Beiträge von Holger Oeft

    Wozu soll das denn gut sein?
    Mich wundert das bei deiner Aufzählung zwar das luxemburgische (edit: von mir gemeint ist das moselfränkisch) aufgeführt wird, aber die anderen niederdeutschen Mundarten (Niederlande und Flamen/Belgien) in deiner Aufzählung fehlen...
    eine weitere Frage:
    Dürfen sich die sorbischen Sprachgebiete als westslawischer Dialekt dann Polen anschliessen? Müssen nichtsorbische Sprecher dann umziehen? :dash: Wie hälst du es mit den Friesen und Dänen in Deutschland, den rätoromanischen Sprechern in der Deutschschweiz oder den ladinisch sprechenden Menschen in Südtirol?


    Sprache ist schon herrlich um sich zu verständigen. Als Definitionsgrundlage für politische Grenzen aber absoluter Unsinn.

    Naja, anderen was beibringen brauchst du eigentlich nicht viel.


    Wichtiger finde ich den bisherigen Zwang aus dem System zu lassen. Damit entkoppelst du das bisherige Denken der Menschen auf radikalste Weise vom jetzigen Zustand.
    Indem du jedem die freie Wahl läßt, ob Geld, Rente etc.
    In der Praxis werden sich sehr schnell Erfolgsmodelle etablieren und als Vorbild fungieren.


    Die Frage bleibt wie die bisherigen Profiteure auf solch eine Freiheit reagieren werden.

    Ich finde das obige Szenario sehr konventionell gehalten, da es Staatsintervention oder Staatsverbundsintervetion quasi verlangt, ohne zu hinterfragen ob ein "Staat" überhaupt das Gewaltmonopol hat, um solche Handlungen seiner Individuen zu fordern.


    Ich versuche mal einen nicht-kollektivistischen Denkansatz zu bringen.


    Als Libertärer empfinde ich keine zwingende Zugehörigkeit zu einem Kollektiv. Es zählt einzig das Individuum als Träger von Rechten und Pflichten.


    Der Angriffskrieg des Kollektiv Blauland auf einen anderen "Staat" stellt in seiner Konsequenz einen Angriff seiner Individuen dar, da letztlich jeder Soldat/Bürger entscheidet ob er das moralische Unrecht eines Angriffskrieges begeht. Dabei ist es aus libertärer Sicht unerheblich, ob er aufgrund eines Befehls angreift oder aus persönlicher Habgier. Das Individuum ist dasjenige welches entscheidet wie es sich verhält.


    Ein "Staat" ist die anonyme Ausrede bzw das Alibi einen allgemein anerkannten Rechtsbruch zu begehen, den Individuen normalerweise bei direkter Haftung nicht begehen würden. Folglich wäre die Gegenreaktion von "Grünland" oder "den vereinten Farben" ebenfalls kollektiver Rechtsbruch gegenüber seinen Mitgliedern.


    Eine libertäre Gesellschaft "Grünland" würde sehr schnell auf diesen Rechtbruch reagieren können. Zum einen würde jeder Bewohner aus der Grünlandregion (blaue und grüne) sich gegen die Verletzung von Eigentum mit seinen eigenen Waffen wehren. Da es kein zwingendes Gewaltmonopol eines Staates gibt, werden die geschädigten Bürger sich um Schutz bemühen können (durch private Söldner, Milizen oder Bundestruppen).


    Da der Angriff durch den Blaustaat in unserem Fall klar verursacht wurde, werden die Beteiligten Individuen von Blaustaat für sämtliche Schäden und Kosten haften. Folglich wird es sehr schnell eine bewaffnete Gegenreaktion gegen den Aggresor geben. Blaustaat ist wahrscheinlich sehr schnell überwunden, da es weiniger Resourcen, Kampfmoral und Kraft entwickeln kann.
    Es wirkt sehr demoralisierend, wenn Herrscher und Soldaten wissen das sie für ihr Tun alsbald zur Rechenschaft gezogen werden. Das persönliche Risiko ist sehr hoch alles zu verlieren. Natürlich kann stupide Propaganda in Blauland versuchen bis zum Endsieg zu kämpfen, allerdings ist bisher noch jede Tyrannis überwunden worden.

    @Und wie ist es mit Riesterrente?


    wie jemand auch in "gesichterten" Zeiten so etwas abschliessen kann, bleibt mir weiterhin rätselhaft. Nicht nur das diese Verträge bei der Grundsicherung angerechnet werden und derzeit aktive Kapitalvernichtung (negative Zinsrendite) bedeutet. Man muss im Schnitt ein biblisches Alter erreichen um die Zwangsrente mit Zulagen positiv auszuschöpfen.
    Ohne Worte - dieses Vorsorgekonzept ist sehr dubios...


    Und das I-Tüpfelchen:
    du zahlst aus deinen spärlichen 30% frei verfügbaren Einkommen in einen R-Vertrag. Automatisch infiziert man den kompletten Sparbetrag im Augenblick der Beitragszahlung wieder zu 100% der Einkommensteuerpflicht. Wenn du also einen Riestervertrag vorzeitig kündigst und auszahlen lässt - Problem 100%(!!) der Auszahlungssumme werden als Einkommen in der ESt hinzugerechnet, obwohl normalerweise lediglich Erträge aus Vermögenszuwachs der ESt unterliegen.


    @Kann man das als Grundregel machen:
    Jede investition in irgendwelche Geldanlagen (Versprechungen) sind in einer grossen Krise höchstwahrscheinlich nichts mehr wert?


    Vielleicht nur eine Gegenfrage - was bedeutet für dich große Krise?
    Krisen müssen nicht nur Wirtschafts- oder Währungskrisen sein.
    Es gibt persönliche Krisen, Kriege, Unfälle und Familiensituationen die spontane Veränderungen mit sich bringen können. All diese Situationen können bestimmte Anlagen ebenfalls unrentabel machen (Kunst kann dann nicht gefragt sein = momentaner Wertverlust), Gold kann dir gestohlen werden oder du kommst vielleicht nicht mehr in das Schweizer Zollfreidepot... Privater Goldbesitz kann verboten werden. Grundbesitz durch Zwangsanleihen belastet oder/und enteignet werden. Vielleicht musst du auch ausreisen oder wirst vertrieben.


    Was ich damit sagen will: keine Investiton ist in "Krisen" sicher bzw die richtige Vorsorge. Dazu ist unsere Welt und unser Leben viel zu vielen Wandlungen ausgesetzt. Wir als Menschen sichern uns automatisch im Vorsorgeprinzip ab und horten unsere Überschüssen in vermeintlich sinnvollen Investitonen. Dies lockt aber automatisch Neider an, die an diese Überschüsse kommen wollen (Staat, Diebe etc.)
    Ich halte es so, das ich nur Anlagen tätige die ich verstehe und auch in 10Jahren wahrscheinlich noch gut finden werde. Eine ausgewogene Mischung ist da wichtig.


    Manchmal ist ein schönes Essen mit deiner Liebsten eine viel bessere Investiton, weil der Ertrag des Essen dir vielleicht ein lebenslanges Geschenk einbringen kann...