Beiträge von Archophob

    Ich kann derzeit nicht sehen wir wir dem Abfallproblem von AKWs Herr werden könnten, warum sollte ich daher weitere AKWS befürworten. Ich bin hier völlig einfach gestrickt. das möchte ich gerne zwischen Anbietern und Kunden ausgemacht sehen. Ich bin mir sicher auf einem Markt hätte die Atomkraft keine Chance gehabt, sie wurde genauso staatlich gewollt und beschlossen wie das EEG - was ich für einen Riesen schwachsinn halte.


    Das Abfallproblem haben wir den Grünen bzw. der Anti-Atom-Bewegung zu verdanken. Es wäre nämlich schon seit 20 Jahren gelöst, wenn die Fortschrittsfeinde nicht sowohl den Schnellspaltreaktor in Kalkar als auch die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf verhindert hätten. Hochradioaktive Abfälle müssen ca. 10 Halbwertszeiten gelagert werden, danach ist nur noch 1/1024 davon da, was dann im natürlichen Hintergrund verschwindet. (Dioxin hat keine Halbwertzeit, das ist in 5 Milliarden Jahren immer noch giftig, darf aber bedenkenlos verbuddelt werden) Gegenwärtig enthalten die Castoren hauptsächlich Plutonium und benachbarte Aktinoide, mit Halbwertzeiten bis 300.000 Jahre. Ein Reaktor mit schnellem Neutronenspektrum würde diese verbrennen und es blieben Spaltprodukte wie Cäsium übrig, mit höchsatens 30 Jahren Halbwertzeit.


    Ja, das was "für Millionen Jahre sicher verbuddelt" werden soll, ist BRENNSTOFF! Deswegen strahlt es so stark: es ist immer noch 1 Mio mal energiereicher als Diesel! Man müßte nur weg von den wassergekühlten und -moderierten Reaktoren und z.B. so was wie den Dual-Fluid-Reaktor bauen - intrinsisch sicher, es ist kein Wasser im Reaktor, das verdampfen könnte, der Kern kann nicht schmelzen, weil er eh schon flüssig ist, und langlebigen Atommüll verbraucht er mehr als er erzeugt.



    Wenn es einen liberalisierten europäischen Binnenmarkt für Strom gäbe, und z.B. eine "Importstrom GmbH und Co KG" Strom aus Frankreich zu französischen Preisen anbieten würde - ich würde ohne zu zögern den Tarif "Kernenergie 100%" buchen.

    Also ich hab jetzt das Buch mal ein bisschen gelesen und war überrascht wie ähnlich das ganze mir selbst ist. Die Wortwahl und die Fakten die aufgezählt werden.


    Wundert mich garnicht: Du bist die Zielgruppe, und Akif weiß genau, wie er schreiben muß, damit Du 1. kaufst und 2. weiter empfiehlst.

    Wenn ich ein Auto beim Straßenverkehrsamt anmelde, weil ich damit auf staatlichen Straßen fahren will, dann erhebt das Straßenverkehrsamt auch gleich die KFZ-Steuer. Damit hat niemand ein Problem ,ich habe noch nie davon gehört, daß irgendwo wegen "Hinterziehung von KFZ-Steuern" ermittelt worden wäre.


    Wenn jemand ein Haus baut, und es in's Grundbuch eintragen läßt, um eventuellen Mietern gegenüber rechtssicher nachweisen zu können, daß es sein Haus ist, dann erhebt die Gemeinde Grundsteuern. Damit hat niemand ein Problem, ich habe noch nie von Ermittlungen wegen "Hinterziehung von Grundsteuern" gehört.


    Wenn jemand für sein Gewerbe nicht persönlich haften will und lieber eine GmbH gründet, dann wird diese GmbH normalerweise Gewerbesteuerpflichtig und Umsatzsteuer pflichtig. Auf einmal reicht es dem Staat nicht mehr, zu sehen was für ein haus ist das, was für ein Auto ist das, nein, er will der Firma in die Bücher gucken. Insofern gerechtfertigt, als daß man sich die Rechtsform der Firma ja ausgesucht hat, und eine GmbH zwingend Bücher führen muß. Dennoch die erste "Einladung zum Schummeln", da sich mit MwSt-Betrug durchaus einiges an Geld in Sicherheit bringen läßt.


    Aber wenn man in irgendeiner Form Geld verdient, sei es als Wurstfabrikant, sei es als Vereinsfunktionär, oder sei es mit Wertpapierhandel, dann wird der Staat richtig unverschämt. Dann muß man Dinge aufschreiben, die man so detailliert nicht mal seinem besten Freund erzählt, und wenn man irgendeinen Posten vergißt, wird ermittelt.


    Meine Thesen:
    1. die Einkommenssteuer ist die unmoralischste Steuer von allen. Sie ist nichts anderes als Schutzgelderpressung.
    2. Steuerhinterziehung ist Notwehr
    3. Richter, die auf der Gehaltsliste des Finanzamtes stehen, sind weder unabhängig noch überparteilich, wenn es um Steuersachen geht.

    Zunächst: wenn ich um 10:00 eine Transaktion von Adresse "ABC" zu Adresse "XYZ" über 1 Bitcoin durchführe und mir der Client eine ID "JKL" anzeigt, die später nicht in der Blockchain auftaucht, kann ich trotzden nachschauen, ob es eine Transaktion von "ABC" zu "XYZ" gab - selbst wenn die Transaktion später die ID "MNO" bekommenhaben sollte. Nur für große Handelsplätze wie MtGox ist das etwas umständlich.


    Wie entsteht die Blockchain? Ein Miner nimmt sich einen Block unbestätigter Transaktionen und bildet einen Hash mit folgenden Zutaten:
    1. beliebig viele Transaktionen, die auf Bestätigung warten
    2. der Hash des letzten früheren Blocks (deswegen Blockchain)
    3. eine beliebige Zahl, die so gewählt werden muß, daß der Hash, der am Ende herauskommt, mehrere führende Nullen hat.
    4. eine Transaktion, die neue & übriggebliebene Bitcoins an die Adresse des Miners sendet.


    Der Hash-Algorithmus sorgt dafür, daß Punkt 3 nur durch wiederholtes Ausprobieren erreicht werden kann. Deswegen brauchen Miner stromfressende Hardware, die denselben Block wieder und wieder zu bestätigen versucht, bis nach ca. 10 Minuten irgendwo auf der Welt jemand eine passende Zahl gefunden hat, damit der Hash passt und der nächste Block gemined werden kann.


    Sobald eine Transaktion in der Blockchain drin ist, gilt sie als bestätigt, und der Empfänger kann das Geld seinerseits wieder ausgeben.

    bei diesem Pitz bin ich auf folgendes Video gestoßen
    Ob das Ahnungslosigkeit oder eher Demagogie ist weiß ich nicht. Wenn solche Info die Runde (bei den Piraten) macht, wundert mich nichts mehr.
    2.2 Neo-Liberalismus oder Libertarismus?


    http://www.youtube.com/watch?v=dT0TqOISV5Q


    Fürchterlich! Ein Powerpoint-Vortrag mit Einschlafstimme als Video? Gibt es dazu kein Transscript zum selber lesen? Ich tippe ja mit 2 Fingern schneller als diese Schlaftablette erzählt! Youtube ist für Videos, hat diese Schnarchnase kein klassisches HTML-Blog? So mit lesbarem Text und ab und zu ein paar Grafiken? Oder besteht die Zielgruppe aus Analphabeten?


    Was sind das für Leute, die sich diesen Kanal freiwillig antun und dann noch glauben, sie würden da etwas lernen?

    So wie ich das verstehe wurden ja keine Bitcoins gefälscht sondern anscheinend nur per Trojaner über fremde Rechner hergestellt. Das ist nicht so als würde man Geld fälschen, das ist so als würde man in eine fremde Goldmine einbrechen um dort illegal Gold zu schürfen. Schlecht für den Goldminenbetreiber, aber an der Echtheit des Goldes ändert das nichts.


    Nicht ganz. Der Tatbestand besteht eher darin, daß man in eine fremde Eisenmine einbricht, weil man weiß, daß man in einen stillgelegten Nebenstollen Gold fördern kann. Auf den gekaperten Rechnern mußte der Bitcoin-Mining-Client ja erst via Botnet installiert werden, die Eigentümer werden nur gemerkt haben "der Rechner ist laut und langsam, vielleicht hab ich einen Virus"...


    ... im Übrigen lohnt sich Mining per (gekaperter oder eigener) CPU heute eh nicht mehr, besser man kauft sich eine ASIC-Maschine.

    Schulden sind immer einen Ticken mehr als Vermögen. Denn Vermögen verzinsen sich nicht, Schulden wiederum schon.



    MfG


    Humbug. Vermögen sind immer mehr als schulden, denn Vermögen bezieht Sachwerte mit ein, Schulden meinen immer nur Geld. Angenommen, der € würde ab morgen für ungültig erklärt, gäbe es hierzulande keine Schulden und keine Bargeldvermögen mehr, aber die ALDI-Märkte und die BMW-Fabriken würden immer noch stehen, und die Familien Albrecht und Quandt wären immer noch "vermögend" - in welcher Verrechnungseinheit auch immer.

    Könige haben sich schon immer Geld geliehen, um z.B. Kriege zu führen, von denen sie sich Beute erhofften, mit der sie die Schulden promt hätten zurückzahlen können.


    Die Option, das Geld direkt bei der Zentralbank drucken zu lassen, wurde massiv während des 1. WK ausgetestet mit bekanntermaße katastrophalen Folgen (Krieg ohne Sieger, Zerstörung ohne Beute, Hyperinflation). Seit dem 2.WK haben die Verfassungsväter versucht, mit dem Konzept der "unabhängigen Zentralbank" die Überschwemmung der Staates mit ungedecktem Geld in überschaubaren Grenzen zu halten. Was in verschiedenen Ländern verschieden lange unterschiedlich gut funktioniert hat. Das Geldmonopol abzuschaffen, hat sich leider nicht mal Ludwig Erhardt getraut.

    Zitat

    Erzähl mir mehr über das solide Wertaufbewahrungsmittel das im April noch innerhalb von wenigen Stunden 60% seines Wertes und mit dem darauffolgenden Tag 77% verloren hat. Im Juni 2011 war es sogar bei einem Cent pro Bitcoin.


    Nenn mir doch bitte einen Monat, in dem Bitcoin in irgendeiner anderen Währung weniger wert war als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Klar gibt es tägliche Hochs und Tiefs, aber über ein beliebiges Jahr gerechnet ging es immer nach oben - bei Gold & Silber braucht es längere Zeiträume, bis Singuläre Ereignisse wieder ausgeglichen sind. Dein Silberschmuck wird irgendwann mehr wert sein als der Kaufpreis, einfach weil der € (und auch der $) an Wert verliert. Hättest Du zum gleichen Zeitraum einen kleinen Teil des Geldes in BTC gesteckt, hätte Dir das April-Gezappel egal sein können - der Tiefpunkt dieses Jahres lag über dem höchsten Kurs von 2011.


    Wenn das stimmt, also meine Bitcoins auf einem einzelnen Server herumliegen,
    und sie also wirklich geklaut werden können, dann holt einen das wohl auf den Boden der Tatsachen zurück.


    Das passiert nur, wenn Du die Coins dort selber deponiert hast, weil Du sie z.B. für € zum Verkauf anbieten wolltest. solange Du die Coins in Deinem eigenen Wallet (nicht "account", kein Konto sondern eine Geldbörse) hast, kommt niemand dran, der nicht gerade Zugriff auf Deinen Rechner hat. Du kannst auch jederzeit eine neue Bitcoin-Adresse erzeugen, alle Coins auf diese Adresse transferieren, und den Key zu dieser Adresse auf Papier ausdrucken - dann kommt ohne den Zettel mit dem Key niemand jemals wieder an die Coins dran.


    Wer mehr Coins als für eine aktuelle Transaktion nötig sind, bei einem externen Dienstleiter herumliegen läßt, ist selber schuld. Der Sinn von Bitcoin ist ja gerade der, daß man nicht mehr auf externe Dienstleister angewiesen ist.



    Zunächst: ja, für die reine Durchführung der Transaktion reicht das. Aber wie Du richtig erkannt hast, muß sie auch noch bestätigt werden, d.h., bevor der Geldempfänger das empfangene Geld selbst wieder ausgibt, muß er eine Verbindung zum Netzwerk herstellen. Sein Client kontaktiert eine Handvoll beliebiger andere Bitcoin-Clients, die auch gerade online sind, und gleicht die Blockchain ab, um sicherzugehen, daß die Coins, die er gerade bekommen hat, überhaupt noch auf der Adresse gespeichert waren, von der er sie bekommen hat, und nicht schon woanders ausgegeben wurden. Danach wird die Transaktion als "unbestätigt" im Netzwerk verbreitet, bis irgendein Miner sie in die Blockchain einarbeitet. => dafür werden die Miner gebraucht. Wenn man eine Transaktion möglichst schnell bestätigt haben möchte, ist es sinnvoll, dem Miner ein Trinkgeld zu geben, d.h., in die Transaktion reinzuschreiben "1 Bitcoin auf Wallet A nehmen und 0,99 Bitcoin in Wallet B ablegen".


    Also, für die Transaktion selbst reicht eine Direktverbindung, für die Bestätigung braucht man eine Verbindung zum Internet - irgendwo im Internet sind immer irgendwelche Miner online, die aus billigem norwegischem, isländischen oder französischem Strom wertvolle Bitcoins erzeugen wollen und dabei unbestätigte Transaktionen bestätigen und in die Blockchain einpflegen. Clients und Miner finden einander ohne zentrale Instanz, es gibt keine "Server" sondern nur ein peer-to-peer Netzwerk. Du kannst auf Deinem Rechner zuhause einen Mining-Client aufsetzen, die Chance, damit Coins zu schürfen, hängt aber von der Ganzzahl-Rechenleistung ab, und es gibt inzwischen Maschinen, die darauf spezialisiert sind, die Blocks wesentlich schneller aufzulösen als es dein PC tun würde...

    Bin da kein Experte,
    aber jegliche Netzkommunikation zu filtern/blockieren, die an einen Austausch von Bitcoins erinnert,
    ist für die NSA sicher ein Klacks.


    Jeglichen Peer-to-Peer-Verkehr bei allen großen Carriern weltweit zu blockieren ist ein Klacks? Whow, warum hat die Musikindustrie das nicht schon längst getan?


    s sind Zahlen in einem Computer und das wars. Ich kann genauso gut mein eigenes Geld drucken und dann erzählen es sei selten, solange bis die Leute es glauben und Willens sind für ein scheinbar seltenes Gut reale Arbeit zu leisten.


    Gib doch gleich zu, daß Du von Kryptografie keine Ahnung hast. Bankkonten sind "einfach nur Zahlen im Computer", aber bei Bitcoin ist direkt vom Code her festgelegt, daß man denselben Betrag nicht 2x ausgeben kann (und schon garnicht 50x, wie Banken mit Teilreserve es gerne machen). Du kannst jede einzele Coin durch die Blockchain bis zu ihrer Entstehung zurückverfolgen.


    Man kann es vielleicht nicht direkt vergleichen, aber wir hatten in der EU auch Verträge die Besagen das es keinen Bailout innerhalb der Staaten der Eurozone geben wird, das Haftungsprinzipien greifen sollen und das Staaten bestimmte Haushaltsdefizitgrenzen nicht unterschreiten dürften etc etc...
    Bei solchen Verträgen besteht immer die Gefahr, das der Vertrag modifiziert wird und du keine Möglichkeit hast das zu beeinflussen.
    Wenn dann keine Möglichkeit besteht die Einhaltung des alten Vertrags durchzusetzen oder davon zurück zu treten - hast du den realen Schaden und gehst mit Mann und Maus unter.


    Verträge können eingehalten oder gebrochen werden, sie setzen voraus, daß man dem Vertragspartner vertraut. (Was man bei Berufspolitikern ja grundsätzlich nicht tun sollte). Bei der Kryptographie vertraut man auf die Mathematik: um Bitcoins zu fälschen, müßtest Du 51% der Rechner, auf denen Bitcoin-Clients laufen, davon überzeugen, daß 79907 x 87323 etwas anderes ergibt als 6977718961 (diese Multiplikation erledigt jeder Taschenrechner im Nullkommanix. Die Primfaktoren von 6977718961 zu finden, dauert erheblich länger...)
    Sicher hängt der Wert von Bitcoin daran, daß man irgendwo auf der Welt jemanden finden muß, der sie als Geld akzeptiert; aber dafür sind sie wesentlch schneller außer Landes gebracht als Gold oder Silber; und wer (z.B. wegen "Peak Oil 2005", als Fracking noch ein Fremdwort war) auf einen totalen Zusammenbruch von Zivilisation und Stromversorgung spekuliert, sollte sich im klaren sein, daß 1 Unze Gold danach längst nicht mehr 1000 Gemüsekonserven wert sein wird - in einer post-apokalyptischen Welt ist der Nutzwert von Edelmetall längst nicht mehr so hoch wie heute, wo in jeder Sim-Karte und jeder Druckerpatrone Goldkontakte verbaut sind.

    Freigeist,


    die Chinesen kaufen gerade BTC, weil auch sie gemerkt haben, daß es ein solideres Wertaufbewahrungsmittel ist als jede fiat-Währung. Deswegen ist der Kurs in den letzten 3 Wochen von 100€ auf über 200 hochgeschossen. (Ich hätte doch vor dem Urlaub schon anfangen sollen, zu kaufen :-< ) Der Typ, den Forbes interviewt hat, ist kein Partei-Apparatschik, sondern jemand, der den Ehrgeiz hat, ein Unternehmen aufzubauen, das den Kommunismus (oder was davon in China noch übrig ist) überdauern wird - obwohl es derzeit noch in einer rechtlichen Grauzone (also ohne staatliches Placet!) operiert.


    Der Algorithmus von BTC ist open source, und alle, die ihn sich angeschaut haben, sind sich einig, daß er maximal alle 10 Minuten bei irgendeinem Miner auf der Welt 50 neue BTC entstehen läßt, bis um 2030 herum ca 31 Mio BTC weltweit in Umlauf sind - danach gibt es keine neuen, und bis dahin kannst Du Deine Chance, selber auch mal 50 Coins zu schürfen nur erhöhen, indem Du mehr Rechenleistung für's Mining aufwendest als die Konkurrenz. "Fiat Money" ist etwas völlig anderes - auch Satoshi Nakamoto höchstpersönlich kann heute keine neuen BTC entstehen lassen, ohne genauso viele Blöcke zu berechnen (und genauso viel Strom zu verbrauchen) wie jeder andere Miner auch.

    Das erscheint mir grundsätzlich sehr unlogisch. Wassermonopol + alle Rechte am Wasser. Wie soll das gemeint sein? Wer besitzt alle Rechte am Wasser. Gehört irgend jemanden das Wasser in der Luft, den Wolken, im Boden oder in den Flüssen?


    Nehmen wir die Gemeinde Fichtelberg, Ortsteil Neubau: jahrzehntelang hatte jede Familie ihre eigene kleine Quelle oder ihren eigenen Brunnen am wasserreichen Südhang des Ochsenkopfes. Irgendwann beschloß der Gemeinderat, ein Gesetz aus der Nazizeit anzuwenden und einen Anschluß-und-Benutzungszwang für die Kommunale Wasserleitung einzuführen, um den Wasserwerk ein Monopol zu verschaffen. Wäre dies Monopol nicht staatlicherseits geschützt, könnten die Anwohner jederzeit ihren Vertrag mit dem Wasserwerk kündigen und ihre Brunnen wieder in Betrieb nehmen.


    Fazit: im wasserreichen Mitteleuropa ist ein Wassermonopol nichts weiter als staatliche Geldschneiderei. Erst recht, als daß große Städte (mit hohem Wasserbedarf) hierzulande immer an großen Wasserläufen entstanden sind...


    Damit sollte einerseits sozialen Unruhen und dem Sozialismus begegnet werden, andererseits sollte bereits bestehenden, freiwilligen Sozialversicherungen der Gewerkschaften und der kirchlichen Arbeiterverbände die wirtschaftliche Grundlage entzogen werden.


    Hier wurde ein marktwirtschaftliches Versicherungssystem (dezentral, unter Wettbewerb stehend und weniger anfällig) staatl. monopolisiert.
    Dieser Bismark war ein Arsch.


    Jup. Ich wohne in Wuppertal, hier hatte es das "Elberfelder System", daß ehrenamtliche Armenhelfer zu den Bedürftigen hingingen, und nachgeschaut haben, woran es konkret fehlt. Auch das wurde durch das "Bismarck'sche System" kaputtgemacht.


    Ich bin für die strikte Trennung von Kirche und Staat. Caritas und Diakonie sind originär kirchliche Aufgaben, ebenso wie z.B. auch der Betrieb von Kindergärten und Altenheimen - in so etwas muß sich das Gewaltmonopol nicht einmischen, das schaffen freiwillig vergemeinschaftete Menschen (insbesondere Religionsgemeinschaften) wesentlich effizienter und zwangloser.

    Ein 70 Jähriger möchte weiterhin ne heiße 21 Jährige haben. Der 70 Jährige wird es definitiv schwer haben das zu schaffen ohne Macht. In dieser Zeit hat aber jeder alles. Somit muss die 21 Jährige sich nicht prostituieren. Niemand hat mehr vorteile gegenüber den anderen. Der einzige Vorteil der zu dieser Zeit noch existiert ist das Alter. Mit 18 kann man mehr machen als mit 70.


    Nicht unbedingt. Wenn man mit Nanobots und Gentherapie den Alterungsprozess ausschalten kann, wird jeder irgendwann "seit 2000 Jahren Mitte 30" sein (wie Jesus) und tatsächlich erst 18 zu sein hat schlicht den Nachteil der Unerfahrenheit...
    ... und "Schöne Plätze" gibt es viele im Sonnensystem...


    Nicht zu vergessen verursachen Windräder indirekt radioaktiven Abfall durch die in den Permanentmagneten notwendigen Neodymanteile (Stichwort seltene Erden und Thoriumabfälle / Thoriumsee).


    Ein Grund mehr, Reaktoren mit schnellem Neutronenspektrum und ohne Wasser im Primärkreislauf zu bauen: die könnten sowohl Thorium aus "Wind-Müll" als auch Transurane aus Leichtwasserreaktor-"Atommüll" verwerten...


    Die Aussage das der Staat für die Entwicklung und Forschnung notwendig ist halte ich für Wunschdenken. Der Hauptgrund für staatlich subventionierte Forschnung war und ist um Kriege zu führen und fortgeschrittenere Waffen zu erschaffen. Kein einziger Atomreaktor ist aus zivilen Gründen entwickelt worden,[...]


    Och, der THTR ist schon eine zivile Entwicklung, (und der DFR, wenn er je gebaut würde, ebenfalls) aber die "Branchenriesen" hatten sich nunmal (aus historischen Gründen) auf hochskalierte U-Boot-Reaktoren eingeschossen:
    http://dual-fluid-reaktor.de/historisches
    Klar, dem Militär ist es erstmal egal, wieviel die externe Herstellung und Wiederaufarbeitung der Brennelemente kostet, Hauptsache das U-Boot kann 3 Jahre auf See bleiben ohne einen einzigen Kernphysiker an bord. Der schlechte Witz dabei ist, daß ein U-Boot-Druckwasserreaktor mit weniger als 300MW Leistung tatsächlich auch dann noch sicher gegen Kernschmelzen ist, wenn das Boot einen Torpedo einfängt und in 1000m Tiefe auf Grund läuft. Ein DWR mit der 4-5fachen Leistung, der auf dem Trockenen aufgebaut wurde, um einen Ballungsraum mit Strom zu versorgen, ist nicht mehr ganz so sicher, und ein SWR, bei dem der Hochdruck-Kreislauf weggelassen wurde und das Wasser direkt an den Brennstäben siedet, kann die Probleme machen, die von 3-Mile-Island und Fukushima-Daichi bekannt sind. (Beides Totalschäden ohne Strahlentote, wohlgemerkt.)


    Würde sich ein fortschrittliches, sicheres und effizientes System wie der DFR in einer freieren Marktwirtschaft durchsetzen? Die nötigen Anfangsinvestitionen wären enorm, wahrscheinlich wäre es erstmal billiger, Erdgas zu fracken und zu verbrennen, wie es in den USA vorgemacht wird...

    Liechtenstein und Monaco sind in mancherlei Hinsicht freiere Länder als die Bundesrepublik, also, ja, warum sollten sich nicht kleinere Fürstentümer der Oberhoheit des Nationalstaates entziehen? Sie müßten nur im eigenen Interesse Teil der Europäischen Freihandelszone bleiben - ob die nun "Schengenraum" genannt wird oder "EFTA".