unternehmen, wenn es kein staatliches Justizmonopol gibt).

    Der der den größten Grundbesitz hat und die meisten Waffen ?

    Wenn derjenige eine extreme Übermacht bekommen würde, könnte er vllt. eine regierungsähnliche Vormacht bekommen.
    Faktische halte ich das für sehr sehr unwahrscheinlich.
    Aber selbst wenn, ist das sicherlich eine sehr fragile Sache, wenn die "Untertanen" zu unzufrieden werden.

    und an Thomas Zink:


    Ich sehe immer noch nicht das Problem, wenn mehrere Währungen nebeneinander existieren ?!? Das wird doch in einem freien Markt sowieso passieren ? Bzw. jetzt wird doch auch schon mit Gegenständen gehandelt. Im Endeffekt kann man Äpfel auch als Währung nehmen ist doch total egal, solange es andere annehmen.
    Vielleicht sollten wir hier nochmal die unterschiedlichen Vorstellungen von Geld und Währung klären.
    Meiner Meinung nach brauchen wir gar keine Währung sondern einfach nur ein Mittel, was Zahlungen einfach abwickelt und einen Schuldbeweis darlegt in Form des Wertes den die Arbeit , der Tausch gegen das "Geld" eben hatte. Eventuell etwas komisch formuliert aber ich hoffe ihr versteht was ich meine .
    https://www.ted.com/talks/paul_kemp_robe…randed_currency


    Klar ist Gold stabil geblieben, was aber in Zukunft passieren wird weiß keiner, es ist also auch eine Wette darauf, dass Gold weiterhin einen Wert haben wird, genauso wie bei allen anderem auch. Somit beweist das nicht, dass es ein Wertaufbewahrungsmittel ist. Soetwas gibt es nur sicher in einem Staat, der dafür garantiert und ein Staatsgeld wollen wir ja wohl alle nicht.

    Ich denke wir sind uns grundsätzlich einig.
    Jeder kann handeln mit was er will.
    Dinge die sich dabei als besonders marktgängig herausstellen kann man dann Geld nennen.
    Das können BitCoin ebenso sein wie Silber.
    Es geht aber immer und die Bereitschaft anderer, dieses "Ding" anzunehmen.
    Meine Bedenken sind nur, dass sich diese Bereitschaft bei BitCoin auf die Dauer nicht halten wird.
    Eben aus dem Grund, weil "nichts" dahinter steht, was auch noch für andere Dinge wertvoll ist (wie z.B. bei Reis, Silber o.Ä.).
    Das Nebeneinander von Tauschmitteln sehe ich grundsätzlich garnicht als Problem.
    Bei etwas (wie BitCoin), dass keine wirkliche physische Verkörperung hat ist es "einfach" von den Eigenschaften her gleichwertiges zu erstellen (Andere Cryptowährungen z.B.).
    Deshalb denke ich, dass es bei Cryptowährungen dadurch schon zu inflationären Effekten kommen könnte, die sich dann gegebenenfalls nicht unbedinkt auf alle Parallelwährungen durchschlagen wird.
    Nur Vermutung, kein Anspruch auf eine wahre Prognose :)

    1. Absatz :
    Ich sehe immer noch keine Antwort darauf, warum Geld einen anderen Wert als Zahlungsmittel haben muss ?

    Ich schrieb doch, dass es das nicht MUSS.
    Aber es macht Sinn, damit dessen Wert "sicher" ist und wahrscheinlich ist Geld in der Geschichte genau deshalb entstanden.

    2. Absatz :
    Dieses "Problem" besteht aber doch bei einem freien Markt, wofür ich übrigens auch bin, bei allen Währungen(Geldern) ?
    Für
    mich ist es allerdings kein Problem, und meiner Meinung nach hat das
    auch nichts mit Inflation zu tun, sondern eben einfach Umverteilung.
    Und wenn ein neues Geld besser sein sollte, dann wird das eben verwendet in einem freien Markt.

    Ja tut es.
    Nur Crypto-Währungen können sehr sehr viele "erfunden" werden.
    Und möglicherweise gibt es dann eine Art Marktanteil wie:
    50%Gold 40%Silber 10%Crypto
    Und diese 10% müssen sich dann alle Crypto-Währungen teilen. Je mehr entstehen, desto weniger ist jede einzelne Wert, ohne dass Gold oder Silber davon betroffen ist.
    Kann man natürlich nie genau vorhersagen, ist für mich aber plausibel.

    3. Absatz :
    a) laut dieser Logik dürfte es gar kein Wertaufbewahrungsmittel geben in
    einem freien Markt, weil nur der Markt entscheidet was einen Wert hat
    und somit alles variabel ist.
    b) was wäre denn ein Beispiel für gutes Geld ?

    zu a): Warum? Gold wurde doch auch zunächst als Schmuck/Dekoration begehrt und wurde dann erst zu Geld, weil es so Marktgängig wurde.
    Vllt. hätte ich schreiben sollen "kein verlässliches/sicheres Wertaufbewahrungsmittel". Der Marktwert von Gold ist über lange Zeit ziemlich stabil geblieben.
    zu b): Gold, Silber (Edelmetalle im Allgemeinen).

    4. Absatz :
    Ich verstehe nicht wie sie zu dieser Ansicht kommen, dass ich irgendwas verbieten wolle o.Ä.?

    Bin ich nicht und habe ich auch garnicht behauptet.

    Der Wert des Zahlungsmittel ist eben die Glaubwürdigkeit der Menschen, die dieses Zahlungsmittel nutzen und das ist eben der Wert.
    Bitcoin kann diesen Wert sehr gut haben, da die Menge begrenzt ist und somit nicht manipulierbar ist, außerdem durch dezentrale Rechenprozesse alles offen dargestellt wird und somit sehr vertrauenswürdig ist.

    Du hast Recht, dass der Wert davon abhängt, für wie Wertvoll die Menschen etwas halten (Subjektive Geschichte).
    Wenn man plötzlich Gold nicht mehr für Elektronik und Schmuck etc. haben wollte könnte dessen Handelswert ebenfalls auf 0 sinken.
    Da Gold aber nun mal Eigenschaften hat, die es für bestimmte Anwendungen "wertvoll" machen, wird das mit großer Wahrscheinlichkeit nicht passieren und deshalb wird Gold höchstwahrscheinlich nie wertlos.
    Gold hat zusätzlich einen guten Ruf als etwas Wertvolles, was dessen Handelswert sicherlich zusätzlich anhebt.
    Der Euro hat sowohl seinen Ruf (durch Desinformation) als auch ein Gesetz hinter sich.
    BitCoin hingegen hat einzig und allein seinen Ruf, sonst garnichts.

    Hier wird auch oft genannt, dass die Bitcoin Kopien inflationär wirken.
    Dies ist aber nicht der Fall, im Endeffekt wird dadurch ja nicht die Geldmenge erhöht, sondern es verschiebt sich einfach nur der Wert eines bitcoins.


    Wenn es nur Bitcoins gibt, dann kann man z.b. mit 21 Mio Bitcoins : weltweit Summe X an Waren kaufen, eben so viel wie an Schuld im Umflauf ist.
    Wenn nun noch eine andere Währung hinzu kommt, wird einfach von der Summe X an Wert eine Umverteilung stattfinden, sodass die 21 Mio Bitcoins nicht mehr Summe X an Wert abbilden, sondern eben Summe X-Y .
    Der Anteil Y ist dann eben der Gegenwert der neuen Währung.

    Richtig ist, dass durch alternative Währungen nicht mehr BitCoins (halt dann anders benannte Coins) entstehen.
    Aber die Alternativwährungen wirken so als wäre die BitCoinmenge erweitert worden (also inflationär).
    Du beschreibst im Weiteren genau diesen Effekt. Der BitCoin verliert Kaufkraft an andere Währungen.

    Meiner Meinung nach ist Bitcoin das perfekte Zahlungsmittel

    Es ist kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel weil a) durch andere Währungen inflationierbar und b) der Wert einzig am Ruf hängt.
    Etwas, dessen Wert nicht halbwegs sicher ist, ist kein gutes Zahlungsmittel, meiner Meinung nach.
    Es ist außerdem abhängig von Elektronik und um komfortabel zu sein auch vom Internet (Ok, bezahlen könnte man theoretisch auch via USB-Stick, aber dann ist der Komfort kaputt).
    Ich denke daher BitCoin ist ein Beispiel für schlechtes Geld.


    Wie FDominicus schon schrieb, liegt es der PDV aber fern BitCoin zu verbieten, Gold vorzuschreiben oder so.
    Wer mit BitCoin handeln will, soll das machen.
    Es kann, solange der Glaube vorhanden bleibt oder gar stärker wird, funktionieren. Vllt. bleibt der Glaube sogar 265,42 Jahre und für unsere Generation war es dann im quasi gutes Geld.
    Ich glaube aber nicht daran.

    der einzige Unterschied zwischen Staat und Mafia ist, daß der Staat sich selber legalisiert und andere kriminalisiert

    Dem würde ich noch hinzufügen, dass auch die Mehrzahl der Menschen den Staat für legitim halten, die Mafia aber nicht (was m.E. der eigentliche Grund ist, warum er noch existiert).
    Dass es die Mafia dann noch gibt, hat für mich zumindest mit dem Staat zu tun, denn das Justizwesen ist meist schlecht und die Bevölkerung eher wehrlos.

    Ich sehe vieles ähnlich wie du, Ulrich (ich sage mal einfach du).
    Die meisten Menschen verstehen das System nicht und denken es wird schon so passen.
    Sie bemerken hier und da Skandale und Probleme, aber alles in allem wird's schon laufen.
    Kurz: Die Masse ist verblendet (kann aber selbst eher wenig dafür!).


    Weil die Masse verblendet ist, unterstützt sie das System, indem sie es akzeptiert und sogar verteidigt.
    Deswegen und nur deswegen existiert das jetzige Geldsystem noch.
    Schlägt diese Unterstützung um in Ablehnung, ist das Geldsystem von jetzt auf gleich weg.
    Die Macht der Masse ist nicht zu unterschätzen.
    Das wäre vermutlich dann eine positive Revolution und die üblichen Verdächtigen hätten es extrem schwer wieder an die Macht zu kommen (falls sie es überhaupt schaffen).


    Möglicherweise wird die Masse aber auch "nur" so unzufrieden, dass die Unterstützung des Systems wegfällt.
    Dann steht ebenfalls eine Revolution an, aber wahrscheinlich keine Positive.
    Das System zerbricht. In diesem "Chaos" können die üblichen Verdächten ein neues System aufbauen, das genau so schlimm oder schlimmer sein könnte (Die Masse erkennt sie ja nicht als Problem).


    Die Frage ist nun, welches der beiden Szenarien eintreten wird.
    Für das erste müssten viele Menschen mit "natürlicher" Authorität (in gewisser Weise Authoritätspersonen, denen Menschen folgen) vom Libertarismus überzeugt werden.
    Natürlich auch andere, aber die Masser der Menschen neigt dazu sich leiten/führen zu lassen.
    Wird uns das gelingen? Weiß nicht.


    Wann? Schwer zu sagen, aber wenn dann wird es schnell gehen.


    Ich bin mir relativ sicher, dass die PDV nicht an die Macht kommt um das System so sanft wie möglich umzustrukturieren (Zusammenbruch des Euro mit etablierten, freiwilligen Alternativwährungen).
    Wenn es der PDV gelingen würde über die öffentliche Wahrnehmungsschwelle zu kommen und im Mainstream geschickt Warnungen und Informationen platzieren könnte, bevor der Zusammenbruch da ist, wäre viel erreicht.

    Meine Innere Haltung ist die das ich mich für Deutschland engagieren möchte und für Volksabstimmungen, nach Schweizer Vorbild, bin.

    Hört sich zumindest im Ansatz kollektivistisch an. Muss aber nicht so sein...

    Selbstverständlich habe ich auch einige konservativen Ansichten (Die ich schon immer in mir drin habe) aber radikal sind die nicht.

    Konservative Ansichten sind m.E. vollkommen in Ordnung, solange du sie keinem Aufzwingen willst.
    Wäre eine konservative Ansicht z.B. "Ehe darf nur zwischen Mann und Frau statt finden", ist die liberale Antwort: "Die Kirche soll Ehen schließen wie sie meint (von mir aus auch nur Mann und Frau) vor dem Staat darf das keinen Unterschied machen". Am besten wäre es sogar, der Staat hätte mit der Ehe garnichts zu tun (von wegen Standesamt, Lohnsteuerklassen usw...).

    Wie kommt es, daß immer mehr Einschränungen akzeptiert werden und warum scheint es gut zu sein zu verbieten, zu kriiminalisieren und im Endeffekt auszurauben.

    Nach Gustav Le Bon (Die Psychologie der Massen) ist die Masse nicht zu vernünftigen Schlüssen fähig, sondern rein emotional gesteuert.
    Welche Emotionen wie stark und wodurch ausgelöst werden soll kulturell (Er nennt es "Rasse") abhängig sein.


    Entsprechend würde ich sagen durch Angst (vor "bösen" Kapitalisten, vor Umweltzerstörung, ...).
    Bestimmt teilweise auch durch Emotionen wie Mitgefühl (wer hilft den Armen?).
    Vermutlich haben einige auch einfach einen Gefallen daran, für sie neue Ideen schlecht zu reden, um sich überlegen zu fühlen (Ich sehe ja auf den ersten Blick dass das Unsinn ist).


    Ich denke irgendeine Mischung davon und noch anderem (Desinteresse, Desinformation, ...) wird es wohl sein.

    Was Freigeist vorschlägt hört sich für mich schon plausibel an.


    Die Masse der Menschen erreicht man nicht über klare Argumente. Schlagkräftige Behauptungen wirken viel besser.


    Verargumentieren kann mans ja trotzdem auf der Homepage, im Forum und argumentativ angelegten Diskussionen.


    Würde man in einer Show wie "Hart aber Fair" seind Positionen argumentativ verteidigen, statt schlagkräftige Gegenbehauptungen aufzustellen, hat man für die Masse wohl bereits verloren...


    Soll heißen: bei großem Publikum emotionaler und bei bestimmten kleinen Gruppen argumentativer vorgehen ist wohl am vielversprechendsten (wenn man die Bühne erst hat).


    Um Bühne zu bekommen könnten kontroverse Themen, wie Waffen, Drogen und populäre Themen wie schnelle Autos durchaus geeignet sein.

    ich finde das sich die PdV etwas Islam kritischer geben soll

    Die PDV wird sich hoffentlich nie gegen "den Islam" oder "das Christentum" oder "das Judentum" oder sogar "den Sozialisten" aussprechen.
    Niemand darf jemand anders zwingen. Kommen Moslems auf die Idee jemanden zu schaden kann sich die PDV dagegen aussprechen, wenn Christen Juden angreifen oder umgekehrt ebenfalls aber nicht generell gegen die Mitglieder einer Religion.
    Ebenso kann es Sozialisten geben, die auf freiwilliger Basis eine sozialistische Kommune machen wollen... da kann und darf die PDV nichts dagegen haben.
    Erst wenn es zu "gewaltsamen" Übergriffen oder der ernsten Androhung derselben kommt, kann sie sich gegen diese (und nur genau diese) Menschen stellen, die gewalt ausüben oder mit ihr drohen.