Beiträge von MiltonRotbart

    Und wie will ein privatisiertes Rechtssystem Gleichheit herstellen?
    Dieser ganze theoretische Quatsch scheitert wie immer an der Wirklichkeit, wie alle blanke libertäre Theorie.
    Wo ist der praxisorientierte Ansatz?

    Der libertären Partei fehlt es meines Erachtens auch an Herz und Pragmatismus.
    Ich halte die Lösungsansätze der puristisch durchdachten libertären Logik für teilweise ziemlich pervers oder wirklichkeitsfremd, zb. Nullstaat. Deswegen empfinde ich die Diskussionen zwischen Vertretern des Staatsmolochs und kompletter Abschaffung des Staates durch rein durchdachte Theorien als unproduktiv und unehrlich. Mir wäre eine ehrlichere wirklichkeitsorientierte Lösung viel lieber, die den Menschen authentisch und mit seinen Schwächen einbezieht. Solche Debatten müssten eben auch in der PDV geführt werden, was ja nicht bedeutet, dass man bei Ablehnung der einen extremen Position automatisch die andere einnimmt. In dem Fälle wäre es dann Maximalstaat versus Nullstaat. Solche radikalen Thesen führen zu nichts und scheitern wegen ihrer Infantilität an der Wirklichkeit und sorgen bei den Menschen eher für Verwirrung und ablehnung. Deswegen mehr Authentizität und Pragmatismus.

    Wenn ich ich über den Sozialstaat, Sozialismus und Freiheit informiere, dann sehe ich mir die Videos von G.L. Reschke an oder lese sein Texte. Die sind sehr interessant, da die Quintessenz seiner Aussagen sind, dass es auf jeden einzelnen ankommt und eben nicht auf die Staatskrake oder Politnix.
    Und meine Intention war es eigentlich nur, zu erfragen, wie sich die Foristen so ein Sihcerungssystem vorstellen und was sie den freien Menschen raten. Aber ich denke, ich habe da einiges zu erfahren.
    Ich bin zwar manchmal skeptisch, wenn einige hier sich so sehr auf das soziale im Gutmenschen verlassen, aber gut...
    ein Versuch wäre es allemal wert.

    Freigeist :
    Nein, ich habe keine 'woman studies' im College gehabt, sondern Biochemie. Und natürlich kenn ich Friedman, allerdings hauptsächlich sein Capitalism and freedom. Andere Schriften und Werke nicht.
    Im übrigen arbeite ich, und fahre kein Taxi. Daneben zocke ich ein wenig an der Börse und bei betandwin.


    Was ist bei Rothbart zu empfehlen, und damit meine ich nicht 'enemy of the state'. Daneben auch von Friedman, wie sich eine Gesellschaft organisiert. Hab da bisher zu wenig drüber.
    Bisher lese ich von den modernen Liberalen Polleit und Woods jr.


    Ich bin ganz und gar nicht verblödet, kannst du lesen??! Ich habe dich darauf hingewiesen, dich nicht im Ton zu vergreifen! Ist die deutsche Sprache so schwer verständlich?
    Also beherrsch dich ein wenig, und heul nicht rum.

    Memphis :


    Altkleider bei ebay vertickern? Damit kann man keinen Lebensunterhalt bestreiten, zumal Flohmärkte nicht regelmäßig bzw üebrall stattfinden. Eine unbefriedigende Lösung meines Erachtens:


    Eine andere frage: Nehmen wir an, du wirst bestohlen oder du bist in einem Rechtsfall verwickelt?
    Bezahlst du die Polizei bzw die Gerichtsbarkeit, oder wer finanziert das? Und komm mir nicht mit H.H Hoppe. Ein privates Rechtswesen halte ich für utopisch.

    Freigeist :


    Du siehst, Unternehmer sind von Arbeitnehmern anhängig wie im umgekehrten Falle.


    Was kümmert mich die ehe und der Unterhalt. Einen Scheiß. Aber sieh dir all die Weiber an, die alleinerziehend mit Kinder herumlaufen, ihre Ausbildung wegen der ehe und der Kinder vernachlässigt haben und nun sehen müssen wie sie zurechtkommen.
    Wie sollen die sich für sich sorgen? Die findet wegen unzureichender Ausbildung mangelnder Berufserfahrung keinen Job. Da ändert sich gar nix an ihrer Situation, selbst in einem goldgedeckten Geldsystem nicht.


    Woher ich Liberalismus und die USA kenne? Weil ich dort gelebt habe.
    Dort zahlt man, um an die Uni zu gehen, eine Schweinevermögen, was sich der Plebs dort niemals leisten kann.
    Man kann dort zur Bank gehen und freundlich um einen Kredit anfragen, den man nach dem Studium im Beruf abbezahlt.
    Im libertären System könnten sich auch kaum jemand Privatunis leisten, da fast kaum jemand die kohle hat.
    Und bzgl meines Jobs: ich reiße mir mehr als 50h pro Woche den Arsch auf. Dafür kriege ich ein hohes Gehalt.
    Allerdings nerven mich die 5stelligen Beträge, die ich immer zu entrichten habe, die aber verschwendet oder von irgendwelchen Politbonzen veruntreut werden.
    Dabei geht es mir nicht mal Steuern an sich, Infrastruktur(straßen etc.) und Kultureinrichtungen müssen ja irgendwie finanziert werden. Mir geht es um eine sinnvolle Verwendung. Aber es wird wohl keiner ernsthaft bestreiten, der noch alle Sinne beisammen hat, dass man gar ohne Steuern auskommt. Straßen kommen ohne Geld nun mal nicht aus.


    Und noch was: Wenn du mit mir diskutierst, gewöhn dir einen vernünftigen Diskussionsstil und respektvollen ton mir gegenüber an, denn ich bin kein verblödeter Unterschichtler, der sich alimentieren lässt! Danke.

    Wieso sollte ich? Was ist das überhaupt für eine Antwort. Soll ich mich jetzt auch in die Lage von jedem anderen versetzen zu dem das Leben irgendwie unfair war? Interessiert mich nicht.
    Die Sozialisten erählen einem noch das müsse so sein weil wir in einer Solidargemeinschaft leben und blabla was quasi jedem irgendwie unter Zwang einbindet für anderer Leute Probleme.

    Was heißt einbinden?
    Schau dir die Unternehmen an. Dort kann der Unternehmer auch nicht tun oder lassen, was er will, sondern hat eine gewisse Mitverantwortung gegenüber dem Wohlbefinden der Belegschaft.
    Wenn du verheiratet bist und ein Kind zeugst, hast du auch Verantwortung gegenüber dem Kind und der Ehefrau, selbst wenn ihr euch scheidet dass du dich um deren Unterhalt sorgst. Das ist kein Sozialismus, sondern Verantwortungsgefühl gegenüber der Familie und damit auch ein Reifeprozess hin zu einem verantwortungsbewussten Erwachsenen.
    Im übrigen ist die Verantwortung ein Kernprinzip des Liberalismus. Dies gilt im übrigen auch für die Medizin, wenn Ärzte an ihren hippokratischen eid gebunden sind. In den USA beispielsweise behandelt der Arzt aber wegen fehlender Versicherung manche nicht. Sowas nenne ich verantwortungslos. Leben zu retten ist auch eine Form der Verantwortung gegenüber anderen.

    Ich spreche mich selbst für eine Entstaatlichung aus, beantwortet aber dennoch nicht, wie man sich im Ruhestand selbst finanziert.

    Versetze dich mal in die Lage eines Behinderten, der auf Hilfe von Außen angewiesen ist. Im übrigen sind auf deren Plattformen konkrete Gedanken zu Steuersenkungen formuliert. Es gibt also durchaus dort sinnvolle Gedankengänge und es wird ein Bewusstschein gechaffen, sich mit Wirtschaft auseinanderzusetzen.

    Ok, was haltet Ihr/ du im zuge dessen von der Initiative neue soziale Marktwirtschaft, die selbst an einem Konzept arbeitet.
    Kommt der ISNM der PDV und ihren Prinzipien nahe und ist damit unterstützenswert?

    Es gibt derzeit viele unterschiedliche Entwürfe eines Wohlfahrtsstaates. Das wirft einige Fragen auf:
    Wie würdet ihr den 'Sozial Schwachen, Behinderten, Menschen, die physisch nicht mehr arbeiten können und Kranken finanziell helfen?
    Sie können keine Erwerbsarbeit mehr annehmen und brauchen solidarische Unterstützung. Wie würdet ihr für sie finanziell sorgen? Durch Abgabe?


    Wie sähe euer Rentensystem aus? Gäbe es für bestimmte Gruppen ein eigenes? Wie würdet ihr es finanzieren?

    Folgende Hypothese:


    Fall 1:


    Eine Person A zwingt eine Person B, ein Teil seines Vermögens abzugeben, ansonsten droht A B mit Gewalt, wenn er sich weigert. B zahlt aus Angst vor Gewaltanwendung.


    Fall 2:


    Eine Organisation, die von B mitfinanziert wird, zwingt B zur Abgabe eines Teiles seines Vermögens, ansonsten droht ihm Gewalt.
    B zahlt wie in 1 aus Furcht vor Konsequenzen.


    Fall 1--> räuberische Erpressung.


    Fall 2--> Durchsetzung der Steuergesetze durch die Staatsgewalt.


    Mir bereitet diese juristisch ungleiche Behandlung derselben Straftat Kopfweh.
    Wem noch? Was sagt ihr dazu?

    Neo-(=Neu, Jung oder besser Pseudo)Liberalismus (freiheitlich). Dies ist, seit längerem, die neue Ausrichtung der "Schein-Liberalen" (z.B. die FDP-Honks) im Richtung Sozialismus. Daher auch die bessere Definition das Begriffs "Neo" als Pseudo. Jemanden was wegzunehmen um es anderen dann zu geben, ist und bleibt einfach Diebstahl. Das verstehe ich unter Sozialismus.
    Ich bin nur wegen Ihren Äußerungen stark verwundert im Hinblich auf Agenda 2010 (der pure Staatssozialismus). Ansonsten sehe ich es genauso wie Sie, es gibt keinen anstrengungslosen Wohlstand (wie auch immer man diesen definieren will).
    Was es aber auch nicht geben darf ist Ausbeutung und Versklavung der Unterschicht, nur weil einige dieser Menschen keine Bildung genossen haben. Und der Sozialstaat hatte am Anfang auch halbwegs funktioniert, daher gibt es heute soviele Anhänger der alten Parteien. Die Glauben an "die gute alte Zeit" und das diese wiederkehrt.


    Die Ausrichtung unserer Wirtschaft auf den Export ist ein sehr gefährliches Unterfangen. Durch die Agenda 2010 wurden letzendlich die Weichen hierfür gestellt um billige Arbeitskräfte (niedrig Qualifizierte) der Exportindustrie als billige Arbeitsmasse zu zuschieben und bei "Verbrauch" zu entsorgen. Senkung von Lohnnebenkosten ist letztendlich Senkung der Löhne. Wobei das Wort Nebenkosten wieder eine verdummtölpelung der Masse ist. Es handelt sich um Lohnzusatzkosten, letztendlich zahlt der Arbeitgeber ja alles und diese Kosten werden direkt dem Arbeitnehmer zugerechnet. Mit anderen Worten: Sein Bruttolohn ist nochmals ca. 25% höher als auf dem Lohnzettel ausgewiesen. Daher auch die Aussage der Staat "klaut" einem über 50% des Lohns, gezeigt werden einem aber nur die "eigenen Anteile" an den Sozialabgaben.


    Zuletzt kann ich nur sagen, wir leben in einem stark sozialistischen System. Subventionen (ca. 140 Milliarden pro Jahr!), Korruption (auch Postenschieberei gehört hier dazu), Enteignung (=hohe Steuern), Zwangsmitgliedschaften (GEZ, IHK, HWK) und handeln ohne Rechtsgrundlage bzw. Hinbiegen des Rechtes wie man es gerade braucht. Die BRD hat die DDR geschluckt? Kommt mir irgendwie anders vor.

    Was mich doch stark irritiert, dass du und Matthias Polanski sozialistische Rhetorik wählt( Verfügungsmasse, AG2010 zynisch, Ausbeutung der Massen, Armut, Sozialsstaat, Lohnsklaverei), obwohl ihr gegen den Staatssozialismus zu argumentieren versucht.
    Ich bin klassisch liberal geprägt. Bei mir stehen Abschaffung der direkten Steuern, Beseitigung der Hemnisse für Makrt und Wirtschaft, komplett freier Wettbewerb und freie Märkte, Abschaffung der subventionen genauso wie bei euch größtenteils im Vordergrund. Aber nicht aus den in Klammern aufgeführten Gründen, sondern zum Wohl aller, nicht vor allem zum Wohle der unteren Mittelschicht oder des Prekariats, weil ich eine Annäherung der Einkommen und Vermögen ablehne. Stattdessen ein wohlstandsmäßige Aufwertung für eine breite Mittelschicht und eine größere gehobene Mittelschicht. Das Prekariat ist dabei nicht prioritär. Selbstverständlich befürworte ich auch eine Durchlässigkeit der Schichten. Eine Wohlstandvermehrung kann man dann auch durch ein geändertes Geldsystem herstellen.
    Ihr addressiert aber meines Erachtens die prekäre Schicht zu sehr und rückt ihre Problematik in den Vordergrund. Diese Ansicht kann ich daher nicht teilen, weil meine Intentionen nicht darin liegen, ein System zu kreieren, in dem es schwerer wird, reich zu werden. Man soll auf dem Wege reich werden, wenn man viel Risiko, Eigenverantwortung und ökonomische Rationalität walten lässt gegenüber anderen, also so wie viele mittelständische- und Kleinunternehmer im Wettbewerb. Das sind nämlich automatisch schon reale Werte, mit denen man relativ zügig reich werden kann. Schneller Reichtum ist nichts verwerfliches. ganz im Gegenteil, er ist sogar sehr nützlich, und sorgt für Wachstum und Arbeitsplätze.
    Richtet euch daher nicht zu sehr an die unteren Schichten aus Motiven, wie ich sie in Klammern gesetzt habe. Rückt die gesamte Mittelschicht(ja auch untere), das eigentliche Rückgrat, prioritär in eure Betrachtungen!

    Die meistgenannten sind Plattformen, auf denen Autoren Meinungen verfassen, während Wiwo Wirtschaftsnachrichten und Nachrichten liefert, also der Hintergrund ist, sich zu informieren, und dafür ist sie sehr wichtig.
    Der wirtschaftliche Charakter offenbart sich in den Kommentaren, die bei der Wiwo nach meiner Auffassung wirtschaftsliberal sind, vielleicht in Friedmansche Richtung.
    Die Beiträge über die EZB, das Geldsystem und den Staat, u.a. von Malte Fischer, sind auch für Libertäre Geister absolut lesenswert.

    Seit längerem lese ich die Wirtschaftswoche regelmäßig und bin auf eurokritische und liberale Beiträge gestoßen.


    Kann man die WiWo als wirtschaftsliberales Medium, vll sogar im libertären Sinne betrachten, eben wegen der eurokritischen Beiträge zum Geldsystem, der Planwirtschaft etc, sehen oder gibt es andere Zeitschriften und Medien, auf die das aus eurer Sicht den genannten Kriterien wegen viel zutreffender ist?

    In einer "idealen Österreichischen Welt" wären mindestens die Autobahnen im Privatbesitz und damit wäre eine Nutzungsgebühr fällig.


    Die restlichen Straßen könnten auch privat oder kommunal betrieben werden. Wenn das nicht geht und der Gesamtstaat dafür sorgen SOLL (!) dann steht einer kleinen Mehrwertsteuererhöhung für den Straßenbau sicher nichts im Weg. Denn jeder profitiert von den Straßen. Selbst der, der sie nicht selbst benutzt. Und hauptsächlich die LKWs machen die Straßen kaputt. Die sehe ich als "indirekte Straßenbenutzung" der Nicht-Autofahrer, denn sie bringen die Waren in die Läden.

    Aber wer garantiert, dass der Besitzer der Straßen keine Gebühren erhebt, die so hoch sind, dass sie nur wenige bezahlen können?

    Danke.
    Eben diese Ansicht hat Janich vertreten. Rein interessehalber hätte ich gerne dazu den mathematischen Ansatz.
    Keynesianismus eine heilbare Geisteskrankheit, wenn mehr Menschen dieses verbrecherische Geldwesen durchschauen. Leider wird es durch Leute wie Krugman stark vertreten und von Ultralinken mitübernommen.
    Dabei hat Friedman die Krisen und ihre Ursachen sehr konkret diagnostiziert und vorhergesehen, aber leider nicht gehört worden.