Beiträge von Wilfried Hein

    Die Darstellung des Aktionsbündnisses ist nicht korrekt, sondern teilweise falsch wiedergegeben (die waren bei den Gesprächen gar nicht dabei).
    Hier die Richtigstellung von Oliver Janich:
    http://www.oliverjanich.de/uns…-die-wahlalternative-2013

    Danke für die Klarstellung Jochen. Wenn man das so liest, sieht natürlich einiges anders ans. Den "linken Irren" von Gerhard Breunig sollte sich jedoch niemand anziehen lassn, der an einer Änderung der Verhältnisse in unserem Land und in Europa interessiert ist. Das klingt doch eher nach Wagenburgenmentalität, als nach Souveränität.


    Grüße

    Hallo!


    Da ich ebenfalls auf dem mail-Verteiler der "Wahlalternative 2013" bin, hat mich heute diese Meldung erreicht:

    Ich fand da Bündnis bislang eigentlich recht sinnvoll und ich habe schon einiges für die Waltanternative 2013 gespendet. Gibt es Gründe dafür, warum die pdv sich gegen eine Zusammenarbeit ausgesprochen hat?



    Grüße

    Hallo Steffen!

    Gerade die wohl ausgereifte Produktionstechnik des Marktführers (sonst würde er diesen Zustand nicht erreichen), ist doch von Konkurrenten nicht zu erbringen in angemessener/geforderter Zeit. Ich denke da eben an komplexe Anlagen/Hallen/Reinsträume usw. . Wenn die Wettbewerber erst mal am Boden liegen, wer soll sich dann noch wieder aufraffen?

    Ich sagte ja, in einem freien Markt, wird ein Monopol wohl eher "schleichend" substituiert, wenn nicht irgendeine Naturkatastrophe auftritt. Das war wohl bei den Pferdedroschken so und auch Kleinbildfilm. Nur wenn es "künstlich" subventioniert und als "systemrelevant" von der Politik deklariert wird, werden "Trägheit" und Fehlentwicklungen nicht bestraft, sondern weit hinaus über die den ökonomischen Sinn gefördert. (Nur) dann kommt der Zusammnbruch schlagartig - mit dem Zusammenbruch des nährenden Staates.


    Betreff Deines Beispieles mit den "Reinsträumen" gibt es ja viele Beispiele wie sich eine große Firma mittels 'Spin Offs' aufsplittet. Ich denke da konkret an Siemens und Infineon. Denn wenn ein Monopol/Oligopol nicht die Möglichkeit hat, die Spielregeln mittels Lobbyismus anzupassen, bleibt ihm nur der Versuch sich "breiter aufzuzstellen". Da es aber um der Effizienz und des Gewinnes willen bestrebt ist, Redundanzen auszumerzen, ist das zunächst ein Widerspruch. Dieser wird dadurch aufgelöst, dass das Risiko der Diversifizierung auf einzelne Abteilungen "ausgelagert" wird- z.B. an Innovative Mitarbeiter, die ihr eigenes Kapital einsetzen oder Investorengruppen die ein Unternehmen nicht mittels Krediten ausschlachten wollen, sondern bewusst echtes Risikokapital zur Verfügung stellen.


    Zitat

    Meinst Du, dass sich Banken finden würden, die die große
    Investitionssumme vorschießen/bereitstellen, die dafür nötig sein wird?
    Rechnet sich das wirklich? Also Kernfrage: Kommen wir wirklich ohne die
    verhassten Eingriffe in den freien Markt bei der sich andeutenden
    Monoplolbildung aus?

    Tja, nun kommen wir wohl (wieder) zum Hauptproblem:
    Investitionen in die Realwirtschaft sind stets mit Risiken verbunden, die real zu tragen sind. Üblicherweise erfordern diese 'langes Durchhaltevermögen' und Eigenverantwortlichkeit. Die Investition muss genau "abgewogen werden" weil man ja 'erarbeitetes Geld' einsetzt, das im Verlustfall fehlen wird.


    Ganz anders sieht es derzeit in der Finanzwirtschaft aus. Hier lautet die Devise: Was kostet die Welt? "Make money fast". Das von den Banken geschöpfte Geld landet ja nicht in der Realwirtschaft, sondern in den virtuellen "Spielhöllen der Börsen". So ist es auch für Deine Sparkasse oder VR-Bank vor Ort lukrativer, anstatt für einen Gewerbetreibenden ein für die Bank risikoreiches und arbeitsaufwändiges Darlehen auszureichen (der "Bursche ist auch noch frech und will wenig Zinsen zahlen!), - "merkelgesicherte" Staatsanleihen von den PIGS Staaten in's Depot A zu legen,- wofür man nicht mal eine Kreditabteilung braucht! Im Grunde genügt hier ein Knopfdruck des Vorstandes (... der sich dann für diese unternehmerisch erfolgreiche Entscheidung natürlich einen fetten Bonus gönnt). Diesen Zustand haben wir dem Fiat-Geld" zu verdanken.


    Leider wird bei Diskussionen über den "bösen Kapitalismus" regelmäßig und völlig verfehlt Finanz- und Realwirtschaft in einen Topf geworfen. Man haut auf den (überregulierten) Kapitalismus, der Realwirtschaft drauf, der immer noch unseren Wohlstand generiert, wobei man eigentlich immer die außer Rand und Band geratenen planwirtschaftlich beeinflussten Finanzmärkte und das sozialistische Geldsystem meint, - das aber nie benamt wird.



    Viele Grüße

    Hi Wilfried,
    noch nicht ganz klar: Warum soll ein Unternehmen als Alleinanbieter (wegen Größe und Schwierigkeit der Herstellung) einer bestimmten Ware den Markt wandeln wollen, wenn er dann schon in seinem Sinne funktioniert? Preiserdiktat als Alleinanbieter ist ja dann nicht wirklich aufwändig. Vergleich z.B. mit Anschaffung der Fahrzeuge der Berliner S-Bahn. So sehr viele Anbieter sind nicht mehr auf dem Markt, oder hoffentlich doch. Vielleicht nicht das beste Beispiel. Verstehst mich? ?(

    Hallo Steffen!


    ...weil er sich z.B. in einem freien Markt NIE sicher sein kann, das es für sein Monopolprodukt Substitute geben kann, die wesentlich billiger und effektiver prdouziert werden.


    Nehmen wir mal an du hast das "Öl-Monopol" erreicht und alle Kunsttoffprodukte werden aus "Deinem Öl" produziert. Der Markt läuft "perfekt" dafür und alle sind momentan mit diesen Status zufrieden. Und dann meldet jemand ein Patent an, Kunsstoffe auf rein planzlicher Basis wesentlich günstiger (und umweltneutral) herzustellen.. - Und da könnte ein Monopolist verhindern wollen, indem er Gesetze initiiert wonach Kunsstoffe nur aus Öl hergestellt werden und in Umlauf gebracht werden dürfen,


    Das mit der "S-Bahn" zeigt ja gerade das auf, was passiert, wenn sich Monopolisten bzw. Oligopole und Gesetzgeber zusammentun: Der Verbraucher wird betrogen, weil er"null" Service erhält. Die "Produkte" sind allesamt hochsubventioniert (durch fremde Steuergelder) und Funktionsfähigkeit bewegt sich dennoch "hart am Rand von einem offenen Chaos" mit zunehmenden Ausfällen. (Siehe auch den Berliner Flughafen) . In einem freien Markt gäbe es wohl ein anderes Verkehrssystem, bzw. andere Routen, andere Hersteller - und möglicherweise auch nicht solche Ballungszentren, die Steuergelder vernichten. Das Chaos bie der Berliner S-Bahn ist gewiss nicht am Oligopol einiger weniger Hersteller für S-Bahn-Züge festzumachen


    Viele Grüße

    Hallo Steffen!


    Ich hab ja gesagt, das imho "Größe" allein nichts über die Schädlichkeit oder die Stabilität eines Monopols aussagt. Probleme treten dann auf, wenn das Monopol aufhört, sein Geschäftsmodell ständig und immer weider neu an den freien Markt anzupassen um Profit zu machen, sondern mehr Energie und Ressourcen dafür aufwendet um den Markt an sein eigenes Geschäftsmodell anzupassen (z.B. duch Lobbyismus) um dann vom Marktgeschehen selbst nicht mehr abhängig zu sein, - sondern von den Subventionen aus der Politik, die man selbst steuert. Ein Ausbeutungssystem also wird installiert.


    In diesem Sinne 'fordert' die Globalisierung zunächst konkurrierende Unternehmen heraus sich dem Wettbewerb zu stellen, da die Wirtschaft der Polikt vorauseilt und noch keine politischen Strukturen vorhanden sind, die einen Lobbyismus im großen Stil möglich machen (klar: Vereinzelte Korruption gibt es wohl auch dort, - aber nicht mit System).


    Damit ist für mich auch vollkommen klar, warum die "EUdSSR" für diejenigen so wichtig ist, die sich vom Markt unabhängig machen und ihre eigenen Regeln aufstellen wollen.


    Wie sagte doch Frederic Bastiat schon vor langer Zeit:
    "Wenn Ausbeutung für eine Gruppe in der Gesellschaft zu einer Form des Lebens wird, so wird sie für sich selbst ein Rechtssystem schaffen, was dies autorisiert, und einen Moral-Kodex, der dies glorifiziert.


    Viele Grüße

    Hallo Thomas!


    In wie fern das gegen Monopolbildung wirkt, verstehe ich aber noch nicht. Gäbe es etwas, dass immer nachgefragt wird, habe ich mit meiner Spezialisierung den Vorteil hocheffizient zu sein und so wahrscheinlich ziemlich günstig. Das würde dann meine Position am Markt stärken.

    Ja, - solch ein Monopol wäre wohl dann kein Monopol sondern ein "Engel" (Ich bin mir nicht sicher wer das gesagt hat, aber ich glaube es war in einem Buch von Blankertz. Oder war's Baader?)


    Ich vergleiche die Geschehnisse an einem freien Markt regelmäßig mit einem Ökosystem (Die Silbe "Öko" kommt ja nicht ohne Grund sowohl in der "Ökonomie" als auch in "Ökologie" vor).
    Ein Monopol kann gewiss eine zeitlang nahe am Effizienzoptimum "arbeiten" und möglicherweise auch immer besser werden, je besser es sich an die 'gegebenen Bedingungen' anpasst. (Ich denke da auch an die Dinosaurier und ihre lange erfolgreiche Geschichte, die jäh endete)


    Bis dann auf einmal 'externe' Faktoren auftreten, die man glaubte im Griff zu haben und daher vernachlässigt wurden, weil sie "Ballast" darstellten.


    Und dann ist es einfach eine Wahrscheinlichkeitsrechnung bei gegeben Diversifizierungsmöglichkeiten: Bei 100 Anbietern ist es einfach wahrscheinlicher, das in Folge der Vielfältigkeit nahe eines Pareto-Optimums eine gewisse Anzahl von Anbietern "näher" an den geänderten "Lebensbedingungen" liegt als bei einem Einzigen. Auch wenn einige Anbieter verschwinden , treten im gleichen Maße neue auf, da auch das neue Pareto-Optimum unter geänderten Bedingungen immer wieder "Nischen" bietet. Bei einem (bestangepassten) Monopol ist das nicht möglich, da nun die "Redundanzen" fehlen, die man zuvor systematisch beseitigt hat. (Als Beispiel hierzu vlt.: Das vielfältige Ökosystgem im Amazonas Dschungel, das praktisch ohne externen Nährstoffeintrag auskommt und in dem ständig neue "Nischen" für Lebewesen 'durch Mangel' (!) entstehen - Demgegenüber die hochspezialisierten ertragreichen Monokulturen, die man nach der Rodung (kurzzeitig) anbaut).


    Da aber ständig und regelmäßig immer wieder neue 'externe Faktoren' auftauchen, kommt ein Monopol regelmäßig schon dann ins' "straucheln", noch bevor es seine höchste Effizienz erreicht. Im Gegenteil: Je effizienter es wird, um so fragiler reagiert es auf Änderungen von Anfangsbedingungen. (Es hat wohl was mit dem "deterministischen Chaos gemein, das man aus der "Chaostheorie" kennt) Es versucht sogar die Bedinungen 'vorzugeben'. Das erleben wir ja gerade auf den Finanzmärkten, deren Oligopole nur noch künstlich am Leben erhalten werden können, u.a. auch dadurch, das sie die Relgeln dem falschen Spiel anzupassen versuchen.


    Ein freier Markt kann daher wohl nur "theoretisch gedacht" - und nichts desto Trotz immer wieder gefordert werden. In der Praxis (der "freien Wildbahn") treten jedoch immer wieder (Fremd-)Faktoren und Selbstbezüglichkeiten auf, die niemand auf der Rechung hat (und auch nicht haben kann). Und das ist gut so. Nur dadurch gibt es imho so etwas wie Bewegung, Diversifikation - und Evolution.


    Im übrigen ist es denke ich nicht all zu verkehrt, wenn wir etwas von diesem "Effizienzstreben" zurücktreten könnten und wieder mehr "Stabilität" schätzen würden. Das würde nicht nur der Umwelt, sondern auch der Seele gut tun. Das Schuldgeldsytem und seine immer schneller werdende "Schlagzahl" verhindert das (noch).



    Viele Grüße

    Hallo Thomas


    Im heutigen System sind die kleinen Betriebe zu übermäßiger Bürokratie gezwungen, bei freier MW wäre das wohl ganz anders

    Ja,ich sprach tatsächlich vom 'heutigen, real vorhandenen System', das viele Marktwirtschaft nennen..


    Nein, das ist keine Ausnahme, sondern die betriebswirtschaftliche Rechnung, die zwischen Fixkosten (Klo, Gebäude, Grundstück, EDV-System, Verwaltung etc.) und variablen Kosten (Wasserverbrauch, Strom, Lohnkosten, etc.) grundsätzlich unterscheidet.
    Variable Kosten (Wassserverbrauch, Verpackung) wachsen proportional zu der Anzahl der Angestellten. (Bzw. proportional zur Anzal der Produkte, die verkauft werden) Während die Fixkosten durch eben diese geteilt werden!


    Daraus ergibt sich regelmäßig ein Vorteil für einen Betrieb, der seine Fixkosten durch "Größe" minimieren kann.


    Zitat

    Lassen wir diesen Punkt mal beiseite (ist als Argument gegen Monopole in
    einer MW eh nicht ausschlaggebend, wie wir uns ja bereits einig sind),
    so können wir uns sicher darauf einigen, dass zumindest große Betriebe
    träger/unflexibler werden, durch z.B. interne Genehmigungsverfahren und
    Absprachen.

    "träge und unflexibel" - ist aber nichts anderes als wie "(oberflächlich) stabil" - und "(spezifisch) hocheffizient" ....


    Zitat

    Einen Zusammenhang zwischen Effizienz und Stabilität eines Systems kann
    ich als IT-Consultant nicht bestätigen (zumindest bei Software; mit
    Hardware habe ich in diesem Zusammenhang nicht zu tun).


    Wenn ich ein Programm entwickle, kann ich sowohl "maximale" Effizienz
    (bei Auswertungen: Geschwindigkeit) und Stabilität erreichen.


    Evtl. hab ich dich hier auch nur falsch verstanden, ist aber für dieses Thema auch egal, denke ich...

    Aber ganu das ist doch imho der entscheidende Punkt, warum Monopole instabil werden können! (Und nicht der betriebswirtschaftliche Teil, der von Dir mit "Bürokratismus" angesporchen wurde, - den man zudem jederzeit externalisieren kann) Wenn du einer Software 'A' 100% Priorität bei der Ausführung auf der Hardware zuweist, dann ist dadurch die Ausführung anderer Software (B und C, ..) behindert. Das ist so lange kein Problem, so lange das Unternehmen nur Software A benötigt. Im Gegenteil - es arbeitet hocheffizient, da ohne Redundanzen. Aber wehe es treten plötzlich "externe Faktoren" auf, die der Programmierer nicht berücksichtigt hat und andere Abteilungen benötigen plötzlich "Rechenzeit". Es ist dann kein "Plan B" mehr vorhanden und das scheinbar stabile System bricht schlagartig zusammen.


    Anderes Beispiel:
    Eine Fabrik stellt aus Sperrholz und Vebundplatten im Sommer Skier her und im Winter Gartenmöbel. Dabei benutzt sie für viele Arbeiten die gleichen Maschinen, die sich je nach Produkt modifizieren lassen. Das ist zwar nicht so effizient und fordert einige Tage Arbeitsausfall bis die Maschinen umgestellt sind, aber der Unternehmer plant langfristig.


    Jetzt kommt ein Verkäufer daher und verkauft dem Unternehmer hocheffiziente Spezialmaschinen inc. Finanzierung für die Skiproduktion, die einen 5x höheren Ausstoß haben, so dass er die Leute entlassen kann, die die(alten) Masschinen umtstellen können. Das Unternehmen macht so Gewinne noch und nöcher, verkauft die alten Maschinen und ist in kurzer Zeit Ski- Monopolist. Das Unternehmen erscheint stabil UND hocheffizient. Das geht ein paar Jahre gut - und dann fällt mal im Winter kein Schnee....


    ..und das hat eben nicht s mit "Bürokratie" zu tun, sondern mit Effizienz und Stabilität, die nie gleichzeitig erreicht werden kann. Daher sind in der Natur auch alle lebenden System niemals 100% optimal an ihre Umgebung angepasst, sondern bewegen sich genauso wie die Unternehmen in einer Ökonomie um ein 'Pareto-Optimum' herum.


    Viele Grüße

    Hallo Thomas!

    3. Große Unternehmen haben tendenziell auch große Reibungsverluste in ihren internen Strukturen (z.B. die Bürokratie), was ihr Produkt auch tendenziell verteuert und so kleinere Firmen begünstigt. Auch das wirkt einer Monopolbildung entgegen.

    auch wenn ich sonst mit allem einverstanden bin (zur Monopolbildung in einem freien Markt, hab ich hier was eingestellt) , muss ich in diesem Punkt doch widersprechen, - denn ich denke es ist genau umgekehrt!


    Denn weswegen wird denn ständig versucht zu fusionieren, u.a. mit dem primären Ziel Arbeitskräfte zu "sparen"? Denn etwas "neues" wird ja hintrerher regelmäßig nicht produziert. Der Service für die Kundschaft ist zudem deutlich schlechter, weil regelmäßig die gewohnten, kompetenten Ansprechpartner verloren gehen.


    Ein "vorgeschriebenes Gästeklo, Trennung zwischen M und W, etc. " kostet für einen 5-Mann-Betrieb genausoviel, wie für einen 50-Mann-Betrieb.


    Ich bin in einem mittelständischen "Betrieb" beschäft mit ca. 300 Angestellten, - wir haben ca. 30 "Beauftragte", die uns der Gesetzgeber vorschreibt (u.a. hab ich selbst 2 solche "Posten") Regelmäßig "unnützes, frustrierendes Zeuch" für externe Statistiken oder Tätigkeiten als "Hilfsscheriff" für den Staat und andere. 1.000te Seiten zu lesen und zu behalten, um ja nichts verkehrt zu machen, wofür man saftig bestraft werden kann.


    Ein Betrieb mit 30 Angestellten muss aber regelmäßig genausoviele Beauftragte unterhalten. Hinzu kommt, dass dann externe Prüfer sich lieber auf Kleinbetriebe stürzen, da diese "Durchsichtiger" sind und man eher zu Ergebnissen kommt (und freundlicher behandelt wird) Und wer von den Kleinbetrieben kann sich denn schon auch ein "Callcenter" leisten, das Kundenwünsche, die die Gewinnmaximierung stören, gezielt abblockt? Die zeitintesive "Fachberatung" überlässt man ja bekanntlich lieber den "Kleinen", weil man weis, dass der Kunde trotz gegenteiliger Bekundung meistens trotzdem beim Billiganbieter kauft. (zumindest wenn es sich um Elektronikartikel handelt)


    Für Großbetriebe und noch mehr für Konzerne bedeutet die Zusammenlegung der Bürokratie (bzw. deren Externalisierung) einen enormen Effizienzgewinn gegenüber Kleinunternehmen. Siehe auch die aktuellen Gesetze zur Bankenrettung - es geht immer nur um die Interesse der "Großen und Staatsverbundenen". Die Kleinen und uanbhängigen dürfen ruhig pleite gehen, während die Commerzbank derzeit eine unverschämte Werbekampagne auf Staatskosten schaltet und Geld überweist, wenn man mit ihr nicht zufrieden ist(!)


    Das Problem ist hier: Die gleichen Gesetze werden auf ungleiche Bedinungen angewendet. Aber auch wenn die Gesetze für alle gleich sind: Der Kontrolldruck lastet auf die Kleinen regelmäßig stärker, da es sich ja immer nur um "Einzelfälle" handelt und die großen ja "Arbeitsplätze schaffen" und man diese daher oftmals auf Grund politscher Weisung der Etatisten mit "Samthandschuhen" anfasst. (Davon könnte ich Dir "Geschichten erzählen" - wenn ich dürfte)


    Ein weiterer Punk am Rande, der Dir aber als IT-Consultant bewusst sein dürfte: Ein System kann nie maximal effizient UND stabil gleichzeitg sein. Auch hier fördert der Effizienzzwang, den Fusionszwang, der in einem großen Knall enden wird.


    Viele Grüße

    Hallo Rita!

    Jede (anfängliche ) Geldmenge ist ausreichend.Genau diese "reziproke" Geldschöpfung, durch die sich unser Wohlstad mehren würde wird uns seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten vorenthalten.Korrigiere mich wenn meine Aussagen nicht stimmen.

    Ich denke die Gründerzeit, also die Zeit vor dem ersten Weltkrieg war eine "goldene Zeit". Damals gab es ja schon die "europäische Einheitswährung". 1 Gramm Gold war in Berlin genauso schwer wie in London oder Paris... Der "Dollar" war ja anfänglich auch durch Silber gedeckt und in dieses einlösbar (bis zur Gründung der FED)- daher kommt ja auch das "S" - im amerikanischen $


    Aber mit einer Edelmetallwährungen können Staaten allenfalls nur "Raubkriege" gegeneinader führen, die nicht lange dauern, - keine modernen Massenvernichtungskriege. Wenn das letzte Gold für Kanonen gegeben wurde, dann ist halt Schluss. Daher wurden ja auch die Goldwährungen mit dem 1. Weltkrieg durch die Kriegsherren quasi abgeschafft, so das man darüber hinaus 'mittels Zwangsgeld und damit einhergehender Zwangproduktion' Kanonen bauen konnte.


    Damit lässt sich dann übrigens auch Deine nächste Frage ganz anders betrachten und möglicherweise auch beantworten lassen:

    Zitat

    Wie allerdings ein Neustart erfolgen könnte ohne den totalen Zusammenbruch weiß ich nicht.

    Was ist denn nach dem "totalen Zusammenbruch" Kriegsende (Wk1 und WK2) passiert?
    -Als plötzlich ein Millionheer, das vormals Kanonen und anderes sinnloses Zeug produziert hatte, von einem Tag auf den nächsten arbeitslos war und auf der Straße stand? ... und der Staat zudem noch ohnmächtig und ohne finanzielle Mittel, die Massen-Arbeitslosen zu "betreuen" und in Sozialprogrammen zu fördern??


    Diese 'Wirtschaftskrisen' unmittelbar nach den Kriegen, waren also weitaus schlimmer als alles andere was danach kam (auch wie die von 1929, als der Staat und seine "Gottspieler" das "retten" anfingen, das erst 1939 beendet wurde) - Und genau diese Krisen wurden so schnell überwunden, das sie nicht einmal Eingang in die Geschichtsbücher fanden! - Warum wohl? - Die Menschen mussten auf sich allein gestellt - einfach schnell was anderes (er)finden - und taten das innerhalb 1-2 Jahren auch. Diese Krisen waren der Ursprung für die stärksten Wirtschaftsaufschwünge die jemals stattfanden! Kanonenfabriken produzierten auf einmal Waschmaschinen - ganz ohne staatliche Lenkung!


    Aber Du hast wahrscheinlich insofern Recht: Ohne "totalen Zusammenbruch", werden sich die Gottspieler (leider) nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und immer wieder vozugaukeln versuchen, das ihr "Plan" perfekt sei, - nur wir Bürger zu doof um ihn umzusetzen.


    Viele Grüße

    Geldschöpfung darf in der ö-Welt geschehen, wie sie will. Es sind ja keine Regeln gesetzt. Wer FIAT haben will, der bekommt auch FIAT.


    Aber natürlich sind die Aussagen korrekt. Nur so bekommt man werthaltiges Geld, von dem alle profitieren.

    Hallo Thomas!


    Natürlich hast Du recht. Das "dürfen" ist tatsächlich misszuverstehen. Ich meinte es innerhalb dem 'idealen Modell' der österreichischen Schule. In der Praxis wird es in einer freien Marktwirtschaft immer verschiedene Arten der Geldschöpfung nebeneinander geben (genauso wie "Betrug" nie zu verhindern sein wird). Das muss es auch. Verantwortlich für die Entscheidung (und Überprüfung) ist immer derjenige selbst, der das Geld in freier Vereinbarung 'nehmen' - oder ablehnen kann. Das ist eine Voraussetzung, damit begehrtes und damit werthaltiges Geld am Markt überhaupt entstehen kann.

    Hallo Rita!


    Der ganze Artikel, obwohl informativ und in vielem gut gemacht, geht am eigentlichen Thema "Geldschöpfung durch Private" vorbei.


    Ich kann das mittelerweile 'sicher sagen', weil ich (viel zu) lange ähnlichen Irrtümern aufgesessen bin.


    Die Geldschöpfung durch Banken in einem (Zwangs-)Schuldgeldsystem (fiat money) ist klar, darauf gehe ich hier nicht weiter ein.


    Hier geht es aber um die 'alternative' Art, der Geldschöpfung von "Privaten", von der wohl viele meinen (und so verstehe ich auch den Artikel und Deine Fragen), dass damit "private Banken" gemeint wären (... und die dann das Volk betrügen würden)


    Das ist aber genau NICHT gemeint!
    (Denn die Geldschöpfung im fiat-System erfolgt ja durch genau diese privaten Banken, die nur dadurch ihr Geld in Umlauf bringen können, weil es mit staatlichem Signet versehen ist)


    Hier wird also "Schornstein" mit "Esse" verwechselt und die Argumentation darauf abgestellt. - Es wird eben 'kein alternatives Modell' diskutiert, sondern nur eine etwas andere Umschreibung des bestehenden Zustandes. Was regelmäßig zu Verwirrungen und "Scheinkämpfen" führt, die nur den Status Quo festigen.


    Bevor ich auf die Gelschöpfung in einem freien Markt (mit gutem,werthaltigem Geld = Gold ) eingehe hier noch eine Privatgeldschöpfung, bei dem 'jeder Private' seine eingen Zentralbank 'ist': http://rheingoldregio.de/. - Ein Schuldgeld also, das 'kein' fiat money ist (also auch sowas gibt es)


    Nun zur Geldschöpfung, wie sie in einem "Goldgeldsystem" funktioniert, das dann eine tatsächliche Alternative zur obigen Lesart darstellen würde.
    (...und ja! - es wird entgegen stupider und landläufiger Behauptung auch in einem Goldgeldsystem Geld(wert) geschöpft! Mehr noch: Man könnte die gesamte Wirtschaftsleistung der Welt mit einer einzigen Goldunze abbilden, da diese beliebig teilbar ist.)


    Was in einem inflationären Schuldgeldsystem exponentiell geschieht, - geschieht in einem System mit fixer Geldmenge ( ... die "eine Unze") 'reziprok'!


    Denn die Quantitäts-Formel zur Berechnung der Geldmenge lautet ja:

    Geldmenge * Unmlaufgeschwindigkeit = Preisniveau * Transaktionshäufigkeit


    Lassen wir jezt aber mal "Umlaufgeschwindigkeit und Transaktionen" weg, da diese sich in einem Modell egalisieren können, dann erhalten wir:


    Geldmenge = Preisniveau
    bzw.
    1 Unze = 1 Apfel


    naive Gemüter^^ (Keynesianer, Gesellianer, etc.) würden jetzt sagen:
    "Wenn die Apfelernte (100 statt 1) höher ausfällt, dann muss auch die Geldmenge erhöht werden! - Das ist mit Gold unmöglich - würde die Wirtschaft (also die Apfelernte) sofort abwürgen und daher ist Gold ein "Relikt" und "bäh bäh baäh....usw.)


    Sie fordern also, das für jeden produziertern Apfel eine weitere Geldeinheit produziert wird, damit das Preisniveau gleich bleibt (sonst ganz gaaanz schlimme Deflation und ...bäh bäh bäh)

    ---> 100 GE = 100 Äpfel

    ..bleibt nur die Frage, wer dann die Erlaubnis hat (und auf Grund welchen Rechtes?) , 99 GE aus der Luft zu schöpfen und 99 Äpfel im Tausch "für Luft" einzuheimsen...., ohne diese erarbeitet zu haben!?



    In der "österreichischen Welt" sieht es hingegen so aus:


    Durch das höhere Angebot von Äpfeln sinkt der Preis! (wie z.B. auch Smartphones in Folge Produktivitätssteigerungen im Preis sinken)


    --> 100/100 Unzen = 100 Äpfel (oder 1 Apfel = 1/100 Unze)


    Ergebnis: Wenn ich jetzt in Folge der Produktivitätssteigerung der Fleissigen 'einen' Apfel kaufe, muss ich nur 1/100 Unze Gold aufwenden - und habe noch 99/100 Unzen im Geldbeutel übrig!
    Und DAS ist die Geldchöpfung, wie sie in einem freien Markt abläuft: Durch die Arbeit der Produktiven und deren Produktivitätsteigerungen hat der Käufer mehr 'werthaltiges Geld' im Geldbeutel zur Verfügung, um sich andere Sachen (zusätzlich) kaufen zu können! So ist es für 'den Sparer' möglich am Produktiovitätsfortschritt der kapitalistischen Arbeiststeilung zu profitieren. Denn er stellt(e) ja einen Teil seines erarbeitenden Geldes zu Investitionszwecken (in eine effektivere Apfelernte) zur Verfügung


    Und diese Art der Geld(wert!)Schöpfung benötig überhaupt keine Banken im heutigen Sinne!! Private Banken sind in diesem System keine 'Kreditinstitute',- sondern (Gold-)'Verleihanstalten', die Investitionswillige zusammenbringen, aber selbst kein Geld schöpfen (können), sondern nur Vermittlungs- und Lagergebühren geltend machen dürfen.


    Und um damit die Eingangsfrage zu beantworten, bzw. wie die Diskussion gelenkt werden kann:


    Es darf von niemandem "Geld an sich" produziert werden, weder durch Private noch durch Staatsbanken, - sondern die Geldschöpfung darf ausschließlich über die Produktivitätsfortschritte der Kreativen und Fleissigen selbst geschehen. Für diese sind Freiräume zu erhalten und neue zu schaffen, dann stellt sich auch (allgemeiner) Wohlstand ein. Banken hingegen produzieren keinerlei Wohlstand, sie verteilen nur um. Diese Art der Geldschöpfung durch die Produktiven ist nur mit fixer Geldmenge möglich. Wählt man dann noch einen physischen Stoff aus, der nicht beliebig vermehrbar ist, dann erübrigt sich die Kontrolle der (fixen) Geldmenge durch eine dritte Stelle (Zentralbank, Monetative, etc.) von vone herein. Jeder kann dann die Echtheit des Goldes selbst kontrollieren, indem er Banken wählt zu denen er Vertrauen haben kann.


    Viele Grüße

    Frage:
    Wie kann man in einer österr. bzw. libertären Welt Kartellbildung verhindern?

    Hallo!


    In einer "libertären bzw. österr. Welt" kann sich garkein Monopol oder Kartell bilden, bzw. nur kurzzeitig aufrecht halten.


    Vereinfacht dargestellt:


    Eine Firma oder ein Kartell, das ein Monopol anstrebt, muss verscuhen die Konkurrenten zu verdrängen, die ein bestimmtes Produkt günstiger produzieren, als man selbst (man will ja schließlich die Monopolrente einfahren)


    - Da man aber unter allen Umständen günstiger sein muss als die Konkurrenz, macht man in dieser ersten Phase Verluste, - die es zu finanzieren gilt.
    - Die Konkurrenten machen dann pleite und man hat das Monopol
    - Nun müssen die Kredite zurückgezahlt werden.
    - Da ein Teil der Monopolgewinne für die Kreditrückzahlung verwendet wird, wird das Produkt für den Verbraucher sehr teuer (oder der Monopolist macht nicht die Gewinne, die er sich erhoffte)
    - Da nun das Produkt sehr hochpreisig geworden ist - und die Maschinen von den pleite gegangen Konkurrenten billig zu haben sind, treten neue Produzenten in den Markt ein, die gegen das Monopol konkurrieren und es zu Fall bringen...


    Zusammengefasst gesagt: Die 'Diskiriminierungskosten' (um Konkurrenten vom Markt abzuhalten), machen ein Monopol im freien Markt unwirtschaftlich und bringen es zu Fall.


    Eine wahre Fundgrube zu diesem und vielen anderen Themen ist übrigens das "Libertäre Manifest" von Stefan Blankertz


    Viele Grüße

    Atlas Shrugged/Der Streik kann ich nur jedem empfehlen. Die Monologe über Geld und Freiheit - wären sie nicht so unendlich lange - könnte man jedem Systemling an die Mütze werfen.

    Hallo Thomas!


    ..aus diesem Grund habe ich mir bei etlichen Passagen Randnotizen gemacht und Sätze 'herausgefiltert' und "Reaktionen" erarbeitet, mit denen man die 'Plünderer' konfrontieren kann. Ich habe diesbezüglich schon sehr gute Erfahrungen gemacht: Es ist wie wenn man in einem dunklen Raum, in dem Verbrechen geschehen plötzlich das Licht anmacht. Die vormals scheinbar allmächtige Reden schwingenden "Vampire" schrumpfen plötzlich auf ihre wahre Größe (Kleinheit) und fangen das jammern an, wenn man nicht mehr bereit ist, die stillschweigende Einwilligung für das eigene Opfer zu geben.


    Es ist wie die anderen hier schon sagten und die Rezensionen bei Amazon nicht übertreiben. Das Buch von Ayn Rand kann 'Dein Leben' verändern.


    Es ist wie "Wyatts Fakel" - ein strahlendes Licht in dunkler Nacht. Vieles, was man immer nur "vermutetete", wird nun mit kristallener Klarheit, schneidender Schärfe und gleichzeitiger philosophischer Tiefe offenbar. Man kann einfach nicht mehr zurück, wenn man die Zusammenhänge einmal erkannt hat - und das tut man mit diesem (spannenden) Roman unausweichlich.


    Das Buch müssten noch viel mehr lesen und für jeden jungen Menschen zu Pflichtlektüre gehören bevor er von den Plünderer auf deren Altären ausgesaugt und verstümmelt wird.


    http://www.amazon.de/Der-Streik-Ayn-Rand/dp/3000370943/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1355685904&sr=8-1


    Viele Grüße